Wann lohnt sich Repowering?

Bild aus dem Video: Wann lohnt sich Repowering?

Das Repowering, also der Austausch alter gegen neue Windenergieanlagen mit deutlich höherer Leistung, kann für Betreiber äußerst lukrativ sein – vorausgesetzt, alle Voraussetzungen dafür sind erfüllt und das Projekt perfekt koordiniert und durchgeführt.

(WK-intern) – Im vierten Teil der Interviewreihe zum Thema Repowering hat wind-turbine.com-TV den Vestas-Repowering-Leiter Jens Kück einmal gefragt, wann sich Repowering im Allgemeinen für Anlagenbetreiber lohnt.

Die Effizienz entscheidet

Es gibt Windenergieanlagen, die in Deutschland und vielen anderen Ländern bereits seit Jahren zuverlässige Dienste verrichten und für stabile Erträge sorgen. Modelle, wie die Vestas V44 oder V47 sind typische Beispiele dafür. Nun könnten es Windkraftanlagen-Betreiber natürlich ganz mit dem Satz „Never change a winning team“ halten und sie bis zur angesetzten technischen Lebensdauer von 20 Jahren oder gar darüber hinaus Windstrom erzeugen lassen. Ob sich das lohnt, steht allerdings auf einem anderen Blatt geschrieben. Schließlich sind Anlagen heutiger Bauart weitaus effizienter, sodass eine Vervielfachung der Nennleistung an einem Windstandort möglich ist. „Grundsätzlich lohnt sich Repowering immer dann, wenn die Anlagen am neuen Standort effizient errichtet werden können“, erklärt Vestas-Repowering-Leiter Jens Kück.

Repowering nicht erst zum Ende der technischen Lebensdauer

Wann genau der beste Zeitpunkt für ein Repowering ist, lässt sich pauschal nicht sagen, denn dazu fließen zu viele Faktoren in die Kalkulation ein. Dazu gehören beispielsweise die Investitionskosten für die neuen Anlagen, aber auch die Planungskosten, Rückbaukosten, Errichtungskosten, Betriebskosten, Versicherungskosten und einige mehr. Ein Teil der Repowering-Kosten kann allerdings durch den Verkauf der alten Anlagen aufgefangen werden, wenn sich diese noch in einem guten Zustand befinden. Dass hierzulande nicht erst die vollen 20 Jahre vergehen müssen, bis repowert werden kann, beweisen die Erfahrungen der Repowering-Dienstleister : „Zwischen 2013 und 2015 betrug in Deutschland das Durchschnittsalter einer stillgelegten Anlage zirka 16 Jahre.“, so Kück. Wie die Situation in Zukunft aussieht, wird sich mit Blick auf das 2017 eingeführte Ausschreibungs- beziehungsweise Auktionssystem noch genauer herausstellen. Erfahren Sie mehr über dieses Thema im vollständigen Artikel aus der wind-turbine.com-TV-Interviewreihe!

PM: WIV GmbH

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