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Debatte um Kosten der Energiewende versachlichen

Matthias Zelinger, energiepolitischer Sprecher des VDMA

VDMA: Die Höhe der Erneuerbare-Energie-Umlage sorgt derzeit wieder für teils heftige Debatten – dabei wäre gerade bei diesem Thema mehr Sachlichkeit geboten.

(WK-intern) – „Unsere Gesellschaft investiert aktuell erhebliche Summen in die Energiewende.

Diese Investitionen bergen auch Chancen: die Versorgung mit klimaschonender Energie, eine zukunftsfähige Infrastruktur und nachhaltige Exportmöglichkeiten“, sagt Matthias Zelinger, energiepolitischer Sprecher des VDMA.

Dabei gelte aber: „Der Umbau des Energiesystems muss so effizient wie möglich geschehen, denn solche Investitionen haben Auswirkungen auf die Kostenstruktur der Industrie.“ Zudem können die Ziele des Pariser Klimaabkommens nur erreicht werden, wenn die Energiewende ein globales Projekt wird und, wie sich nun abzeichnet, auch von den größten Industrienationen entschieden vorangetrieben wird.

Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland konnte die Kosten für Erneuerbare-Energien-Anlagen bereits senken und mit seinen Produkten die Energieeffizienz der Verbraucher steigern. Der VDMA war zudem einer der ersten Industrieverbände, der für einen wettbewerblichen Ausbau der erneuerbaren Energien im Ausschreibungsverfahren eingetreten ist. Entscheidend bliebe auch der Gesamt-Energieverbrauch: „Effizienz ist heute das große Entwicklungsziel bei energieverbrauchenden Anlagen wie Prozessöfen oder Druckluftsystemen. Auch Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung kombinieren heute Effizienz und Flexibilität“, erläutert Zelinger.

Im internationalen Vergleich der Energiekosten muss beachtet werden, welche sonstigen Belastungen im jeweiligen Strompreis enthalten sind. Jene Länder mit veralteten Kraftwerksparks müssten sehr bald kräftig investieren. „Die entsprechenden Technologien für Energieeffizienz, Wind- und Sonnenenergie sowie für Netze werden mittlerweile in vielen Ländern als strategisch wichtig angesehen. China stellt zum Beispiel bereits die Hälfte des Weltmarktes für Windenergieanlagen dar.“ Deutschland und Zentraleuropa müssten Leitanbieter und Leitmarkt für Energiewende-Technologien bleiben, resümiert der energiepolitische Sprecher des VDMA.

PM: VDMA

Pressebild: Matthias Zelinger, energiepolitischer Sprecher des VDMA

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