Noch immer schlummern versteckte Stromfresser in den Haushalten

(WK-intern) – In vielen deutschen Haushalten stehen inzwischen moderne Großgeräte, die im Vergleich zu ihren Vorgängermodellen deutlich weniger Strom verbrauchen. In den Fassungen der Deckenlampen tauchen moderne LED-Spots die Wohn- und Schlafräume in ein warmweißes, günstiges Licht. Die Waschmaschine hat Energieeffizienz A +++ und auch Kühlschrank und E-Herd sind neuere Modelle. Und trotzdem ist der Stromverbrauch im Vergleich zu den Vorjahren nicht so wie erwünscht gesunken. Viele Verbraucher fragen sich, wo die Energie bleibt, die sie nicht mehr aktiv verbrauchen, doch dass der Stromverbrauch der Haushalte trotzdem nur geringfügig sinkt, liegt oft nicht an den Geräten selbst. Oft sind es die kleinen Stromwandler zwischen Steckdose und Gerät, die 24 Stunden am Tag Energie absaugen, auch wenn kein Akku aufgeladen wird.

Foto: pixabay.com / ChristianOehlenberg

Bequemlichkeit kostet bares Geld

Dass Computer und Fernseher im Standby unnötig Strom kosten, ist den meisten Verbrauchern inzwischen bekannt. Ein paar Fakten zum Thema:

  • Mehrere hundert Euro lassen sich im Jahr einsparen, wenn die Geräte an eine Steckdosenleiste mit Ein- und Ausschalter angeschlossen werden. Dazu muss aber der Stromfluss auch dort unterbrochen werden.
  • Moderne Varianten von Steckdosenleisten lassen sich sogar per Fernbedienung ein und ausschalten. Zwar benötigt die Funkverbindung durch den Bereitschaftsbetrieb ebenfalls Energie, doch in Büros oder bei der Heimkinoanlage mit DVD-Player und Verstärker ist das Einsparpotenzial noch immer rentabel. Dennoch: Wer Energie sparen will, setzt auf die manuelle Variante.
  • Alternativ gibt es Varianten mit Zeitschaltuhr. Geräte, die nachts nicht benötigt werden, lassen sich so ganz einfach und zuverlässig vom Stromnetz trennen. Wer die intelligenten Steckerleiste richtig nutzt, spart wertvolle Energie ein.
  • Zusätzlich kann ein Anbieterwechsel die Stromrechnung noch weiter sinken lassen. Online kann jeder in wenigen Minuten einen Stromvergleich durchführen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln.

Jedes Ladegerät zieht unnötig Strom aus der Steckdose

Das Handy wird für eine Stunde zum Laden angehängt und dann trennt man einfach den Micro-USB-Stecker vom Gerät, während das Ladegerät in der Steckdose bleibt. So läuft es millionenfach in den Haushalten auf der ganzen Welt. Das kleine Ladegerät, mit dem der Strom für den Handy- oder Tablet-Akku umgewandelt wird, zieht damit weiter kostenpflichtige Energie aus dem Netz. In den Kinderzimmern gibt es oft mehrere Konsolen und sogenannte Handhelden, die ähnlich wie Smartphones mit Akkus betrieben werden. Sie müssen über Ladegeräte mit frischer Energie versorgt werden, wenn der interne Stromspeicher leer ist.

Da es noch nicht für alle Geräte genormte Anschlüsse gibt, saugen in einem einzigen Kinderzimmer schon mal fünf oder sechs verschiedene Ladegeräte die Energie aus dem Netz, auch wenn gerade kein Akku geladen werden soll. Wie bei den Elektroautos gibt es für die Unterhaltungselektronik inzwischen sogar Schnellladegeräte, die einen leeren Akku in weniger als 30 Minuten wieder aufladen können. In diesen Modellen wird zwar ein Überhitzungsschutz verbaut, doch bis die Temperatur zur automatischen Abschaltung erreicht ist, zieht das Ladegerät fleißig Strom aus der Steckdose.

Das Bundesamt für Umweltschutz appelliert an die Verbraucher

Das Bundesamt für Umweltschutz unterstützt Unternehmen und Privathaushalte beim Stromsparen. Unter anderem raten die Experten zur Anschaffung eines Strommessgeräts. Das kleine Gerät wird zwischen Steckdose und Ladegerät bzw. das zu messende Gerät geklemmt und zeigen an, wie viel Energie aus der Steckdose gezogen wird. Die Überraschung ist oft groß, denn auch kostenbewusste Verbraucher tappen immer wieder in die Stromfalle. Zum Beispiel sind die kleinen Heizlüfter, die in den Übergangsjahreszeiten für ein warmes Badezimmer sorgen, sehr hungrig und benötigen trotz Temperaturfühler und Abschaltautomatik viele Kilowattstunden in den kühlen Jahreszeiten. Der Heizkörper auf kleiner Stufe kann hier schon deutlich günstiger für eine behagliche Wärme sorgen.

PM: CIS

Weitere Beiträge:





Top