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Siemens eröffnet neues Werk für Rotorblätter für Windturbinen im britischen Hull

Offshore-Installation der Windturbine SWT-7.0-154 / Pressebild: Siemens

Siemens eröffnete heute offiziell sein neues Rotorblattwerk für Offshore-Windturbinen in Hull, Großbritannien.

  • Erste 75-Meter lange Rotorblätter bereits hergestellt
  • Ab Anfang 2017 bis zu 1.000 Arbeitsplätze am Standort
  • Einweihung mit Politik- und Unternehmensvertretern

Der britische Wirtschafts- und Energieminister Greg Clark sowie lokale Politikvertreter waren bei der Eröffnung anwesend. Innerhalb von zwei Jahren hat sich der Standtort am Alexandra Dock von einem verfallenden Industriegebiet in ein Hightech-Produktionszentrum verwandelt. Die ersten 75 Meter langen Rotorblätter aus der hochmodernen Fertigung lagern schon jetzt vor Ort bis sie Anfang 2017 zum ersten Offshore-Windprojekt Race Bank ausgeliefert werden.

“Die heute eröffnete Fertigung in Hull befindet sich in einem der wichtigsten Märkte für Offshore-Windkraft und wird Rotorblätter für unsere sieben und acht Megawatt starken Windkraftanlagen produzieren”, sagte Michael Hannibal, CEO Offshore von Siemens Wind Power. “Die neue Produktionsstätte ist Teil unserer Bestrebungen, Offshore-Windenergie als eine tragende Säule in einem nachhaltigen Energiemix in Europa zu etablieren. Gleichzeitig schaffen wir hier bis zu 1.000 attraktive Arbeitsplätze und unterstützen so einen nachhaltigen Strukturwandel in der Region Humber.”

Gemeinsam mit dem Partner Associated British Ports (ABP) investiert Siemens 310 Millionen britische Pfund in das neue Werk in Hull. Ziel ist es, einen erstklassigen Standort für die Fertigung und Montage von Offshore-Windkomponenten sowie einen hochmodernen Logistikstützpunkt zu errichten. Im Mittelpunkt der Investition steht das Rotorblattwerk, das nun vollständig in Betrieb genommen wurde. Das Areal um das Alexandra Dock umfasst einen neu gebauten Hafen für die Vormontage sowie Verladerampen um die Windturbinenkomponenten zu verschiffen. Der komplette Standort wird Anfang 2017 den Betrieb aufnehmen.

Siemens hat bislang knapp 700 Mitarbeiter für das neue Werk in Hull eingestellt. Weitere 100 Arbeitsplätze sind für Lieferanten von Siemens am Alexandra Dock entstanden. Bis Anfang 2017 wird die Zahl der Beschäftigten auf bis zu 1.000 ansteigen – mehrere hundert Arbeitsplätze entstanden während der Bauarbeiten und durch die Etablierung der Zulieferkette.

Das neue Fabrikareal erstreckt sich auf einer Fläche von 540.000 Quadratmetern und umfasst ein ehemaliges Hafenbecken. Die Produktionsstätte selbst ist 40.000 Quadratmeter groß. Lager und Montage arbeiten vernetzt über moderne Datenbanksysteme zusammen – der Materialfluss in der Fabrik basiert auf dem Siemens Produktionssystem (SPS) um Rotorblätter für Windturbinen der sieben- und acht-Megawatt-Klasse herzustellen.

Offshore-Wind-Produktionsstätten wie Hull in Großbritannien oder Cuxhaven in Deutschland sind durch neue Transportschiffe effizient miteinander verbunden und in das neue Logistik-Konzept von Siemens eingebettet. Innovation und Industrialisierung senken die Stromentstehungskosten für Offshore-Windenergie. Im Mittelpunkt des neuen Logistik-Konzepts stehen verbesserte Transportlösungen: Zwei Spezialschiffe erlauben den Transport ohne Kraneinsatz. Schwere Lasten lassen sich im sogenannten Ro/Ro Verfahren verladen. Der Straßentransport schwerer Transportgüter entfällt.

Der Markt für Windturbinen für den Einsatz auf dem Meer wächst. Offshore-Windkraftwerke entstehen derzeit vor allem in der europäischen Nord- und Ostsee. Aber auch in anderen Regionen wie etwa vor der U.S.-amerikanischen Ostküste oder in Asien vor der Küste Chinas oder Taiwans entstehen Windprojekte auf dem Meer.

PM: Siemens

Offshore-Windturbine / Pressebild: Siemens

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