Erneuerbare Energien haben viele Vorteile – nicht nur für die Umwelt

Bis zu 1500 Windräder sollten bis 2021 in Bayern neu errichtet werden / Foto: HB

(WK-intern) – Mit erneuerbaren Energien wird in vielerlei verschiedenem Zusammenhang geworben, sei es vom Stromanbieter, den Vertreibern von Solarmodulen und Windkraftanlagen oder auch Investmentfonds. Dabei ist nicht immer klar, wo genau der Vorteil der erneuerbaren gegenüber den konventionellen Energien liegt, was daran nun besonders umwelt- oder klimafreundlich sein soll und wie man als Verbraucher wirklich davon profitieren kann. Zu unübersichtlich ist der Markt, zu verwirrend die verschiedenen Informationen, die zum Teil veraltet sind oder schlicht nicht auf belastbaren Fakten beruhen.

Foto: HB

Wie umweltfreundlich sind erneuerbare Energien wirklich?

Dass die erneuerbaren Energien im Gegensatz zu Energie aus fossilen Brennstoffen das Klima schonen, liegt auf der Hand. Hier geht es ganz klar um CO2-Emissionen, die bei Strom aus Wasserkraft, Windenergie und Sonnenenergie erst einmal nicht entstehen. Aber auch diese Energieformen benötigen Gerät, um sie zu produzieren, sind mit Bauten und Eingriffen in die Natur verbunden. Windkraftanlagen stehen in der Kritik, nicht nur Vögel zu töten, sondern auch Fledermäuse zu gefährden und massiv in natürliche Landschaften einzugreifen. Vor allem Offshore-Anlagen sind in der Kritik: Das deutsche Wattenmeer ist streng geschützt. Auch bei Solaranlagen wird oft an der Umweltverträglichkeit gezweifelt, denn die Herstellung der Module ist nicht nur energieaufwändig. Verbaut werden Mineralstoffe, die unter großen Umweltschäden gewonnen werden müssen, so die Kritik. Einerseits ist das richtig: Auch bei den erneuerbaren Energien geht es nicht ohne Eingriffe in die Umwelt zu. Auf der anderen Seite sind diese Eingriff nach den gesetzlichen Vorgaben grundsätzlich reversibel. Und es werden im Rahmen der Energiewende nur Energiegewinnungsformen befürwortet, die im Einklang mit Umweltschutz, fairen Arbeitsbedingungen und dem Gesundheitsschutz stehen. Und das gilt nicht nur für die Produktion der respektiven Anlagen, sondern auch für ihre Entsorgung beziehungsweise Weiterverwertung nach einer auf Effizienz in jeglicher Hinsicht ausgerichteten Laufzeit.

Ökostrom ist auch für Verbraucher interessant

Ökostrom ist auch für private Haushalte interessant. Es gibt zwar noch kein separates Stromnetz, so dass auch die Kunden und Kundinnen mit Ökostrom-Tarifen immer einen Mix erhalten werden. Aber das hohe Interesse und die entsprechende Zahlungswilligkeit haben zur Folge, dass die entsprechenden Möglichkeiten ausgebaut werden und immer mehr Ökostrom zur Verfügung gestellt wird. Interessant ist an der Sache auch, dass die Tarife oft kostengünstiger sind als die Tarife der Stromanbieter vor Ort. Das Portal Netzsieger hat sich derweil auch mit dem Thema Ökostromanbieter beschäftigt und „Neckermann Strom“ hat aus vielen Gründen sehr gut abgeschnitten:

keine Mindestvertragslaufzeit
100 % grüner Strom
kurze Kündigungsfristen

konnten die Jury überzeugen. Für Verbraucher liegen die Vorteile von Ökostrom auf der Hand: Neben dem guten Gewissen in Sachen Umwelt- und Klimaschutz wirkt sich grüner Strom positiv auf die Finanzen aus und ist im Rahmen der schon im Jahr 2000 beschlossenen Energiewende ohnehin früher oder später ein Muss. Wer sich rechtzeitig mit den vorhandenen Produkten beschäftigt, hat die Übersicht und kann sich aufgrund der vorhandenen Informationen rechtzeitig für einen passenden Vertrag entscheiden, ohne Zeitdruck oder andere Not.

Die Entwicklung in Deutschland

Lag der Anteil an erneuerbaren Energien im gesamten Energiemix in Deutschland im Jahr 2000 noch bei 6 %, waren es 2014 schon 27 %. Die Tendenz ist weiterhin steigend, wie das von den Regelungen zur sogenannten Energiewende auch gefordert ist. Ziel ist nicht nur, von fossilen Energieträgern unabhängiger zu werden, sondern auch der Atomausstieg ist erklärtes Ziel. Atomenergie gilt zwar nach wie vor als verhältnismäßig umweltfreundlich, da der Anteil an CO2-Emissionen gegenüber fossilen Brennstoffen sehr viel geringer ausfällt. Aber das mit der Atomenergie verbundene Risiko an irreversiblen Schäden für Menschen wie auch Umwelt macht diese Energieform doch wenig attraktiv. Zumal die Frage nach einem sicheren Endlager für den entstehenden, nicht wirklich gelöst ist. Allerdings beziehen sich die oben genannten Zahlen immer noch nur auf die Stromgewinnung. Die gesamte Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge umzustellen, dürfte sich schon etwas schwieriger gestalten. Immerhin stehen inzwischen auch Biobrennstoffe zur Verfügung, die im Bereich des Verkehrs genutzt werden können. Der dritte Sektor, die Wärmeenergie, ist ebenfalls erst teilweise auf erneuerbare Energien umgestellt, hier liegt der Anteil seit 2016 bereits bei 44 %.

Eine gesamtgesellschaftliche Chance

Die Energiewende ist die Chance der gesamten Gesellschaft, gemeinsam und in gegenseitigem Einvernehmen sinnvoll zugunsten von Umwelt, Gesundheit und Klima zu handeln. Denn von der Energiewende wird der gesamte Markt umgekrempelt, was sich für Verbraucher und Verbraucherinnen auch in Kostenhinsicht letztendlich nur positiv auswirken kann.

PM: CIS

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