Kontinuierlicher 30-Minuten Intraday-Handel für Frankreich, Deutschland und Schweiz erfolgreich gestartet

450,45 MWh in den ersten 24 Stunden gehandelt

(WK-intern) – Die europäische Strombörse EPEX SPOT und das Clearinghaus European Commodity Clearing (ECC) haben den kontinuierlichen 30-Minuten-Handel von Strom-Spotkontrakten für den französischen, deutschen und schweizerischen Intraday-Markt erfolgreich gestartet.

Dieser ermöglicht den lokalen und impliziten grenzüberschreitenden Handel an den entsprechenden Grenzen. Insgesamt wurden in den ersten 24 Stunden 450,45 MWh in den neuen Produkten gehandelt, darunter 118,65 MWh in Frankreich, 328,20 MWh in Deutschland und 3,6 MWh in der Schweiz. 48% des gesamten Handelsvolumens entfielen auf den grenzüberschreitenden Handel.

Die grenzüberschreitende Kapazitätszuweisung in 30-Minuten-Sequenzen durch die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNBs) Amprion, RTE, Swissgrid und TransnetBW ist bereits seit 2015 möglich. Als zentrale Gegenpartei für alle Transaktionen der EPEX SPOT übernimmt die ECC das Clearing und die Abwicklung der neuen Kontrakte.

Die neuen 30-Minuten Kontrakte am kontinuierlichen Intraday-Markt ermöglichen es, die zunehmenden Herausforderungen an Flexibilität auf dem Strommarkt effizienter zu steuern. Bisher betrug die kürzeste handelbare Zeiteinheit auf dem französischen Intraday-Markt eine Stunde. „Dieses Produkt bietet unseren Kunden signifikante Vorteile. Die Einführung der 30-Minuten Kontrakte unterstützt Marktteilnehmer aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz ihre Ausgleichsanforderungen gegenüber dem französischen Übertragungsnetzbetreiber zu erfüllen und ermöglicht weitere Handelsmöglichkeiten mit deutschen und schweizerischen Handelsteilnehmern“, erklärt Jonas Törnquist, Chief Operating Officer der EPEX SPOT.

Der lokale Handel der halbstündigen Kontrakte für den jeweils folgenden Tag öffnet um 15:30 Uhr in Frankreich, Deutschland und der Schweiz und damit zwischen der Öffnung der stündlichen und viertelstündlichen Kontrakte um 15:00 Uhr und 16:00 Uhr. Der lokale Handel schließt für Deutschland und Frankreich 30 Minuten vor dem Beginn der Lieferung, für die Schweiz 60 Minuten vor Beginn der Lieferung.

Die Zeitpläne des grenzüberschreitenden Handels für die halbstündigen Kontrakte sind auf die Zeitpläne der Kapazitätszuweisung an der französisch-deutschen und französisch-schweizerischen Grenze abgestimmt. Folglich öffnet der grenzüberschreitende Handel um 18:00 Uhr für die deutsch-schweizerische Grenze und um 21:05 Uhr für die französisch-deutsche und französisch-schweizerische Grenze.

Die Europäische Strombörse EPEX SPOT SE und ihre Tochtergesellschaften betreiben die Märkte für physischen kurzfristigen Stromhandel in Zentralwesteuropa und dem Vereinigten Königreich. Die Schaffung eines gesamteuropäischen Strommarkts ist integraler Teil der Mission der EPEX SPOT. Im Jahr 2016 handelten ihre 278 Handelsteilnehmer 529 TWh Strom – ein Drittel des Stromverbrauchs dieser acht Länder. Über die Holding HGRT sind Übertragungsnetzbetreiber mit 49 % an der EPEX SPOT beteiligt. EPEX SPOT ist Teil der EEX-Gruppe. Für weitere Informationen besuchen sie bitte www.epexspot.com.

Die European Commodity Clearing (ECC) ist das zentrale Clearinghaus für Energie und energienahe Produkte in Europa und Teil der EEX-Gruppe. Als zentrale Gegenpartei übernimmt die ECC das Kontrahentenrisiko und bietet ihren Kunden damit Sicherheit. Derzeit übernimmt die ECC das Clearing sowie die physische und finanzielle Abwicklung für Transaktionen, die an den Börsen der EEX-Gruppe sowie an HUPX und NOREXECO abgeschlossen werden. Durch das integrierte Clearing aller Produkte können die Handelsteilnehmer von erheblichen Margin-Einsparungen profitieren.

PM: ECC

Internetauftritt: http://www.ecc.de/ecc-en/

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