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Mitgliederversammlung des BWE Sachsen schmiedet Zukunftspläne

20 Jahre Sächsischer Windenergietag in Leipzig mit Plädoyer, der Windenergie Flächen zu öffnen

Im Rahmen der offiziellen Mitgliederversammlung des BWE Sachsen wurde unter anderem auch der Vorstand des Landesverbandes neu gewählt.

(WK-intern) – Bei dem jeweils zwei Jahre amtierenden Gremium kam es zu keinen personellen Veränderungen.

Als Vorsitzender wurde Prof. Dr. Martin Maslaton (MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Leipzig) gewählt und damit erneut bestätigt.

Ihm zur Seite stehen Gernot Gauglitz (UKA Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH & Co. KG, Meißen) als stellvertretender Vorsitzender und Kerst in Mann (VSB Neue Energien Deutschland GmbH, Dresden) als Schriftführerin.

Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden die Dresdner Bernhard Weigel (BOREAS Energie GmbH) und Uta Barthel (RCM GmbH Regenerative Energie Consulting und Management) sowie Frank Bündig (Energieanlagen Frank Bündig) aus Waldheim gewählt.

In ihren Klimaschutzzielen strebt die Sächsische Landesregierung bis 2020 an, den Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch auf 28 Prozent zu steigern (2010: 3,6 Prozent). Dafür sind 2.530 GWh Windstrom eingeplant. Da das Land Sachsen nur 0,2 Prozent der Landesfläche zur Nutzung von Windenergie ausgewiesen hat, setzt es auf das sogenannte Repowering. Durch den Ersatz älterer Windenergieanlagen durch neue, leistungsstärkere und effizientere Typen wird dabei im Schnitt die Zahl der Anlagen halbiert und der Stromertrag verdreifacht. Davon verspricht sich die Landesregierung 950 GWh Ertragszuwachs. Zusätzlich sollen 60 neu gebaute WEA 370 GWh Windstrom jährlich liefern. Bescheidene Ausbauziele, die faktisch auf einen Rückgang an Anlagen und Standorten hinauslaufen.

Die neue Landesregierung hat sich 2014 vorgenommen, dass Sachsen künftig durch einen Ausbau der preiswerten Windenergie an Land stärker an der Energiewende teilnimmt. Die bisher restriktive Haltung, die zu einem fatalen Schulterschluss mit Bayern in der Debatte um pauschale Abstandsregelungen und quasi einem Stillstand beim Ausbau geführt hatte, wurde aufgegeben. Trotzdem herrscht ein De-fact-Moratorium beim Ausbau, da das Innenministerium und die Regionalen Planungsverbände auf die noch ausstehenden Zahlen der Windpotenzialstudie warten und sich so der Ausbau weiter verzögert. „Für uns als Verband ist es daher die wichtigste Aufgabe, unsere Lobbyarbeit weiter zu forcieren und allen zu zeigen, dass Windenergie für den Energiemix im Lande eine kostengünstige Alternative ist, die niemandem schadet. Teile der Bevölkerung sind der Meinung, dass eine Windkraftanlage die Natur zerstört – aber hat man denn auch schon geschaut, wie wenig Platz ein Windrad im Vergleich z u einem anderen Kraftwerk benötigt? Es gilt für uns also die nächsten Jahre weiterhin, Aufklärungsarbeit in Sachen Wind zu leisten“, sagt BWE-Landesvorsitzender Prof. Dr. Martin Maslaton.

PM: BWE Sachsen

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