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Photovoltaik für die Kinder von Tschernobyl.

Das Photovoltaikprojekt in Nadeshda wird ausschließlich durch Spenden finanziert. / Pressebild

Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl hat tausende Menschen das Leben gekostet und 7000 Quadratkilometer Erde im Umfeld des Reaktors in eine Todeszone verwandelt.

(WK-intern) – Die Tschernobyl-Katastrophe hat nach Schätzung der Russischen Akademie für Wissenschaften bei Erwachsenen und Kindern 270.000 zusätzliche Krebsfälle ausgelöst.

Seit 1994 bietet die Kindererholungsstätte „Nadeshda“ jedes Jahr 4000 von der Tschernobyl Katastrophe betroffenen Kindern die Möglichkeit eines ganzheitlichen Erholungsaufenthaltes.

Jetzt setzt Nadeshda mit einer eigenen Photovoltaikanlage ein Signal für erneuerbare Energien und gegen fossile Energien und Atomkraft.

Die Tschernobyl-Katastrophe
Vor 30 Jahren ist in Tschernobyl das passiert, was nach Aussage von Befürworten der zivilen Nutzung der Atomkraft statistisch nie hätte passieren dürfen – eine Explosion in einem zivil genutzten Atomreaktor, die nukleare Strahlung in tödlichen Mengen freisetzte. Die Explosion in Block 4 des zivilen Atomkraftwerkes Tschernobyl hat am 26. April 1986 Trillionen von Becquerel radioaktiver Strahlung in die Umwelt entlassen und Leben und Infrastruktur eines ganzen Landstrichs vernichtet. In unmittelbarer Umgebung des Reaktors wurden 7000 Quadratkilometer zur Sperrzone erklärt. Für Menschen aus der Umgebung von Tschernobyl werden Krankheiten und früher Tod nach der Reaktorkatastrophe zum ständigen Begleiter.

Nadeshda – Hoffnung für strahlengeschädigte Kinder
1994 gründen engagierte Helfer aus Weißrussland und Deutschland das Kinderzentrum Nadeshda, um von der Reaktorkatastrophe betroffenen jungen Menschen Erholung nach ganzheitlichem Prinzip zu ermöglichen.

Seit ihrer Gründung wurde die Erholungsstätte auf Grund der großen Nachfrage ständig erweitert, so dass jetzt jedes Jahr zwischen 4000 und 5000 Kinder und ihre Begleitpersonen in der Einrichtung betreut werden können. Zum 30. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, am 26. April 2016, beschließen die Freunde Nadeshdas ein Zeichen gegen Atomkraft und für saubere Energien zu setzen. Das Kinderzentrum NADESHDA wird eine Photovoltaikanlage erhalten und sauberen Strom aus der Kraft der Sonne erzeugen.

Photovoltaik in Nadeshda setzt Zeichen
Auf einer 2,5 Hektar großen Fläche wird eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 660 Kilowatt peak DC-seitig realisiert. Am Standort, rund 50 Kilometer nordwestlich von Minsk, wird die Photovoltaikanlage jedes Jahr knapp 614 Megawattstunden Strom produzieren, die ins öffentliche Netz eingespeist werden. Damit erwirtschaftet die Anlage für Nadeshda jährliche Einnahmen von umgerechnet 132.000 €.

Mit der Photovoltaikanlage nimmt das Kinderzentrum zunächst virtuell seine zukünftige Stromversorgung in die eigenen Hände. Nach der geplanten Fertigstellung der Anlage im Sommer 2017 werden die Einnahmen aus der PV-Stromerzeugung helfen, die wirtschaftliche Selbständigkeit und die Finanzierung des ganzheitlichen Erholungs- und Rehabilitationskonzeptes von Nadeshda sicherzustellen. Gleichzeitig wird das Kinderzentrum zu einem Leuchtturmprojekt für eine funktionierende Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien, in dem Land, das weltweit zum Synonym für das Scheitern der friedlichen Nutzung der Atomenergie geworden ist.

Spenden für Nadeshda
Das Photovoltaikprojekt in Nadeshda wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Von den 700.000 Euro Realisierungskosten konnten 400.000 Euro bereits gesammelt werden. Helfen Sie den Kindern von Tschernobyl – spenden Sie für das Nadeshda PV-Projekt ein weltweites Signal für Erneuerbare Energien und gegen die Atomkraft.
Spenden nimmt die Evangelische Bank Frankfurt auf dem Konto mit der folgenden Nummer entgegen: IBAN: DE03 5206 0410 0004 1144 00 BIC: GENODEF1EK1
Informationen zu Nadeshda im Internet unter www.nadeshda.by/de und http://www.freunde-nadeshda.de

Über Nadeshda

Das Kinderzentrum NADESHDA wurde 1994 eröffnet und bietet jedes Jahr zwischen 4000 und 5000 Kindern und ihren Begleitpersonen aus den durch die Tschernobyl-Reaktorkatastrophe belasteten Gebieten Erholung. Basis für den Aufenthalt ist ein ganzheitliches Gesundheitsbildungskonzept, das medizinische, pädagogische, psychologische und ästhetische Betreuung umfasst. Das Kinderzentrum liegt 80 km nordwestlich von Minsk in einem Naturschutzgebiet, nahe dem Wilejka-See. Die Photovoltaikanlage wird auf einem 2,5 ha großen Grundstück in der Nähe des Kinderzentrums am Rande des Dorfes Ilja gebaut. Nadeshda ist das einzige Erholungszentrum in zivilgesellschaftlicher Trägerschaft in der Rechtsform einer GmbH. Der belarussische Verein „Lebendige Partnerschaft“ ist mit 25,5%, der deutsche Verein „Freunde von Nadeshda in Deutschland“ mit 50,5% beteiligt und das staatliche Tschernobyl-Departement mit 24%. Koordiniert wird das Projekt vom Verein „Leben nach Tschernobyl – Für eine gemeinsame Zukunft in Europa“ im Auftrag des Vereins „Freunde von Nadeshda in Deutschland. Mit dem Bau der Photovoltaikanlage soll Anfang Juli 2017 begonnen werden. Alle erforderlichen staatlichen Genehmigungen und die Lizenzerteilung liegen vor.

Herausgeber:
Leben nach Tschernobyl e.V.
60487 Frankfurt am Main

Das Photovoltaikprojekt in Nadeshda wird ausschließlich durch Spenden finanziert. / Pressebild

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