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DGK2016: Internationale Geothermie-Koryphäe hält Keynote

Dr. Erwin Knapek, Präsident des Bundesverbandes Geothermie Bild: Bundesverband Geothermie

Der Geothermiekongress 2016 kann dieses Jahr mit einer Reihe renommierter Redner aufwarten.

(WK-intern) – Ein besonderer Höhepunkt ist die Keynote von Prof. Dr. Manfred Hochstein im Eröffnungsblock des ersten Kongresstages am 30. November.

In seinem Vortrag stellt er die vulkanischen Geothermiesysteme Indonesiens vor. Als weitere Keynote-Speaker konnten Waldemar Müller-Ruhe (H. Angers Söhne) und Prof. Dr. Beata Kepinska (Polnische Geothermiegesellschaft) gewonnen werden.

Ebenfalls ihr Kommen angekündigt haben die Landesumweltminister von Nordrhein-Westfalen und Sachsen, Johannes Remmel und Thomas Schmidt. Schirmherr des DGK ist Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Hierzulande sind sie eine Ausnahme, doch in Indonesien sind vulkanische Strukturen die wesentliche Grundlage für die Nutzung geothermischer Energie. Prof. Dr. Manfred Hochstein präsentiert aktuellste Forschungsergebnisse insbesondere zur Typologie und Klassifizierung dieser Systeme. Die zahlenmäßig größte Gruppe bilden Erdwärmeanlagen, die die advektiven Wärmeströme in jungen Strato-Vulkanen, und zwar in deren hochgelegenen Flanken, aber auch im Vorland von Vulkanen mit hohem Relief nutzen. Die zweite Gruppe umfasst mehr konvektive Systeme an weniger hohen Vulkanen. Dazu kommen Geothermievorhaben an komplexen Schichtvulkanen und in ausgedehnten Kraterregionen.

Hochstein erforscht seit über 50 Jahren die Geothermie auf der ganzen Welt. In Deutschland studierte er Geophysik, Geologie und Physik. Nach Studien in den USA und der Antarktis führte ihn sein Weg nach Neuseeland, wo er in verschiedenen Forschungseinrichtungen tätig war. Unter anderem war er Mitbegründer des Geothermischen Instituts an der Universität Auckland im Jahr 1978 und führte es als Direktor von 1980 bis 1991. Als Berater begleitete er zahlreiche internationale Projekte, wie die Vorhaben des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) in Chile, El Salvador, Nicaragua, Kenia, Äthiopien und China.

Einen Blick über die Grenzen bietet die Keynote von Prof. Dr. Beata Kepinska von der polnischen Geothermiegesellschaft am Vormittag des abschließenden Kongresstages (1. Dezember). Sie stellt die Nutzung und Erforschung der Erdwärme in Polen vor. Diesem Thema widmet sich auch der Partnerland-Workshop am 29. November. Waldemar Müller-Ruhe, geschäftsführender Gesellschafter des Bohrunternehmens H. Angers Söhne, stellt ebenfalls im Vormittagsblock am Donnerstag aktuelle Entwicklungen in der Bohrtechnik vor.

Über den Bundesverband Geothermie e.V.:
Der 1991 gegründete Bundesverband Geothermie e.V. (BVG) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Einzelpersonen, die auf dem Gebiet der Erdwärmenutzung in allen Bereichen der Forschung und Anwendung tätig sind. Er vereint Mitglieder aus Industrie, Wissenschaft, Planung und der Energieversorgungsbranche. Hauptaufgaben des Verbandes sind die Information der Öffentlichkeit über die Nutzungsmöglichkeiten geothermischer Energie zur Wärme- und Stromerzeugung sowie der Dialog mit politischen Entscheidungsträgern. Der BVG organisiert den jährlichen Geothermiekongress DGK ebenso wie Workshops zu aktuellen Themen und ist Herausgeber der Fachzeitschrift „Geothermische Energie“ sowie weiterer Informationsmaterialien. Der DGK 2016 findet vom 29. November bis 1. Dezember in Essen statt.

Bundesverband Geothermie e.V.

Dr. Erwin Knapek, Präsident des Bundesverbandes Geothermie
Bild: Bundesverband Geothermie  

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