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SEAR GmbH aus Rostock erhält den Auftrag für den EnBW-Offshore-Windpark Hohe See sichern

Rostocker Offshore-Know-how in der Nordsee gefragt

(WK-intern) – Ohne das Know-how des auf Energie- und Industrietechnik sowie auf Offshore spezialisierten Rostocker Unternehmens SEAR GmbH geht derzeit in der Nordsee wenig.

Nachdem die SEAR bereits die Windparks Dudgeon und Galloper vor Großbritannien sowie Rentel vor Belgien mit spezieller Elektrotechnik ausgestattet hat, konnte sich das Unternehmen nun den Auftrag für den EnBW-Offshore-Windpark Hohe See sichern.

Im Auftrag des belgischen Stahlturmproduzenten Smulders installiert die SEAR in den 71 sog. Transition Pieces (TP = ca. 30m hohe und 6m im Durchmesser messende Verbindungsrohre zwischen dem Offshore-Fundament und dem Windmühlenturm) seetaugliche, hochkomplexe Elektrokomponenten. Nach Vorfertigung in den firmeneigenen Werkstätten in Rostock und der Endmontage in Antwerpen werden diese Komponenten dann in den Offshore-Windpark Hohe See verbaut. Das Volumen dieses Auftrages beläuft sich auf über zehn Millionen Euro. Geplant ist, diese Arbeiten bis zum April 2018 abzuschließen.

Der Nordsee-Windpark Hohe See ist ein Projekt der EnBW (Energie Baden-Württemberg) und liegt ca. 90 Kilometer nördlich vor Borkum und 100 Kilometer nordwestlich von Helgoland. Die 71 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 497 Megawatt sollen nach ihrer geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2019 jährlich rund zwei Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen. Mit dieser Energie können rund 560.000 Haushalte versorgt und rund 1,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Die Transition Pieces (TP) an den Offshore Windenergieanlagen sind das Verbindungsstück zwischen dem Monopile-Fundament, also dem Teil, das im Meeresboden steckt und bis zur Meeresoberfläche geht und dem eigentlichen Turm der Windmühle. Ein Transition Piece ist ca. 20-30m hoch und ca. 6m im Durchmesser und hat ein Gewicht von ca. 300t. Ein Transition Piece, dass im montierten Zustand ca. 1/3 unter Wasser und 2/3 über Wasser ist, ist nicht nur die mechanische Schnittstelle zwischen der Windmühle und der Befestigung im Meeresboden, sondern auch die Schnittstelle zwischen dem Mittelspannungsseekabel und dem Windmühlengenerator, sowie Zugangspunkt für Servicemonteure zur Windmühle.

An jedem Transition Piece ist ein Boat Landing installiert, damit Serviceschiffe anlegen und die Servicemonteure zum Eingang der Windmühle hochklettern können. Dazu ist am oberen Ende eines jeden Transition Pieces eine umlaufende Arbeitsplattform montiert. Auf dieser Plattform befindet sich ein elektrisch betriebener Davit-Kran, um Lasten hochzuziehen oder z. B. Verletzte zu bergen.

Aus den vorgenannten Anforderungen sind eine Vielzahl an elektrotechnischen Ausrüstungen an jedem Transition Piece zu installieren. Dazu zählen Einrichtungen, um das 33kV Mittelspannungsseekabel mit dem 33kV Netzanschluss der Windmühle zu verbinden. Ebenso müssen Einrichtungen in die TPs eingebaut werden, um Kommunikationsleitungen, die sich im 33kV Mittelspannungskabel befinden, später mit der Kommunikationsschnittstelle der Windmühle zu verbinden.

Um einen sicheren Betrieb der Windenergieanlagen auf See zu gewährleisten, sind weitere elektrotechnische Komponenten erforderlich, wie z. B. Navigationsbeleuchtung und Sonartransponder, um Schiffs- und U-Bootkollisionen zu vermeiden. Hinzu kommen elektrische Windmühlenidentifikationsanlagen und Flugbeleuchtung, um anfliegende Helikopter, die Servicemonteure zu den Windmühlen bringen, zu unterstützen. Stromversorgungs- und Beleuchtungsanlagen mit Notlichtfunktionen im Inneren der TPs und auch Außen für die Arbeitsplattform sowie dem Boat Landing sind zusätzlich erforderlich. Zum Schutz vor Korrosion unter Wasser am Transition Piece und dem Monopile sind in jedem TP sogenannte elektrische Kathodenschutzsysteme zu installieren.

All diese elektrotechnischen Einrichtungen werden von der SEAR in den TPs montiert und angeschlossen. Dazu wird ein großer Teil der Ausrüstung in der SEAR-Werkstatt in Rostock vorgefertigt, mit Kabeln versehen und vorgeprüft, so dass eine effiziente Installation durch die Mitarbeiter in Antwerpen möglich ist. Die große Herausforderung besteht u. a. darin, dass sämtliche Komponenten nach Installation auf See sofort und störungsfrei funktionieren müssen. Aktuell werden pro Woche mehrere Tausend Meter Kabel und hunderte von Geräten sowohl in der SEAR Werkstatt in Rostock vorgefertigt und vorgeprüft, als auch im TP Herstellerwerk in Antwerpen installiert, angeschlossen und in Betrieb genommen.

PM: SEAR GmbH

Pressebild: Windpark Hohe See wird mit komplexer Elektrotechnik ausgestattet

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