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Drohneninspektion von Windenergieanlagen

Foto: HB

Monteur gegen Maschine – Werden hochtechnisierte Drohnen in Zukunft die Wartung von Windrädern übernehmen?

(WK-intern) – Mehr als 3000 Windenergieanlagen stellen sich in NRW den Naturgewalten.

Düsseldorf. Bisher mussten sich für Inspektionen Monteure in schwindelerregende Höhen wagen, doch neuerdings mischen auch Drohnen mit. Wer macht seine Sache besser?

Roststellen im Turm, Erosion an Rotorblattkanten, Lackabplatzungen, beginnende Delamination, das heißt eine Ablösung von Schichten der Werkstoffverbunde – die Liste der Mängel, die bei Inspektionen von Windenergieanlagen (WEA) gefunden werden ist lang. Die Drohne HT-8 C180 der Firma SPECTAIR aus Meerbusch hat sogar schon Einschusslöcher im Turm entdeckt.

Während das kleine Flugobjekt keine Mühe hat an den einzelnen Rotorblätter einer 140 Meter hohen Windenergieanlage (WEA) entlang zu fliegen, läuft die Untersuchung bei den Monteuren deutlich schwieriger ab. Um in diesen Höhen Arbeiten zu verrichten, ist Routine erforderlich.

In voller Montur und mit festgezurrtem Geschirr geht Monteur Nils Federmann von der Firma PSM aus Erkelenz täglich seiner Arbeit nach. Im Inneren des Windrads hakt er sich mit einem Sicherungsseil an der Metallleiter ein und beginnt seinen Aufstieg: „Ein Praktikant hat das in 2,40 Minuten geschafft. Das ist schon sehr sportlich“. Er braucht für den Aufstieg zwischen fünf und sieben Minuten. Sie arbeiten hier immer zu zweit. Während er nach oben steigt, kommuniziert er über ein Walkie Talkie mit seinem Kollegen am Boden.

Außerhalb der Gondel wird es dann nicht leichter: Dann klettert er oben aus einer Luke heraus, über die Gondel hinüber und von vorne in die Narbe hinein. Gehalten wird er bei seinen sportlichen Höheneinlagen von einem speziellen Nabenseil.

Insbesondere im Inneren der Türme ist es, wo die quirligen Drohnen an ihre Grenzen stoßen. Die Monteure schrauben Schaltkästen auf und kontrollieren die Lichtbogenlöschkammern, die für die Sicherheit immens wichtig sind. „Hier schalten wir kein Licht an und aus, sondern eine 1,5-MW-Anlage, da müssen die Lichtbogenlöschkammern schon stärker sein“, sagt Alexander Olschewski von PSM.
Dennoch ist Drohnenpilot Kremkau überzeugt: „Autonome Drohnen werden in einigen Jahren selber rausfliegen und die Anlage mit Radar, Ultraschall-Techniken und 3D-Erkennung in Echtzeit inspizieren.“

Mehr zu dem Thema gibt es in den umfangreichen Reportagen über innovative Drohneninspektionen und die wichtige Arbeit der WEA-Monteure auf der Webseite der EnergieAgentur.NRW.

PM: EnergieAgentur.NRW

Foto: HB

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