Olaf Scholz eröffnet 14. Hamburg Offshore Wind Conference

Auf der Leitkonferenz der Windenergie-Branche wird über die Zukunft der Offshore-Windenergie nach 2020 diskutiert:

(WK-intern) – Was bedeuten die aktuellen Ausschreibungen für die Wirtschaftlichkeit Erneuerbarer Energien in Deutschland?

Auf Einladung der technischen Beratungs- und Zertifizierungsgesellschaft DNV GL und des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) treffen sich am 4. und 5. April 2017 in Hamburg internationale Führungskräfte der Windindustrie sowie Vertreter von Bund und Umweltverbänden zur 14. Hamburg Offshore Wind (HOW) Conference.

Thema der Tagung ist die Rolle der Offshore-Windenergie innerhalb der deutschen und europäischen Energieversorgung unter geänderten politischen Rahmenbedingungen. Die Eröffnungsrede hält am Abend des 4. April Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, der der Offshore-Windenergiewirtschaft eine herausragende Bedeutung für Hamburg und Norddeutschland beimisst: „Ein Offshore-Windpark ist eine planerische, technische und logistische Meisterleistung – erbracht von Projektentwicklern, vielen verschiedenen Herstellern und Komponentenlieferanten, von maritimen Dienstleistern, Logistikern, Hafenbetreibern, Werften und natürlich den zuständigen Behörden. Viele dieser Akteure haben ihre Heimat in der Metropolregion Hamburg. Als eine ,Windhauptstadt‘ in Europa ist Hamburg ein wichtiges Zentrum für die Offshore-Branche. Einige der international bedeutendsten Hersteller von Windenergieanlagen haben bei uns ihren Hauptsitz. Ihre Entwicklungsabteilung und den Vertrieb haben sie hier oftmals gleich mit angesiedelt.“

Weitere hochrangige Vertreter der Windenergiebranche haben ihre Teilnahme an der Tagung zugesagt. Die Gastgeber, DNV GL Geschäftsführer Dr. Andreas Schröter und Jan Rispens vom EEHH freuen sich auf interessante Diskussionsrunden: Zu Wort kommen wird unter anderen Vattenfall Wind-Vorstand Gunnar Groebler, der die EEG Novelle ausdrücklich begrüßt: „Aus unserer Sicht ist das Ausschreibungsmodell der richtige Weg zu mehr Wettbewerb und Kosteneffizienz in der deutschen Offshore-Windenergiewirtschaft. In einem attraktiven, wettbewerblichen Umfeld schaffen die politischen Rahmenbedingungen die nötige Sicherheit bei der weiteren Planung der Projekte. Wir befürworten diese Maßnahme ausdrücklich. In den Niederlanden und in Dänemark hat sich das Modell bereits bewährt: Nach Einführung wettbewerblicher Auktionsmodelle im vergangenen Jahr war ein deutlicher Trend zu Kostensenkungen zu verzeichnen. Vattenfall hat dabei mit dem Gewinn des dänischen Projektes Kriegers Flak zu einem Preis von 4,99 Eurocent pro Kilowattstunde einen neuen Maßstab für Kosteneffizienz gesetzt.“

Für Dr. Peter Ahmels, Leiter Energie und Klimaschutz bei der Deutschen Umweltwelthilfe (DUH), haben Netzausbau und Bevölkerungseinbindung Vorrang: „Der konsequente Ausbau des Übertragungsnetzes an Land und auf See ist die Voraussetzung für die weitere Realisierung von Offshore-Windparks in Deutschland, insbesondere nach 2020. Hierfür wurden in den vergangenen Jahren mit vielen neuen Gesetzen die planerischen Grundlagen gelegt. Sie finden jetzt Eingang in die Praxis und führen zu einer früheren und besseren Information der Kommunen und Anwohner. Mit dem Erdkabelvorrang auf den großen Nord-Süd-Strecken sind langfristig weniger Umweltauswirkungen verbunden.“

Weitere Referenten der Konferenz sind:
• Michael Hannibal, CEO Offshore der Siemens Wind Power Division als Keynote Sprecher
• Wilfried Breuer, CEO TenneT Offshore
• Prof. Dr.-Ing. habil. István Erlich, University Duisburg-Essen
• Norbert Giese, Vice President Agency & Government Relations, Senvion
• Henrik Bæk Jørgensen, Chief Project Manager, Head of Product Management, MHI Vestas Offshore Wind
• Stefan Kansy, Director New Projects (Power Generation), EnBW
• Jörg Kuhbier, Chairman of the Executive Board of Stiftung Offshore Windenergie
• Volker Malmen, Managing Director, DONG Energy Germany
• Christoph Mertens, Executive Counsel, Pan-EU Renewable Energy Business Department, Sumitomo Deutschland
• Dr. Jochen Patt, Beisitzer Beschlusskammer 6, Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, BNetzA
• Dr. Ursula Prall, Advocate / Partner, Becker Büttner Held
• Dr. Henrich Quick, Leiter Projekte Offshore, 50Hertz
• Peter Schäfer, Team Head Wind Power – Director, KfW IPEX-Bank
• Ralf Skowronnek, Head of Renewable Energy Continental Europe, Marsh GmbH together with DNV GL
• Sven Utermöhlen, Director Offshore Wind, E.ON Climate & Renewables Central Europe
• Alf Henryk Wulf, Chairman of the Executive Board, GE Power

Die Hamburg Offshore Wind Conference ist eine branchenweit etablierte Tagung, die bekannt ist für fachlich wie politisch hochkarätige Besetzung sowie Inhalte und als Networking Event geschätzt wird. Die Konferenz besuchten in den letzten Jahren jeweils 150 bis 200 internationale Teilnehmer.

Weitere Informationen zur Hamburg Offshore Wind Conference unter: www.hamburgoffshorewind.com

PM: DNV GL

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