Teil 2 – Welche Risiken drohen Windenergieanlagen und ihren Betreibern?

IG Windkraft fordert Abbau der Warteschlange der genehmigten Windkraftprojekte / Foto: HB

Es gibt viele Beispiele dafür, dass ein Windprojekt stets auch mit Risiken verbunden ist.

(WK-intern) – Einige davon hat auch der internationale Windenergie-Marktplatz wind-turbine.com im ersten Teil seines Themenspecials unter die Lupe genommen und dabei Mittel und Wege beschrieben, wie Betreiber von Windenergieanlagen mit jenen Risiken umgehen können.

Nun ist der zweite Teil der Artikelreihe im Magazin des Portals erschienen und auch hier dreht sich alles um die potenziellen Gefahren, die insbesondere während des Betriebes von Windparks drohen.

Kleine Ursache, katastrophale Folgen

Obwohl Windenergieanlagen zu den sichersten Bauwerken in Deutschland gehören und höchsten Ansprüchen genügen müssen, um überhaupt genehmigt werden zu können, so ereignen sich laut Bundesverband Windenergie jährlich sechs bis sieben größere Zwischenfälle, wie zum Beispiel Brände nach Blitzschlägen oder das Herabfallen von Rotorblättern. Ein recht kleiner Prozentsatz, wenn man bedenkt, dass über 27.000 Windenergieanlagen in Deutschland installiert sind. Die Havarien im Dezember 2016 und Januar 2017 zeigten jedoch, dass schon eine relativ simple Ursache fatale Folgen haben kann. Innerhalb weniger Wochen knickten nämlich vier Windenergieanlagen in verschiedenen deutschen Windparks wie Strohhalme um, weil eine veraltete Pitch-Regelung bei zu starkem Wind nicht ordnungsgemäß funktionierte. Anlagenbetreiber sollten also nicht nur Ihre Anlage technisch sorgfältig in Schuss halten, sondern sich mit einem umfassenden Windenergie-Versicherungskonzept ausreichend gegen Extremfälle wie diese absichern.

Kriminelle Energie als Gefahr

Auch, wenn Sie äußerlich nicht unbedingt den Anschein erwecken , so werden Windenergieanlagen – nicht selten sogar ganze Windparks – immer häufiger zum Ziel von Dieben. Genauer gesagt von Buntmetalldieben, welche sich die Abgelegenheit der Anlagenstandorte zunutze machen und nahezu ungestört mehrere Tonnen armdicker Kupferkabel je Anlage erbeuten. Um an das Diebesgut zu gelangen, brechen Sie in das Innere der Windenergieanlage ein, setzen sie meist per Notstopp außer Betrieb, durchtrennen die Stränge und erzielen auf dem Schottmarkt bis zu 5.000 Euro je Tonne Kupfer. Für Betreiber sind die materiellen Schäden weitaus größer, ganz zu schweigen von den entgangenen Erträgen. Entsprechende Sicherheitsvorkehrungen gegen Einbrüche und eine Diebstahlversicherung können die Gefahren und Folgen aus krimineller Energie jedoch eindämmen und so eine finanzielle Katastrophe abwenden.

Mehr im zweiten Teil der Artikelreihe

Die Risiken sind keineswegs unüberschaubar und es gibt viele Wege, wie sich Betreiber effektiv davor schützen können – doch welche weiteren Gefahren lauern? Lesen Sie dies in der Fortsetzung des Risiko-Themenspecials auf wind-turbine.com!

PM: wind-turbine.com GmbH

Windanlagen / Foto: HB

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