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Meyer Burger kündigt Rekapitalisierungsprogramm an

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Meyer Burger kündigt umfassendes Rekapitalisierungsprogramm zur Rückzahlung der Obligationenanleihe mit Fälligkeit in 2017 und zur Stärkung der Kapitalstruktur an.

(WK-intern) – Umfassender Plan zur Rekapitalisierung mit Anpassung der Bedingungen der ausstehenden Wandelanleihe, Aktienkapitalerhöhung sowie Verlängerung der Laufzeit der bestehenden Bankkredite.

Geplante Anpassung der Bedingungen der ausstehenden Wandelanleihe unter anderem durch Streichung der Putoption für die Anleihegläubiger im September 2018 Stärkung der Bilanz und Liquidität durch geplante Kapitalerhöhung von rund CHF 160 Mio. Verlängerung des hypothekarisch gesicherten Kredites auf Gebäude in Thun von CHF 30 Mio. sowie der Garantiefazilität von neu CHF 60 Mio. um jeweils 3 Jahre durch Bankenkonsortium grundsätzlich zugesichert

Auftragseingang von CHF 358.5 Mio. in den ersten 9 Monaten 2016, +15% gegenüber der Vergleichsperiode 2015:
Umsatzanstieg von +97% auf CHF 336.1 Mio. und positives Ergebnis auf Stufe EBITDA von CHF 13.9 Mio. in den ersten 9 Monaten 2016.

Bereits angekündigtes Strukturprogramm zur Erhöhung der Profitabilität wird bei unverändertem Umsatzvolumen die jährlichen operativen Gesamtkosten um rund CHF 50 Mio. reduzieren. Damit wird die Break-even Schwelle auf Stufe EBITDA ab 2018 auf ein Umsatzvolumen von rund CHF 300 Mio. gesenkt
Vertrag für Photovoltaik-Grossprojekt in der Türkei für die Herstellung von Heterojunction-Solarmodulen im Volumen von rund Euro 67 Mio. unterzeichnet
Ausblick: Meyer Burger erwartet Umsatz von CHF 420-450 Mio. und EBITDA von rund CHF 10-20 Mio. für Gesamtjahr 2016

Die Meyer Burger Technology AG (SIX Swiss Exchange: MBTN) konnte den guten Auftragseingang und das hohe Umsatzwachstum des ersten Halbjahrs 2016 im dritten Quartal fortführen. Nach ersten ungeprüften Zahlen erwartet das Unternehmen für die ersten neun Monate 2016 einen Anstieg des Auftragseingangs von +15% auf CHF 358.5 Mio. (9 Monate 2015: CHF 310.7 Mio.) und einen Umsatzanstieg von +97% auf CHF 336.1 Mio. (9 Monate 2015: CHF 170.3 Mio.). Das Ergebnis auf Stufe EBITDA belief sich per 30. September 2016 voraussichtlich auf CHF +13.9 Mio. (9 Monate 2015: CHF -67.2 Mio.). Auf Stufe Nettoergebnis resultierte voraussichtlich ein Verlust von CHF -40.3 Mio. (9 Mte 2015: CHF -138.8 Mio.). Per Bilanzstichtag 30. September 2016 beliefen sich die flüssigen Mittel in der Bilanz auf CHF 88.1 Mio., das Eigenkapital auf CHF 135.5 Mio. und die Eigenkapitalquote auf 24.7%. Das am 29. September 2016 angekündigte Strukturprogramm ist zügig in Umsetzung und wird bei unverändertem Umsatzvolumen die jährlichen operativen Gesamtkosten des Unternehmens um rund CHF 50 Mio. reduzieren. Ein Grossteil der geplanten Kosteneinsparungen wird bereits ab Beginn des Jahres 2017 wirksam, der Rest ab der zweiten Jahreshälfte 2017. Damit soll die Break-even Schwelle auf Stufe EBITDA ab 2018 auf ein Umsatzvolumen von rund CHF 300 Mio. gesenkt werden. Zudem wird die Kostenstruktur weiter flexibilisiert, wobei höhere Produktionsvolumen auch in Zukunft durch den Einsatz von temporären Arbeitskräften bewältigt werden.

Umfassendes Programm zur Stärkung der Kapitalstruktur

Mit dem heute angekündigten Rekapitalisierungsprogramm, das aus drei Elementen besteht, soll die Kapitalstruktur gestärkt, eine solide finanzielle Basis für die zukünftige Profitabilität und das Wachstum der Meyer Burger Gruppe geschaffen sowie der Weg für eine nachhaltige Entschuldung bis zu einer allfälligen Rückzahlung der Wandelanleihe in 2020 gelegt werden.

Das erste Element zur Stärkung der Kapitalstruktur ist eine geplante Anpassung der Bedingungen der ausstehenden Wandelanleihe 2020. Die CHF 100 Mio. Wandelanleihe wurde im September 2014 mit einem Coupon von 4% pro Jahr und einer Laufzeit von 6 Jahren bis 24. September 2020 emittiert. Die Bedingungen der Wandelanleihe sehen eine Putoption vor, welche die Wandelanleihegläubiger berechtigt, eine vorzeitige Rückzahlung der Anleihe auf den 24. September 2018 zu verlangen. Der Verwaltungsrat schlägt den Wandelanleihegläubigern vor, auf die Putoption zu verzichten und offeriert im Gegenzug eine höhere Verzinsung sowie einen reduzierten Wandelpreis. Die neuen Konditionen der Wandelanleihe werden zusammen mit der Einladung zu einer Versammlung der Anleihegläubiger zwecks Zustimmung zu den neuen Konditionen bekannt gegeben. Verschiedene grössere Wandelanleihegläubiger, darunter auch Veraison Capital AG, haben ihre Unterstützung für die vorgesehene Anpassung der Wandelanleihebedingungen im Kontext des Rekapitalisierungsprogramms bereits in Aussicht gestellt.

Das zweite Element zur Stärkung der Kapitalstruktur besteht aus einer geplanten Erhöhung des Aktienkapitals. Der Verwaltungsrat beabsichtigt, den Aktionären der Gesellschaft eine ordentliche Kapitalerhöhung unter Wahrung von handelbaren Bezugsrechten (die neuen Aktien werden zu einem Abschlag zum Börsenkurs ausgegeben) zu beantragen, um die Eigenkapitalbasis nachhaltig zu stärken und die Rückzahlung der am 24. Mai 2017 fällig werdenden CHF 130 Mio. Obligationenanleihe sicherzustellen. Die Kapitalerhöhung soll rund CHF 160 Mio. betragen. Der Verwaltungsrat beabsichtigt in Kürze eine ausserordentliche Generalversammlung einzuberufen, um die Zustimmung der Aktionäre zu dieser Kapitalerhöhung zu erhalten. Des Weiteren wird der ausserordentlichen Generalversammlung eine Erhöhung des bestehenden bedingten Kapitals für die Ausübung von Wandel- und/oder Optionsrechten in Verbindung mit Wandelanleihen, Optionsanleihen oder anderen Finanzmarktinstrumenten beantragt, um eine zukünftige Wandlung der Wandelanleihe auch auf Basis eines angepassten Wandlungspreises sicherzustellen.

Das dritte Element des Rekapitalisierungsprogramms ist eine Verlängerung der Laufzeit des im April 2017 fällig werdenden hypothekarisch gesicherten Kredits von CHF 30 Mio. auf dem Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Thun um drei Jahre. Gleichzeitig wird die Garantiefazilität bedarfsgerecht auf CHF 60 Mio. angepasst und die Laufzeit ebenfalls um drei Jahre verlängert. Die Verlängerung der beiden Kreditfazilitäten wurde durch ein Bankenkonsortium zugesichert.

Die drei Elemente des Rekapitalisierungsprogramms werden in gegenseitiger Abhängigkeit gestaltet, d.h. die Änderung der Bedingungen der Wandelanleihe und die Bereitschaft der Banken, die Laufzeiten der Kreditverträge zu verlängern, stehen jeweils unter der Bedingung der Erhöhung des Aktienkapitals der Gesellschaft. Die Erhöhung des Aktienkapitals der Gesellschaft setzt sowohl die Zustimmung der Versammlung der Anleihegläubiger zur Änderung der Bedingungen der Wandelanleihe als auch die Verlängerung der Laufzeiten der Kreditverträge voraus.

Der Verwaltungsrat ist überzeugt, dass eine rasche und erfolgreiche Umsetzung des umfassenden Rekapitalisierungsprogramms der Gesellschaft die notwendige finanzielle Stärke und Flexibilität gibt, um auf Basis einer kompetitiven Kostenstruktur von den Wachstumsmöglichkeiten der Solarindustrie zu profitieren, was im besten Interesse aller Stakeholder ist.

Im Zusammenhang mit dem Rekapitalisierungsprogramm arbeitet Meyer Burger mit Credit Suisse und UBS zusammen.

Vertrag für Photovoltaik-Grossprojekt von Euro 67 Mio. in der Türkei unterzeichnet

Meyer Burger konnte einen Vertrag für ein Photovoltaik-Grossprojekt in der Türkei unterzeichnen.

Der Vertrag umfasst die Lieferung von High-Tech Anlagen zur Herstellung von hocheffizienten und hochqualitativen Solarwafer, -zellen und -modulen.

Der gesamte Vertragswert beläuft sich auf rund Euro 67 Mio. und umfasst entlang der gesamten Wertschöpfungskette Anlagen, Systeme, Software zur Produktionsüberwachung (MES) sowie die Ausbildung der Operators vor Ort zur Herstellung und Sicherstellung von hocheffizienten Solarmodulen. Für den Prozessschritt Wafering werden die erfolgreichen Meyer Burger Diamantdrahtsägesysteme, für den Prozess Zellbeschichtung die hocheffiziente Heterojunction HJT und für die Verbindung und Verkapselung der Solarmodule die leistungsfähige SmartWire Connection Technologie von Meyer Burger zum Einsatz kommen. Die Jahresproduktionskapazität für diese erste Phase wird rund 200 MW erreichen. Der Kunde plant mit der Unterstützung des Meyer Burger Equipments eine Gesamtproduktionskapazität von rund 1 GW bis in 5 Jahren zu erreichen. Dieser Vertrag ist ein Teil zur Erreichung dieses Zieles. Die Anzahlung für diesen Auftrag wird im Verlauf des ersten Quartals 2017 erwartet. Der Auftrag wird nach erfolgter Anzahlung im Auftragseingang reflektiert. Die Auslieferung der vertraglich vereinbarten Anlagen ist ab dem dritten Quartal 2017 geplant. Der Kunde sieht einen Produktionsbeginn ab dem ersten Quartal 2018 vor.

Ausblick Gesamtjahr 2016

Meyer Burger geht davon aus, für das Gesamtjahr 2016 einen Nettoumsatz von CHF 420-450 Mio. und auf Stufe EBITDA ein positives Ergebnis von CHF 10-20 Mio. zu erreichen. Das am 29. September 2016 veröffentlichte, umfassende Strukturprogramm wird rasch umgesetzt und soll dazu führen, dass bei einem unveränderten Umsatzvolumen die jährlichen operativen Gesamtkosten des Unternehmens um CHF 50 Mio. reduziert werden (ab 2018 wird somit die Break-even Schwelle auf Stufe EBITDA auf ein Umsatzvolumen von rund CHF 300 Mio. gesenkt). Die ausserordentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Strukturprogramm werden die Jahresrechnung 2016 im vierten Quartal einmalig mit rund CHF 3-4 Mio. belasten.

PM: Meyer Burger

Pressebild: Meyer Burger

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