Versorgungsnetze, Energiewende, autonome Fahrzeuge, Sicherheitstechnologien für die digitalisierte Welt entwickeln

Erfolg durch Vernetzung: Darüber diskutieren Moderator Markus Brock mit Corinna Hoose, Jörn Müller-Quade und Martin Wegener / Foto: Laila Tkotz

Jahresfeier des KIT 2017: Erfolg durch Vernetzung

(WK-intern) – Die Versorgungsnetze fit für die Energiewende machen, autonome Fahrzeuge im realen Straßenverkehr testen, Sicherheitstechnologien für die digitalisierte Welt entwickeln:

Große gesellschaftliche Herausforderungen wie diese lassen sich nicht ausschließlich innerhalb einzelner wissenschaftlicher Disziplinen lösen – sondern an den gemeinsamen Schnittstellen.

Die erfolgreiche Vernetzung zwischen den Disziplinen stand im Mittelpunkt der Jahresfeier 2017 des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

Die Versorgungsnetze fit für die Energiewende machen, autonome Fahrzeuge im realen Straßenverkehr testen, Sicherheitstechnologien für die digitalisierte Welt entwickeln: Große gesellschaftliche Herausforderungen wie diese lassen sich nicht ausschließlich innerhalb einzelner wissenschaftlicher Disziplinen lösen – sondern an den gemeinsamen Schnittstellen. Die erfolgreiche Vernetzung zwischen den Disziplinen stand im Mittelpunkt der Jahresfeier 2017 des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

„Das KIT leistet wesentliche Beiträge zu den herausfordernden Aufgaben unserer Gesellschaft: in den profilschärfenden Themen Energie, Mobilität, Information und in der ausgeprägten Breite unserer Forschung. Denn die Antworten auf die drängenden Zukunftsfragen lassen sich nicht allein aus einer wissenschaftlichen Disziplin heraus generieren – sie liegen vielmehr an den gemeinsamen Schnittstellen“, sagte der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. Die Vernetzung auf allen Ebenen – unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, zwischen Grundlagenforschung und Anwendung, von Forschung, Lehre und Innovation – ist das herausragende Merkmal des KIT. Darauf legen wir als ‚Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft‘ besonders viel Wert und darauf dürfen wir auch stolz sein.“

Diese gelungene Vernetzung belegen nicht zuletzt die Erfolge des KIT im Jahr 2016. So koordiniert das KIT mit ENSURE eines von vier von der Bundesregierung geförderten „Kopernikus-Projekte für die Energiewende” und ist an insgesamt drei dieser Projekte beteiligt. In der Pionierregion für autonomes Fahren arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des KIT maßgeblich daran mit, Fahrzeugsysteme im realen Straßenverkehr zu testen und zu entwickeln. Weiteres großes Thema ist auch die IT-Sicherheit im Kompetenzzentrum für angewandte Sicherheitstechnologie KASTEL, einem von deutschlandweit drei Kompetenzzentren für Cybersicherheit.

„Das KIT kann seine einzigartigen Synergiepotenziale nun voll nutzen – nicht nur in der Forschung, sondern genauso in der Lehre und in den Innovationsaktivitäten“, so Holger Hanselka. Beispielhaft für die forschungsorientierte und praxisnahe Lehre stehe die weltweit erste Lernfabrik speziell für die Produktion in globalen Netzwerken. Die lebendige Innovationskultur belege nicht zuletzt der hervorragende zweite Platz in der Kategorie Gründungsförderungen im Gründungsradar 2016 des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft.

„An der Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besondere interdisziplinäre Kompetenzen gesellschaftlich-drängende Fragen in Energie, Information und Mobilität zu beantworten“, sagte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des KIT, Dr. Andreas Kreimeyer. „Das KIT ist bestens aufgestellt, seinen europäischen Spitzenplatz in den kommenden Jahren weiter auszubauen.“

Der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, betonte: „Wir sind stolz auf ‚unser‘ KIT und seine hervorragenden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Denn das KIT hat sich zu einem echten Schwergewicht in der internationalen Forschungslandschaft entwickelt. Die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft ist eng und ein Glücksfall für die ganze Region. Und auch Bürgerschaft und Stadt profitieren immer wieder von den zukunftsweisenden Ideen der vielen innovativen Köpfe am KIT.”

Podiumsdiskussion

Was die enge Verknüpfung auf allen Ebenen – zwischen den Disziplinen, zwischen Grundlagenforschung und Anwendung, von Forschung, Lehre und Innovation, mit Partnern in anderen Einrichtungen – bedeutet und wie sie gelingen kann, war Thema der Podiumsdiskussion, die Markus Brock moderierte. Über Chancen und Herausforderungen sprach er mit Professorin Corinna Hoose vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Forschungsbereich Troposphäre, Professor Martin Wegener, Institut für Angewandte Physik und Institut für Nanotechnologie, sowie Professor Jörn Müller-Quade, Institut für Theoretische Informatik des KIT – Arbeitsgruppe Kryptographie und Sicherheit.

Fakultätslehrpreise

Ziel der Lehre am KIT ist die Qualifikation junger Menschen auf der Basis einer intensiven wissenschaftlichen und forschungsorientierten Ausbildung und des überfachlichen Kompetenzerwerbs. Mit dem Fakultätslehrpreis würdigt das KIT herausragende Leistungen von Lehrenden, die in ihren Veranstaltungen etwa auf innovative Formate, Forschungs- und Anwendungsorientierung, Interdisziplinarität und Aktualität setzen. Der Vizepräsident des KIT für Lehre und akademische Angelegenheiten, Professor Alexander Wanner, zeichnete bei der Jahresfeier 22 Dozentinnen und Dozenten aus. Der mit jeweils 10.000 Euro dotierte Preis wird jährlich in den elf KIT-Fakultäten ausgelobt.

Die Preisträgerinnen und Preisträger im Videoporträt: http://www.kit.edu/forschen/21860.php

Science Pitch

Inhalt, Klarheit, Charisma: Diese drei Zutaten waren beim Science Pitch gefragt, in dem Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler des KIT dem Publikum ihre Themen kurz und knackig, in jeweils nur drei Minuten, präsentierten. Den Gewinner/Die Gewinnerin wählte das Publikum per Smartphone: Gewinner des Science Pitches ist Dr. Leonard Henrichs vom Institut für Angewandte Geowissenschaften, der Computern das “Schwitzen” abgewöhnen will: Er arbeitet an Verfahren, die dabei helfen, Energie und Wärme zu sparen – und die Computer gleichzeitig schneller zu machen.

PM: Karlsruher Institut für Technologie

Erfolg durch Vernetzung: Darüber diskutieren Moderator Markus Brock mit Corinna Hoose, Jörn Müller-Quade und Martin Wegener / Foto: Laila Tkotz

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