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Förderprogramm für Photovoltaik-Mieterstrommodelle

Solaranlage / Foto: HB

Neue Solar- und Speicherzuschüsse in NRW

(WK-intern) – Preiswerter Solarstrom jetzt auch für Mieterinnen und Mieter

  • NRW schließt Förderlücke auch bei größeren Solarstromspeichern

  • Bundesverband Solarwirtschaft begrüßt Förderung und flankiert diese mit ausführlichen Informationsangeboten

 

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. begrüßt die heute vom nordrhein-westfälischen Umweltminister Johannes Remmel vorgestellten landesweiten Förderprogramme für Mieterstrommodelle und Solarstromspeicher.

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, sagte am Rande der gemeinsamen Pressekonferenz in Düsseldorf: „Endlich werden jetzt auch Mieter wirtschaftlich von der Energiewende profitieren, indem sie preiswerten Sonnenstrom vom Dach des Vermieters beziehen können. Wir begrüßen es sehr, dass Nordrhein-Westfalen mit dieser wichtigen Klimaschutzmaßnahme mutig vorangeht und die Weichen dafür gestellt hat, die Energiewende nun auch in die Innenstädte zu tragen“.

Zeitgleich zum Start der Landesförderung hat der BSW-Solar die kostenlose Broschüre Geschäftsmodelle mit PV-Mieterstrom veröffentlicht sowie die erste Ausbaustufe des Info-Webportals www.sonneteilen.de gestartet. Der Verband rechnet mit einem großen Interesse bei Mietern, Stadtwerken sowie bei der Wohnungs- und Solarwirtschaft an der Errichtung von Solarstromanlagen auf Wohngebäuden und dem Angebot lokaler Solarstromtarife.

Während in Deutschland bereits eine Million Eigenheime über eine Solarstromanlage verfügen, lag das riesige Solarpotenzial auf Mietgebäuden bislang weitgehend brach. Der BSW-Solar erwartet, dass dieses Potenzial in den nächsten Jahren gehoben wird. Nach Schätzungen des Verbandes könnten bundesweit mittelfristig von Mietsgebäuden jährlich rund vier Milliarden Kilowattstunden Solarstrom geerntet und weitgehend direkt auch vor Ort verbraucht werden.

Das zweite in Düsseldorf vorgestellte Förderprogramm unterstützt die Installation von Solarstromspeichern als Ergänzung größerer bestehender oder neuer Photovoltaik-Anlagen ab einer Leistung von 30 Kilowatt. „Speicher sind ein unverzichtbarer Baustein der Energiewende“, kommentiert Carsten Körnig. „Die neue Speicherförderung wird vielen Gewerbebetrieben in NRW die bedarfsgerechte Bereitstellung von Ökostrom deutlich erleichtern. Es ist gut, dass die Landesregierung auch hier eine Lücke geschlossen hat.”

Bezuschusst werden 50 Prozent der Ausgaben, die maximale Förderhöhe liegt bei 75.000 Euro pro Speicher. Mit einem Solarstromspeicher kann Solarstrom nun auch unabhängig von der aktuellen Intensität der Sonneneinstrahlung rund um die Uhr genutzt werden. Solarstrom ist inzwischen so preiswert, dass immer mehr Menschen und Unternehmen möglichst große Teile ihres Strombedarfs mit Solarstrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage decken wollen. In Deutschland sind bereits rund 50.000 Solarstromspeicher installiert. Hintergrundinformationen bietet das Online-Portal www.die-sonne-speichern.de.

 

Hintergrund

Das neue Förderprogramm für Photovoltaik-Mieterstrommodelle in NRW zielt darauf, Mieterinnen und Mieter mit Solarstrom aus der unmittelbaren Nähe zu versorgen. Gefördert werden die Umrüstung des Zählerkonzeptes sowie datenbankbasierte Abrechnungssysteme. Anders als Solarstrom vom Dach eines Eigenheims wird solarer Mieterstrom von der Bundesregierung derzeit noch zu Unrecht künstlich massiv verteuert, indem er mit der vollen EEG-Umlage belastet wird. Die Öko-Abgabe sollte ursprünglich dazu dienen, die Energiewende voranzutreiben. Die Landeszuschüsse können diese Barriere nun überbrücken.

Weitere Informationen über die neuen Förderprogramme in NRW bietet das Landesumweltministerium unter www.umwelt.nrw.de/klima-energie/energie/foerderprogramm-erneuerbare-energien/. Vgl. bitte auch dessen Pressemitteilung vom heutigen Tage.

Der Bundesverband Solarwirtschaft hat den Leitfaden Geschäftsmodelle mit PV-Mieterstrom im Rahmen des von der EU geförderten Projektes PV Financing erstellt. Das Projekt ist durch das Programm Horizon 2020 finanziert. Weitere Informationen auf www.pv-financing.eu/.

PM: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Förderprogramm für Photovoltaik-Mieterstrommodelle / Foto: HB

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