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Deutsches Start-up Green City Solutions gewinnt 200.000 Euro in der Postcode Lottery Green Challenge

Gruppenfoto mit Königin Máxima, ehemaligen Gewinnern, Jurymitgliedern und Finalisten von 2016

Der Gewinner Willem Kesteloo von PHSYEE aus den Niederlanden erhält 500.000 Euro – die drei anderen Finalisten gewinnen jeweils 100.000 Euro

(WK-intern) – Das nachhaltige Start-up-Unternehmen „Green City Solutions“ aus Deutschland hat in der zehnten Ausgabe der Postcode Lottery Green Challenge den zweiten Platz erreicht.

Amsterdam – Mitgründer Zhengliang Wu (31) hat es mit seinem Unternehmen verstanden, die internationale Jury während des Finales in Amsterdam von sein em CityTree zu überzeugen.

Im Beisein der niederländischen Königin Máxima wurde ihm ein Scheck in Höhe von 200.000 Euro überreicht, damit er seinen nachhaltigen Unternehmensplan weiterentwickeln und sein Produkt auf den Markt bringen kann. Den Hauptpreis in Höhe von 500.000 Euro hat Willem Kesteloo von PHYSEE aus den Niederlanden gewonnen. Die übrigen drei Finalisten erlebten dieses Jahr ebenfalls eine erfreuliche Überraschung: Jeder von ihnen erhält 100.000 Euro. Dies ist eine einmalige Aktion aufgrund des zehnjährigen Jubiläums dieses Nachhaltigkeitswettbewerbs.

Im Vorfeld der diesjährigen Preisverleihung erhielt die Jury insgesamt 292 Einsendungen aus der ganzen Welt. Fünf davon erreichten das Finale. Diese kleine Zahl von Gründern präsentierte ihren Unternehmensplan vor der Jury, dem Publikum und der Presse. Zhengliang Wu (31) trat gegen folgende Konkurrenten an: Ioniqa Technologies und PHYSEE aus den Niederlanden, HomeBiogas aus Israel und Steama.co aus Großbritannien/Kenia.

Runner-up Preis für Green City Solutions
Green City Solutions erreichte das Finale mit seinem „CityTree“. Dieser ist eine rechteckige, 4 x 3 Meter große Konstruktion, die mit Moos überzogen ist. Dieses Moos reinigt eine ebenso große Luftmenge wie 275 urbane Bäume, benötigt dafür aber 99 Prozent weniger Platz. Das Moos saugt die Luftverschmutzung buchstäblich auf und verwandelt diese in eigene Biomasse. Intelligente Sensoren überw achen die Luftverschmutzung; Sonnenkollektoren und Auffangvorrichtungen für Regenwasser gewährleisten die grundlegende Versorgung. Dieser „Baum“ kann Städten dabei helfen, die gewünschte Luftqualität zu erreichen, wenn sich andere Methoden als unzureichend erwiesen haben.

Die Jury lobte den Zweitplatzierten für die Art und Weise, in der der CityTree Biologie und Technologie miteinander kombiniert, um es Städten zu ermöglichen, der Luftverschmutzung sichtbar zu begegnen und den Stadtbewohnern zum ersehnten Grün zu verhelfen. Die versprochene Reduktion der Feinstaubpartikel ist erstaunlich hoch.

Zhengliang Wu: „Wow, wir haben 200.000 Euro in der Postcode Lottery Green Challenge gewonnen, dem angesehensten Technologiepreis der Welt! Wir werden das Geld dazu verwenden, die Produktion unserer CityTrees zu erhöhen und ein Demonstrationsprojekt in einer großen deutschen Metropole durchzuführen. Wenn andere Städte sich davon überzeugt haben, dass e s wirklich funktioniert, werden sie dem Beispiel bestimmt folgen. Hiermit sind wir dem Ziel einer nachhaltigeren Welt einen großen Schritt näher gekommen.“

Hauptpreis für PHYSEE, 100.000 Euro für niederländische, israelische und englische Finalisten
Willem Kesteloo von PHYSEE aus den Niederlanden ist von der Jury mit dem Hauptpreis in Höhe von 500.000 Euro ausgezeichnet worden. Die Preise in Höhe von 100.000 Euro gingen an die folgenden nachhaltigen Start-ups: Ioniqa Technologies aus den Niederlanden, HomeBiogas aus Israel und Steama.co aus Großbritannien/Kenia. Lesen Sie hier mehr über ihre Erfindungen.

Jury mit internationalen Experten
Die internationale Jury stand dieses Jahr unter der Leitung von José María Figueres, dem Vorsitzenden des Vorstands von „Rocky Mountain Institute-Carbon War Room“ und ehemaligen Präsidenten von Costa Rica: „Der Klimawandel findet weltweit zunehmend Beachtung. Auch wenn die Regierungen an Gesetzen und Regulierungen arbeiten, sind es letztlich die grünen Unternehmen, die wirklich etwas bewirken können, indem sie nachhaltige Alternativen auf den Markt bringen. Die heute vorgestellten Finalisten haben einzigartige Lösungen entwickelt. Die Jury ist von ihrem Enthusiasmus und ihrem Einsatz für eine Reduzierung von CO2-Emissionen sehr beeindruckt. Wir hoffen, in Zukunft noch mehr von diesen Unternehmen zu hören.“

Green City Solutions und der CityTree
Peter Sänger, Dénes Honus, Zhengliang Wu und Victor Splittgerber gründeten das Biotechnologie und Internet-der-Dinge (IoT) Start-up im Jahr 2014. Das Expertenteam aus Architektur, Maschinenbau, Informatik und Gartenbau/Biologie kann bereits auf zahlreiche Medienberichte, Auszeichnungen und Praxiserfahrungen zurückblicken. Zusätzlich zu den Installationen in Oslo, Klingenthal und Dresden sowie Kurzzeiteinsätzen des CityTrees in Berlin, Dresden, Hannover, Halle, Krefeld und München wurde im Juni der erste Pflanzenfilter in Hong Kong aufgebaut.

Der CityTree basiert auf einer patentgeschützten Kombination von speziell ausgewählten Pflanzen, insbesondere Mooskulturen, und modernster Internet-der-Dinge-Technologie. Jede einzelne Anlage kann täglich den Feinstaub von bis zu 417 Pkw binden und den jährlichen CO2-Footprint um bis zu 240 Tonnen senken. Dafür werden lediglich 3m² Aufstellfläche und aufgrund der IoT-Technologie, der Verwendung von Solarenergie und einem integrierten Wassertank nur wenige Stunden Wartungszeit pro Jahr benötigt. Die eigens entwickelte Technologie erfasst Daten zu den klimatischen Bedingungen, welche mit den Werten zur Luftqualität der Städte erweitert werden können. Weiterhin lassen sich auf dem CityTree visuelle und digitale Informationen implementieren, die eine Einbindung in Marketingmaßnahmen ermöglichen. Auf die se Weise können analoge Inhalte, wie bspw. Logos und Bilder, kommuniziert und der Zugriff auf digitale Dienste, bspw. iBeacon oder Screens, ermöglicht werden. Integrierte Sitzbänke und das Angebot von zusätzlichen Dienstleistungen wie z. B. Wi-Fi-Hotspot oder E-Bike-Ladestationen erweitern die Funktionalität der Biofilter.

Vorstellung des Postcode Lottery Green Challenge Fund
Während der Veranstaltung wurde auch der neue Postcode Lottery Green Challenge Fund vorgestellt. Dieser Postcode Lottery Green Challenge Fund kann in Gewinner mit viel versprechendem Potenzial sowie in (ehemalige)Finalisten des Wettbewerbs investieren, damit diese sich zu erfolgreichen Unternehmen entwickeln können, die tatsächlich einen Beitrag zur Verbesserung des Weltklimas leisten. Denn ein solches Unternehmen benötigt häufig zusätzliches Kapital, um nach der Markteinführung expandieren zu können. Das Risikokapital, das heute auf dem Markt verfügbar is t, ist aber vor allem an Unternehmen interessiert, die die Start-up-Phase schon hinter sich haben, denn diese Phase ist den meisten Investoren schlichtweg zu riskant. Der Fonds wird von der Stiftung DOEN, was übersetzt Handeln heißt, verwaltet, die auch die Gewinner betreut.

PM: Green City Solutions

Gruppenfoto mit Königin Máxima, ehemaligen Gewinnern, Jurymitgliedern und Finalisten von 2016 / Pressebild

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