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Verletzten Arbeiter aus Gondel im Offshore-Windpark gerettet

Bergung des Patienten aus einer Gondel

Übung im Offshore-Windpark Amrumbank West

(WK-intern) – Kürzlich fand eine nicht angekündigte Alarmübung im Offshore-Windpark Amrumbank West statt.

Emden/St. Peter-Ording. Die eingesetzten Kräfte, die Crew des Offshore-Rettungshubschraubers von Northern HeliCopter GmbH und die Medizinische Leitstelle Offshore VENTUSmedic der Johanniter-Unfall-Hilfe, waren nicht eingeweiht, sondern mussten bei der Alarmierung zunächst von einem Ernstfall ausgehen.

Angenommen wurde ein verletzter Arbeiter, dargestellt von einem Mimen, der unterhalb des Getriebehauses im Azimut einer Windenergieanlage lag. „Geübt wurde sowohl die Zusammenarbeit der Mitarbeiter von Siemens und E.ON vor Ort im Windpark und im Service-Gebäude auf Helgoland, der Besatzung des Offshore-Rettungshubschraubers und der betriebsinternen Leitstelle“, berichtete Dr. Rüdiger Franz, Ärztlicher Leiter bei NHC. Die Trainings sind Bestandteil der hohen Sicherheitskultur bei E.ON. Die Mitarbeiter vor Ort mussten den Notruf an die Offshore-Leitstelle korrekt absetzen und Erste Hilfe leisten. Zudem sollten sie mit der technischen Rettung beginnen und den Patienten für den Abtransport vorbereiten.

Parallel dazu wurde der Notruf von der Offshore-Leitstelle entgegen genommen, die Anleitung zur Ersten Hilfe angeboten und der Offshore-Rettungshubschrauber alarmiert. „Northern Resuce 01“ startete umgehend in St. Peter-Ording und flog zum Windparkt 37 Kilometer westlich der Insel Amrum. Dort setzten die Piloten die HEMS Crew Member mit ihrer medizinischen Ausrüstung und dem Höhenrettungsequipment in über 90 Meter Höhe auf dem Hoistdeck der Windkraftanlage ab. In der Windenergieanlage übernahmen Notarzt und Notfallsanitäter die medizinische Versorgung des Verletzten und führte die Höhenrettung nach oben durch mehrere Ebenen auf das Hoistdeck der Gondel durch. Dabei kam auch das Höhenrettungsgerät „SHE-Rescue-Lift“ zum Einsatz. Die medizinische Crew musste dafür eine eigene Seilstrecke mit Umlenkrollen aufbauen und anschließend den Patienten für den Transport mit dem Hubschrauber vorbereiten. Trotz der medizinisch und technisch anspruchsvollen Rettungsaktion konnte der Patient innerhalb von 30 Minuten versorgt und ausgeflogen werden.

BU: Die Bergung des Patienten aus einer Gondel ist medizinisch und technisch sehr anspruchsvoll. Hier ist die Zusammenarbeit der Mitarbeiter und der Hubschrauber-Crew gefragt. Foto: E.ON

BU: Der Patient wird über mehrere Ebenen auf das Hoistdeck der Gondel gebracht. Dabei kommt auch das Höhenrettungsequipment zum Einsatz. Foto: E.ON

PM: Northern HeliCopter GmbH

Die Northern HeliCopter GmbH mit Sitz in Emden ist ein Gemeinschaftsunternehmen der AG „EMS“ und der SSC-Wind EMEA GmbH aus Wildeshausen. NHC beschäftigt 58 Mitarbeiter und operiert mit vier Hubschraubern. Das Unternehmen hat 25 Jahre Erfahrung im Bereich der Luftrettung. Es bietet neben dem Ambulanzflugdienst und der Offshore-Luftrettung auch den Personentransport an. 2014 wurde eine neue Basis in St. Peter Ording geschaffen, um die Anflugzeit zu den Parks signifikant zu reduzieren. Mit der Einführung des ganzheitlichen medizinischen Versorgungskonzepts WINDEAcare hat sich NHC mit in spezialisierten Partnern zum Marktführer in der Branche etabliert.

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