Forsa-Studie: Windenergie hat breiten Rückhalt bei Bürger/innen in Baden-Württemberg

Repräsentative Forsa-Studie im Auftrag der EnBW belegt hohe Akzeptanz in Baden-Württemberg

(WK-intern) – Der Ausbau der Windkraft als wichtigem Teil der Energiewende findet in der Bevölkerung in Baden-Württemberg mehrheitlich große Unterstützung und Zustimmung.

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie, die das Forsa-Institut im Auftrag der EnBW durchgeführt hat.

Die Umfrageergebnisse belegen, dass der Nutzung und dem Ausbau der Windkraft an Land grundsätzlich eine hohe Relevanz beigemessen wird. So gibt eine Mehrheit (79%) der befragten Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg an, dass das Thema eher bzw. sehr wichtig ist. Dies gilt im Besonderen für die jüngeren Befragten unter 30 Jahren (88%). Damit stehen rund vier Fünftel der Baden-Württemberger der Nutzung und dem Ausbau von Windkraft grundsätzlich positiv gegenüber.

„Die EnBW versteht die Energiewende als gesellschaftlichen Auftrag, den wir im Rahmen unserer Strategie EnBW 2020 konsequent und zügig umsetzen. Mit einem Ausbauziel von bundesweit 1000 Megawatt ist die Windenergie „an Land“ dabei ein wesentlicher Baustein.“, betont Dirk Güsewell, Leiter Erzeugung Portfolioentwicklung bei der EnBW. „Die Energiewende ist jedoch nur als Gemeinschaftsaufgabe zu schultern. Der Ausbau der Erneuerbaren kann nur dann funktionieren, wenn es gelingt, hierfür auch den entsprechenden Rückhalt in der Bevölkerung zu finden. Umso mehr freut uns, dass die Akzeptanz für Windkraftnutzung in Baden-Württemberg nachweislich hoch ist– insbesondere auch bei Bürgern, die in der Nähe von Windkraftanlagen leben und dadurch bereits Erfahrung mit Windenergie haben.“, so Güsewell weiter.

Eine deutliche Mehrheit (78%) der Befragten, die angeben, dass sich eine Windkraftanlage in der Nähe befindet oder im Bau ist, zeigt sich mit den Anlagen vor Ort „eher“ bzw. „voll und ganz“ einverstanden. Begründet wird dies insbesondere damit, dass Windkraft nicht bzw. niemanden stören würde. Lediglich jeder fünfte Befragte (22%) zeigt eine eher ablehnende Haltung – vor allem aus optischen Gründen (Zerstörung des Landschaftsbildes).

Die Umfrageergebnisse zeigen auch, dass in der Phase der Planung von Windkraftanlagen vorübergehend das kritische Potential der Bevölkerung signifikant ansteigt. In der Betriebsphase bildet sich das kritische Potential jedoch wieder zurück.

Laut Forsa-Studie sieht jeder zweite Befragte grundsätzlich eher Vorteile oder zumindest keine Auswirkungen für die Menschen in Regionen, in denen Onshore Windkraftanlagen errichtet werden. Vier von zehn Befragten befürchten dagegen eher Nachteile für die betroffenen Menschen.

Weniger große bzw. keine Bedenken werden spontan geäußert, weil die Windkraftnutzung nach Meinung der Befragten in Summe mehr Vor- als Nachteile mit sich bringt und der Ausbau als notwendige Konsequenz des Atomausstiegs bzw. als Alternative zum Atomstrom gesehen wird.

Etwa ein Fünftel der Bevölkerung in Baden-Württemberg steht dem Thema kritisch gegenüber. Dieser Bevölkerungsanteil ist in Regionen, in denen es Windkraftanlagen gibt ebenso hoch wie in Regionen, wo es keine Windkraftanlagen gibt. Es existiert vielmehr innerhalb der baden-württembergischen Gesamtbevölkerung eine Gruppe von Personen, die Windkraft grundsätzlich kritisch betrachten – unabhängig von einer direkten Betroffenheit.

„Erneuerbare Energien werden einen ganz entscheidenden Beitrag zur Zukunft der Energieversorgung in Deutschland leisten. Bereits seit einigen Jahren arbeiten wir deshalb mit großem Engagement am Umbau unseres Erzeugungsportfolios. Nichtsdestotrotz nehmen wir im Rahmen der Projektentwicklung auch wahr, dass der Bau von Windparks kontrovers diskutiert wird. Für uns war dies ein Anlass, mit der Forsastudie eine „Standortbestimmung“ vorzunehmen und uns der Frage zu stellen, ob wir – auf Basis eines breiten gesellschaftlichen Konsenses – noch auf dem richtigen Weg sind.“, erläutert Dirk Güsewell die Gründe, die zur Beauftragung dieser Umfrage geführt haben.

Zur Forsa-Studie:
Im Auftrag der EnBW hat das Meinungsforschungsinstitut forsa eine repräsentative Befragung zum Thema „Stimmungsbild onshore-Windkraft in Baden-Württemberg“ durchgeführt. Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 500, nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte Bürger ab 18 Jahren in Baden-Württemberg befragt. Die Erhebung wurde vom 5.-12. Oktober 2016 mithilfe computergestützter Telefoninterviews durchgeführt. Die Untersuchungsbefunde werden in einem detaillierten Ergebnisbericht vorgestellt, der unter www.enbw.com/onshore-befragung abrufbar ist. Die nächste Befragung zum „Stimmungsbild onshore“ soll im Herbst 2017 erfolgen.

PM: EnBW

Im Auftrag der EnBW hat das Meinungsforschungsinstitut forsa eine repräsentative Befragung zum Thema „Stimmungsbild onshore-Windkraft in Baden-Württemberg“ durchgeführt.

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