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20 Jahre Sächsischer Windenergietag

Prof. Maslaton. „Die Aufbaubank ist da die erste Anlaufstelle. Gleichwohl kann eine zusätzliche Beratung durch profunde externe Fachleute von Nutzen sein.“

Mit Rücken-Wind Richtung Zukunft

(WK-intern) – 20 Jahre Sächsischer Windenergietag in Leipzig mit Plädoyer, der Windenergie Flächen zu öffnen

Der Koalitionsvertrag von CDU und SPD sollte eigentlich Sachsens Windenergiebranche zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen.

Doch die Umsetzung scheitert. Was das Sächsische Wirtschaftsministerium mit viel Engagement voranbringen möchte, wird vom Innenministerium in Dresden konterkariert. Unter diesen Vorzeichen fand der 20. Sächsische Windenergietag des Bundesverbands WindEnergie e.V. Landesverband Sachsen (BWE Sachsen) in Leipzig statt.

Unter der Überschrift „Das EEG 2017 – Förderung durch Ausschreibung? Perspektiven und Probleme“ hatte der BWE Sachsen zahlreiche Experten und Landespolitiker zur Bestandsaufnahme und Diskussion eingeladen. Dr. Harry Lehmann, Fachbereichsleiter im Umweltbundesamt, stellte klar, dass zukünftig auf die Energiespeicherung im Rahmen von Energie- und Ressourcenwende verstärktes Augenmerk gelegt werden sollte. Dies muss aber, um längerfristig greifen zu können, branchenübergreifend passieren – also nicht nur auf erneuerbare Energien bezogen, sondern eben auch auf Industrie, Landwirtschaft oder Verkehr.

Dr. Julia Verlinden MdB, Energiepolitische Sprecherin der Bündnis90/Die Grünen-Bundestagsfraktion, informierte, dass bereits heute Kraftwerke für erneuerbare Energie im Vergleich zu Kohle- und Atomkraftwerken kostengünstiger arbeiten. „Die Bürgerenergie muss sich gemeinsam mit Stadtwerken und anderen herkömmlichen Energieunternehmen als neue Energiewirtschaft definieren, um eine effektive Energieeffizienzpolitik erreichen zu können“, sagte Dr. Verlinden, „aber das reicht nicht aus. Ziel muss eine komplette Mobilitätswende sein – nur so können wir einer sonnigen Zukunft entgegensehen.“

Hermann Albers, Präsident des BWE-Bundesverbandes, will den Kontakt zum Wirtschaftsministerium suchen, um Repowering nicht nur im kommunalen Bereich zu vereinfachen. „Wir werden sehen, ob der Atomausstieg wirklich kommt, und wann endlich mit dem Ausstieg aus der Kohle begonnen wird“, so Albers. „Auch müssen wir das Tempo forcieren vor allem in Hinblick auf die Elektromobilitätsstrategie der Bundesregierung, die den Bedarf an erneuerbarem Strom noch einmal verdoppeln wird, auch wenn wir momentan leider nicht die notwendige Rückendeckung aus der Politik haben.“

Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Schlegel stellte den aktuellen Stand der Windenenergieproduktion in Sachsen sowie die Anzahl neu errichteter Windenergieanlagen im Freistaat vor: „Ende September dieses Jahres standen 867 Windräder in Sachsen. Bis Jahresende werden aller Voraussicht nach sechs neue hinzukommen. Der Anteil der Windenergie am Nettostromverbrauch liegt in Sachsen mit Stand Ende 2015 bei etwa 9,1 Prozent. Bei den erneuerbaren Energien insgesamt liegt der Anteil bei 28,4 Prozent.“

Über 130 Branchenvertreter erlebten einen inhaltlich sehr intensiven Windenergietag mit vielen Kurzvorträgen à 20 Minuten. „Sachsens Regierungskoalition muss die im Koalitionsvertrag versprochene Neuausrichtung der sächsischen Energiepolitik auch wirklich angehen. Die CDU bremst hier, während die SPD diese Wende will. Wir werden weiter diese Neuausrichtung einfordern“, bekräftigte Prof. Maslaton zum Abschluss des Windenergietages. „Mit Wind im Rücken sind wir auf dem richtigen Weg.“

Weitere Infos: www.wind-energie.de, www.verlag-energierecht.de und www.maslaton.de

PM: Bundesverband WindEnergie e.V.
Landesverband Sachsen (BWE Sachsen)

Prof. Maslaton / Pressebild

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