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Erstes Wind-Umspannwerk für Hamburg

Stromnetz Hamburg GmbH baut ein zusätzliches Umspannwerk für das neu ausgewiesene Windeignungsgebiet in Hamburg Bergedorf

(WK-intern) – Am Curslacker Heerweg sind neue Bauaktivitäten zu beobachten. Hier entsteht das neue 110/10-kV-Umspannwerk in Freilufttechnik auf einer Fläche von 1.200 m².

Wenn keine unvorhersehbaren Schwierigkeiten oder wetterbedingte Änderungen auftreten, ist der Fertigstellungstermin für das späte Frühjahr 2017 anvisiert.

Die Anlage besteht aus einem 110/10-kV-Transformator, einem 110-kV-Schaltfeld und einem eingeschossigen Betriebsgebäude für die 10-kV-Schaltanlage. Sie wird zukünftig zentral aus der Netzführung gesteuert. Der gewählte Standort ist sowohl technisch als auch wirtschaftlich der günstigste Netzverknüpfungspunkt für die bereits in Planung befindlichen Windanlagen in Curslack und Altengamme.

Die Verteilungsnetzbetreiberin reagiert damit frühzeitig auf die von der Stadt Hamburg ausgewiesenen Windeignungsgebiete im Flächennutzungsplan (12/2013) für mehrere Bezirke in Hamburg. Einige Windparkbetreiber hatten zuvor bei der Stadt ein Anschlussbegehren für ihre Windanlagen in dem Gebiet angemeldet und damit die Notwendigkeit geschaffen, ein derartiges Umspannwerk zur Einspeisung der Energie am Standort Curslack zu errichten.

Mit dem Bauvorhaben können diese Windenergieanlagen nun bereits im Vorfeld gebündelt und damit kostenoptimal und schnell mit einer kurzen Kabelstrecke angeschlossen werden. Die ausgewählte Fläche wird derzeit als Weidefläche genutzt und bietet den unmittelbaren Zugang zu einer 110-kV-Freileitung.

„Durch die Realisierung derartiger Vorhaben setzen wir unsere Aufgabe zur Umsetzung der Energiewende punktgenau um. Der Bau dieses neuen und ersten Wind-Umspannwerks im Hamburger Stadtgebiet versetzt uns in die Lage, Windkraftanlagen mit einer Leistung von 40 MVA (Megavoltampere) von insgesamt geplanten 85 MVA, an das städtische Stromnetz anzuschließen. So kommen wir auch mit diesem Vorhaben unseren Verpflichtungen zum Klimaschutz nach und ermöglichen eine schnelle und unkomplizierte Integration von Erneuerbaren Energien in das Hamburger Stromnetz“, sagt Thomas Volk, technischer Geschäftsführer der Stromnetz Hamburg GmbH.

Stromnetz Hamburg ist als Konzessionsnehmerin des städtischen Stromnetzes verpflichtet, sämtliche Erzeuger von Erneuerbaren Energien an das Versorgungsnetz anzuschließen. Weitere ausgewiesene Gebiete in Hamburg sind in Francop, Ochsenwerder, Neuengamme und im Hamburger Hafen zu finden. Ob und wann auf diesen Flächen neue Umspannwerke gebaut oder erweitert werden, ist abhängig vom Anschlussbegehren der jeweiligen Windanlagenbetreiber vor Ort. Das Investitionsvolumen für eine derartige Anbindung wird auf circa 18 Millionen Euro geschätzt.

PM: Stromnetz Hamburg

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