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Atomkraftwerke sind in finanzieller Schieflage

Internetseite: http://www.hans-josef-fell.de

Großbritannien hält wegen der Modernisierung von Atomwaffen weiter an AKW-Projekten fest

(WK-intern) – Es zeigt sich zunehmend, dass nicht nur AKW-Planungen und -Neubauten wie Hinkley Point, Flamanville und Oikiluto in finanziellen Schwierigkeiten sind.

Auch längst abgeschriebenen AKW, wie die in der Schweiz stehenden Kraftwerke von Alpiq, stehen vor dem finanziellen Aus.

Es will sie sogar niemand mehr geschenkt ( https://www.welt.de/wirtschaft/article159327237/Schweiz-will-ihre-besten-Atomkraftwerke-verschenken.html ) haben, weder die Franzosen noch der Schweizer Staat.

Doch die Briten halten weiter an ihren Atomkraftwerksplänen fest, obwohl die Entwicklungen in der Welt bestätigen, dass sie völlig unwirtschaftlich
sind. Der wahre Grund für den Bau ist nämlich nicht die Notwendigkeit der Atomkraft, sondern das Streben nach nuklearem Waffenmaterial.

Die Universität Sussex hat in einer Studie ( https://www.sussex.ac.uk/webteam/gateway/file.php?name=2016-16-swps-cox-et-al.pdf&site=25s ) die
militärischen Verbindungen zu dem Projekt Hinkley Point in Großbritannien veröffentlicht. Die Untersuchung mit dem Titel „Understanding the
Intensity of UK Policy Commitments to Nuclear Power“ von den Autoren Emily Cox, Phil Johnstone und Andy Stirling zeigen auf beeindruckende Weise,
dass es bei dem Projekt um militärische Anforderungen geht. Offizielle Begründungen für die Reaktoren sind schon lange schwer aufrecht zu erhalten,
da inzwischen weit bekannt ist, dass es sich um ökonomischen Irrsinn handelt. Mit dieser Studie wurde wieder ein weiterer Nachweis geliefert.

„Bemerkenswert an dieser Dringlichkeit bei der Vorliebe für die Nuklearoption ist, dass es auf der militärischen Seite gut dokumentiert ist,
jedoch in der gesamten offiziellen britischen Energiepolitik-Dokumentation in keiner Weise anerkannt wird. Dies wirft ernste Fragen über die
Transparenz und die Verantwortlichkeit auf, mit der in diesem Bereich Entscheidungen getroffen werden – und in dieser Hinsicht über die Qualität
der britischen Demokratie“, so Andy Stirling (
http://energypost.eu/hinkley-point-c-riddle-explained-uks-attachment-nuclear-submarines-drives-bias-towards-expensive-nuclear-power/ ), SPRU
Universität Sussex. Immer wieder zeigt sich, dass das Militär die Regierung gedrängt hat, das Projekt zu bewilligen. Selbst Untersuchungen (
https://www.nao.org.uk/wp-content/uploads/2016/07/Nuclear-power-in-the-UK.pdf ) der Regierung haben gezeigt, dass eine Entscheidung für die
Erneuerbaren Energien ökonomisch und ökologisch die bessere ist. Bisher ist nicht einmal nachgewiesen, dass mit der Technik der sogenannten
“European Pressurized Reactors” (EPR ( https://www.heise.de/tp/features/Hinkley-Point-muss-gebaut-werden-aus-militaerischen-Gruenden-3351570.html ))
je Strom erzeugt werden kann. Selbst Atomkraftbefürworter halten das Projekt für nicht konstruierbar.

Phil Johnstone: „Die Studie zeigt, dass Großbritanniens Low Carbon Strategie teurer ist, als sie sein müsste, nur um die militärische nukleare
Infrastruktur weiter auszubauen.“

Die Studie zeigt wieder einmal, dass es eine friedliche Nutzung der Atomkraft nicht geben kann. So lange es die Atomkraft gibt, wird auch weiter
Waffenmaterial erzeugt werden. Daher ist es für den Weltfrieden unabdingbar, dass der Ausbau der Atomkraft beendet wird und laufende Atomkraftwerke
schnell stillgelegt werden.

PM: Hans-Josef Fell

Präsident der Energy Watch Group (EWG) und Autor des EEG-Gesetzentwurfes

Internetseite: http://www.hans-josef-fell.de

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