Nettoumsatz plus 40% und 9% mehr Auftragseingang bei Meyer Burger in 2016

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Meyer Burger – Bekanntgabe Jahresergebnis 2016

  • Auftragseingang +9% auf CHF 455.6 Mio. erhöht
  • Nettoumsatz +40% auf CHF 453.1 Mio. gesteigert
  • EBITDA in Höhe von CHF 10.5 Mio., Turnaround bestätigt
  • Operativer Cashflow um CHF 54.5 Mio. auf CHF +2.6 Mio. verbessert
  • Rekapitalisierungsprogramm erfolgreich abgeschlossen
  • Bilanzstruktur durch Kapitalerhöhung im Dezember 2016 substanziell gestärkt
  • Zielsetzung 2017: Umsatz auf Vorjahresniveau und deutliche Verbesserung der Profitabilität

(WK-intern) – Meyer Burger Technology AG (SIX Swiss Exchange: MBTN) erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Auftragseingang von CHF 455.6 Mio., dies entspricht einem Anstieg von 9% (Vorjahr CHF 418.9 Mio.).

Der Auftragsbestand per 31. Dezember 2016 lag bei CHF 244.5 Mio. und bildet damit eine gute Ausgangsbasis für das Berichtsjahr 2017. Der Nettoumsatz konnte um 40% auf CHF 453.1 Mio. (Vorjahr CHF 323.6 Mio.) gesteigert werden.

Auf Stufe EBITDA hat Meyer Burger mit einem Ergebnis von CHF 10.5 Mio. den Turnaround bestätigt (Vorjahr CHF -55.9 Mio.). Das EBITDA 2016 enthält einmalige, ausserordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Strukturprogramm in Höhe von CHF 3.5 Mio. Der Verlust auf Stufe Konzernergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert werden, belief sich aber noch auf CHF -97.1 Mio. (Vorjahr CHF -169.0 Mio.), inklusive einmaliger Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen von insgesamt CHF 11.9 Mio. verursacht durch die Einstellung der Geschäftsaktivitäten bei der US-Tochtergesellschaft DMT. Mit dem bereits Ende September 2016 lancierten Strukturprogramm und weiteren Optimierungen hat Meyer Burger die Grundlage gelegt, den Turnaround auch auf Stufe Nettoergebnis möglichst rasch herbeizuführen.

Für das Geschäftsjahr 2017 hat sich die Gesellschaft einen Umsatz auf Vorjahresniveau und eine deutliche Verbesserung der Profitabilität zum Ziel gesetzt.

JAHRESERGEBNIS 2016 IM DETAIL
Die Erwartung von Meyer Burger, dass Wafer-, Zell- und Modulhersteller im 2016 neue Investitionen in Technologieerweiterungen (Upgrades) und teilweise auch in die Erweiterung von Produktionskapazitäten tätigen werden, hat sich bestätigt.

Im Auftragseingang des Jahres 2016 verspürte die Gruppe insbesondere eine anhaltend starke Nachfrage nach Upgrade-Technologien, was sich in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahrs 2017 fortgesetzt hat. Das Volumen an neu erteilten Aufträgen erhöhte sich um 9% auf CHF 455.6 Mio. (Vorjahr CHF 418.9 Mio.). Im Segment Photovoltaik konnten nebst diversen kleineren und mittleren Aufträgen verschiedene grössere Aufträge für Diamantdrahtsägen, Heterojunction Technologie, SmartWire Connection sowie MB PERC / MAiA Technologien in einem Gesamtwert von rund CHF 146 Mio. (Vorjahr CHF 142 Mio.) gewonnen werden. Im Bereich Specialised Technologies konnten ebenfalls wichtige Aufträge in den unterschiedlichen Märkten, die dieses Segment adressiert, verzeichnet werden.

Der Auftragsbestand per 31. Dezember 2016 lag bei CHF 244.5 Mio. (31.12.2015 CHF 257.5 Mio.) und bildet damit eine gute Ausgangsbasis für das angelaufene Berichtsjahr 2017. Die Book-to-Bill Ratio (Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz) lag bei 1.01 (Vorjahr 1.29).

Der Nettoumsatz stieg um 40% auf CHF 453.1 Mio. (Vorjahr CHF 323.6 Mio.). Damit wurde die Zielsetzung eines soliden Umsatzwachstums und die Guidance, welche im Rahmen des Rekapitalisierungsprogramms veröffentlicht wurde (CHF 420 – 450 Mio.) erreicht bzw. etwas übertroffen. Bereinigt um leicht positive Währungseinflüsse (1.4%) und die Devestition der Roth & Rau Ortner Gesellschaften im August 2015 belief sich das organische Umsatzwachstum auf einer like-for-like Vergleichsbasis auf 43%.

Die Betriebsleistung nach Materialaufwand und Vorleistungen belief sich im Berichtsjahr 2016 auf CHF 211.3 Mio. (Vorjahr CHF 154.2 Mio.). Die Betriebsleistungsmarge blieb mit 46.6% im Rahmen des Vorjahres und der Erwartungen (Vorjahr 47.7%).

Die in den Vorjahren getätigten Massnahmen zur Reduktion der operativen Kosten entfalteten erwartungsgemäss ihre Wirkung. Entsprechend lagen die Betriebskosten insgesamt, trotz höherem Umsatz, auf einem tieferen Niveau als im Vorjahr. Der Personalaufwand lag im Berichtsjahr 2016 bei CHF 150.5 Mio. (Vorjahr CHF 154.8 Mio.), der sonstige Betriebsaufwand bei CHF 50.2 Mio. (Vorjahr CHF 55.4 Mio.). Durch das Ende September 2016 eingeleitete Strukturprogramm sind im Berichtsjahr 2016 auch einmalige ausserordentliche Aufwendungen von rund CHF 3.5 Mio. entstanden. Die Kostenreduktion aus dem Personalabbau im Rahmen des Strukturprogramms wird aufgrund der einzuhaltenden Kündigungsfristen mehrheitlich erst in der zweiten Jahreshälfte 2017 sichtbar werden.

Beim Betriebsergebnis EBITDA hat sich der Turnaround mit einem positiven Ergebnis von CHF 10.5 Mio. (Vorjahr CHF -55.9 Mio.) bestätigt.

Das Ergebnis auf Stufe EBIT belief sich auf CHF -44.4 Mio. (Vorjahr CHF -128.7 Mio.). Die Abschreibungen und Amortisationen von immateriellen Werten betrugen insgesamt CHF 54.9 Mio. (Vorjahr 72.7 Mio.).

Das Finanzergebnis netto betrug CHF -20.3 Mio. (Vorjahr CHF -28.2 Mio.). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist grösstenteils auf unterschiedliche Bewertungseffekte bei der Stichtagsbewertung von Konzerndarlehen an ausländische Tochtergesellschaften zurückzuführen (aufgrund unrealisierter Wechselkursgewinne bzw. -verluste).

Das ausserordentliche Ergebnis enthält die Kosten im Zusammenhang mit der Entscheidung, die Drahtproduktion von Diamantdraht bei Diamond Material Tech (DMT) in Colorado Springs, USA, einzustellen. Dieser Entscheid führte in der Jahresrechnung 2016 zu einmaligen, nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen und Wertberichtigungen von Warenlager und Produktionsanlagen sowie zu Rückstellungen. Das ausserordentliche Ergebnis belief sich auf CHF -11.9 Mio. (Vorjahr 0).

Bei den Steuern verzeichnete Meyer Burger im Berichtsjahr 2016 einen Steueraufwand von CHF 20.6 Mio. (Vorjahr Steueraufwand von CHF 12.2 Mio.). Der Steueraufwand im 2016 ist mehrheitlich auf Wertberichtigungen von aktivierten Steuerguthaben aus Verlustvorträgen zurückzuführen.

Der Verlust auf Stufe Konzernergebnis lag bei CHF -97.1 Mio. (Vorjahr CHF -169.0 Mio.), inklusive dem ausserordentlichen Ergebnis von CHF -11.9 Mio. betreffend DMT. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf CHF -0.30 (Vorjahr CHF -0.53).

Bilanz: Die Bilanzstruktur wurde durch die Kapitalerhöhung im Dezember 2016 substanziell gestärkt. Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme per 31. Dezember 2016 auf CHF 629.9 Mio. (31.12.2015 CHF 572.3 Mio.). Im Umlaufvermögen beliefen sich die flüssigen Mittel auf CHF 246.4 Mio., die Warenvorräte auf CHF 95.2 Mio. Zudem hält Meyer Burger bereits CHF 3.1 Mio. an der 5% Obligationenanleihe, die im Mai 2017 fällig wird. Das Anlagevermögen bestand mehrheitlich aus Sachanlagen CHF 100.5 Mio., immateriellen Anlagen CHF 43.8 Mio. und latenten Ertragssteuerguthaben CHF 71.7 Mio.

Auf der Passivseite der Bilanz beliefen sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf CHF 131.5 Mio., die insbesondere die 5% Obligationenanleihe 2017 betreffen. Das verbleibende Fremdkapital bestand mehrheitlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen CHF 28.0 Mio., Kundenanzahlungen CHF 58.3 Mio., Rückstellungen CHF 11.4 Mio. und langfristigen Finanzverbindlichkeiten CHF 118.7 Mio. Das Eigenkapital betrug CHF 234.4 Mio. per 31. Dezember 2016 (31.12.2015 CHF 175.0 Mio.). Die Eigenkapitalquote per Jahresende 2016 lag bei 37.2% (31.12.2015 bei 30.6%) und wird sich nach Rückzahlung der CHF 130 Mio. 5% Obligationenanleihe im Mai 2017 weiter erhöhen (als Effekt aus der entsprechenden Verkürzung der Bilanz).

Im Berichtsjahr 2016 betrug der operative Cashflow CHF +2.6 Mio. (Vorjahr CHF -51.9 Mio.) und hat sich gegenüber dem Vorjahr um CHF 54.5 Mio. verbessert. Wesentlich dazu beigetragen haben eine markante Verbesserung der operativen Leistung und gleichzeitig eine Abnahme des Nettoumlaufvermögens.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag bei CHF -9.0 Mio. (Vorjahr CHF -11.7 Mio.). Die Investitionen in Sachanlagen betrugen netto CHF 4.9 Mio. Des Weiteren wurden für CHF 3.1 Mio. Obligationen der von Meyer Burger ausstehenden 5% Obligationenanleihe 2017 gekauft.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf CHF +151.5 Mio. (Vorjahr CHF -2.0 Mio.). Durch die Kapitalerhöhung im Dezember 2016 flossen dem Unternehmen netto CHF 155.1 Mio. an flüssigen Mitteln zu. Neben den Kapitalerhöhungskosten wurden für die Refinanzierung der Wandelanleihe CHF 3.0 Mio. an flüssigen Mitteln aufgewendet.

Rekapitalisierung erfolgreich abgeschlossen
Das im November und Dezember 2016 durchgeführte Rekapitalisierungsprogramm wurde im März 2017 mit der Rechtskraft des Gerichtsurteils des Obergerichts des Kantons Bern (welches die von der Gläubigerversammlung am 25. November 2016 beschlossenen Anpassungen der CHF 100 Mio. Wandelanleihe genehmigt hatte) endgültig und erfolgreich vollzogen.

Die Rückzahlung der am 24. Mai 2017 fällig werdenden CHF 130 Mio. Obligationenanleihe ist gesichert und wird aus den flüssigen Mitteln erfolgen.

Ausblick
Der langfristig positive Trend in der Solarenergie bleibt bestehen und PV-erzeugte Energie wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten einen immer wichtigeren Platz in der gesamten zukünftigen Energieversorgung einnehmen. Für die Kunden von Meyer Burger bedeuten das kontinuierliche Wachstum an endinstallierter PV-Basis wie auch die Preiskonstellationen bei Solarmodulen, dass sie neue Investitionen tätigen müssen, um mit den Technologiefortschritten bei der Zell- und Moduleffizienz mitzuhalten und von dem hohen Marktwachstum zu profitieren.

Für das Geschäftsjahr 2017 hat sich die Gesellschaft einen Umsatz auf Vorjahresniveau und eine deutliche Verbesserung der Profitabilität zum Ziel gesetzt.

PM: Meyer Burger

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