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Anbietervielfalt auf Strommärkten: Anteil der Erneuerbaren Stromerzeugung steigt weiter an

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur / Pressebild

Mundt: “Liquide Stromgroßhandelsmärkte fördern Anbietervielfalt auf Endkundenmärkten”

(WK-intern) – Die Bundesnetzagentur und das Bundeskartellamt haben heute ihren gemeinsamen Monitoringbericht über die Entwicklungen auf den deutschen Elektrizitäts- und Gasmärkten im Jahr 2015 veröffentlicht.

„Deutsche Stromverbraucher profitieren weiterhin von der großen Angebotsvielfalt. Etwa vier Millionen Haushaltskunden haben 2015 ihren Stromlieferanten gewechselt. Das sind rund 231.000 mehr als im Vorjahr“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Bei den Gewerbe- und Industriekunden wechselten im Jahr 2015 knapp 13 Prozent ihren Stromversorger. Dies ist der höchste Wert seit Beginn des Monitorings im Jahr 2006.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Die Stromgroßhandelsmärkte sind auch im Jahr 2015 von hoher Liquidität gekennzeichnet und fördern damit Markteintritte und die Anbietervielfalt auf den Endkundenmärkten. Auf den beiden größten Endkundenmärkten ist inzwischen kein Anbieter mehr marktbeherrschend. Die Marktmacht der größten Stromerzeugungsunternehmen im Bereich der konventionellen Erzeugung liegt nach wie vor unterhalb des Niveaus im Jahr 2010.“

Erzeugung aus konventionellen und erneuerbaren Energieträgern

„Konventionelle Stromerzeugung geht weiterhin zurück zugunsten von Strom aus Erneuerbaren Energien. Einige konventionelle Kraftwerke wurden zwar in Betrieb genommen, so dass es trotz Kraftwerksstilllegungen zu einem Zuwachs in diesem Bereich kam. Zukünftig werden aber Überkapazitäten konventioneller Kraftwerke weiter abgebaut“, führt Homann mit Blick auf die Entwicklung der Energiewende aus.

Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien ist gegenüber dem Jahr 2014 um 26 TWh gestiegen. Über 80 Prozent dieses Zuwachses kommen aus Windenergie an Land (15 TWh) und Windenergie auf See (6,7 TWh). Die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern nahm gegenüber dem Vorjahr um 15 TWh ab.

Insgesamt sind die Erzeugungskapazitäten im Jahr 2015 auf 204,6 GW angestiegen (2014: 196,3 GW), davon 106,7 GW konventionell und 97,9 GW erneuerbar. Der Zubau an konventionellen Kapazitäten hängt vor allem mit der Langfristigkeit der Realisierung von Kraftwerksprojekten zusammen, die vor der Energiewende beschlossen wurden.

Entwicklung der Strompreise

Nach einem leichten Rückgang der Strompreise für Haushaltskunden im vergangenen Jahr sind diese zum 1. April 2016 geringfügig angestiegen. Der durchschnittliche Preis für Haushaltskunden in der Grundversorgung liegt bei 30,63 ct/kWh. Leichte Preissteigerungen gibt es auch in den beiden anderen Abnahmegruppen – Vertrag beim Grundversorger außerhalb der Grundversorgung und Vertrag bei einem Lieferanten, der nicht der örtliche Grundversorger ist. Dagegen sind die Strompreise für Industrie- und Gewerbekunden eher zurückgegangen.

Entwicklung der Gaspreise

Im Gasmarkt setzt sich der Trend zu spürbar sinkenden Letztverbraucherpreisen auch zum 1. April 2016 fort. Der durchschnittliche Preis für Haushaltskunden über alle Vertragsarten ist um ca. 2,1 Prozent gesunken und liegt bei 6,54 ct/kWh. Dabei sind die Preise beim Grundversorgungsvertrag um ca. 0,6 ct/kWh teurer als Verträge mit dem Grundversorger außerhalb der Grundversorgung bzw. um ca. 0,5 ct/kWh teurer als Verträge bei einem Lieferanten, der nicht örtlicher Grundversorger ist.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Besonders für Industriekunden sind die Gaspreise deutlich gesunken. Dies wurde durch erneut gesunkene Großhandelspreise und durch den bundesweiten Wettbewerb, dem die Anbieter auf den größten Endkundenmärkten ausgesetzt sind, ermöglicht. Zudem hat sich das Volumen des börslichen Gashandels in 2015 wieder signifikant erhöht.“

Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt setzen wie bereits in den zurückliegenden Jahren ihre enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Beobachtung und Analyse der Entwicklungen im Strom- und Gasbereich fort.

Der aktuelle Bericht sowie weitere Informationen sind unter http://www.bundesnetzagentur.de/monitoring2016 veröffentlicht.

PM: Bundesnetzagentur

WK: Dagegen sind die Strompreise für Industrie- und Gewerbekunden eher zurückgegangen.

Laut Umfragen sind die Strom-, Gas- usw. Kunden alle so zufrieden mit ihren Anbietern, dass es wundert vom Anbieterwechsel zu lesen:

Das allein 10 bis 15 % nicht mehr wissen wie sie ihren Strom überhaupt noch bezahlen sollen (siehe: http://www.windkraft-journal.de/2016/11/29/600-000-stromsperren-das-sind-10-bis-15-prozent-der-bevoelkerung/95220) und 600.000 Haushalte bereits vom Stromanschluss abgeklemmt sind verspricht einen dunklen und kalten Winter.

Anscheinend liest keine Bundesbehörde noch ein Politiker Zeitungen, Verbrauchermitteilungen. Man fragt sich, ob die Behörden nur noch sich selber beschäftigen und für  die Strompreise für Industrie- und Gewerbekunden zuständig sind?

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