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Drei Dinge schreiben den Erfolg der deutschen Windtechnik weiter fort

http://www.windkraft-journal.de/wp-content/uploads/VDMA.pdf

Von der Energiewende zum Weltmarkt

(WK-intern) – Die Windindustrie Deutschlands ist global wettbewerbsfähig und innovativ.

Basis für eine weiterhin starke Rolle im Weltmarkt sind ein lebendiger Markt in Deutschland und Europa sowie fairer Wettbewerb in allen Regionen. Dann kann Energiewende weltweit wirken.

Hamburg: „Die Windindustrie lernt aus den Erfahrungen der Energiewende und schreibt diese Erfolgsgeschichte des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus global weiter fort“, sagte Dr. Markus Tacke, CEO der Siemens Wind Power and Renewables Division und Vorsitzender von VDMA Power Systems auf der WindEnergy Hamburg, „Die Energiewende wird weltweit adaptiert. Unsere Windindustrie kann stark dazu beitragen, wenn wir drei Dinge beherzigen: Erstens den Wettbewerb in Deutschland und global aufnehmen und mit Innovationskraft überzeugen. Zweitens die Stromgestehungskosten im System weiter senken. Drittens mit unseren Technologien das Netz stützen sowie die Wende im Wärme- und Verkehrssektor beschleunigen.“

Erfolg durch Innovationskultur entlang der Wertschöpfungskette
Es ist kein Zufall, dass die meisten marktführenden Anlagenhersteller und Zulieferer ihre Zentralen und Produktionsstandorte in Deutschland haben. „Wurzel dieser Industrie sind geballtes Maschinenbauwissen und eine starke Zulieferkette. Die Energiewende profitiert von der Innovationskultur, die durch die Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette entstanden ist“, sagte der Geschäftsführer von VDMA Power Systems Matthias Zelinger. Die Windindustrie erwirtschaftet mit ihrer deutschen Produktion ein Umsatzvolumen von etwa 14 Milliarden Euro. Sie haben eine Exportquote von etwa 70 Prozent und beschäftigen direkt im Anlagenbau rund 55.000 Menschen. „Hier wird immer die fortschrittlichste Technologie eingesetzt, die in der Folge ihren Weg auf den Weltmarkt findet. Aktuell haben wir etwa 40 Prozent Weltmarktanteil außerhalb Chinas“, sagte Zelinger. Für die Windindustrie folgt daraus: Die industrielle Basis und das Vertrauen in die langfristige Entwicklung sind Grundlage eines technologiebasierten Umbaus des Energiesystems; auch in den Exportmärkten.

Fairer Wettbewerb am Weltmarkt ist entscheidend
Die deutsche Windindustrie ist auf dem Weltmarkt erfolgreich. Sie entwickelt Anlagen für spezifische klimatische und systemische Anforderungen vor Ort. Das UN-Klimaabkommen von Paris wird der Windenergie auf lange Sicht weitere Märkte eröffnen. „Faire Wettbewerbsbedingung auf dem Weltmarkt sind entscheidend für die Zukunft der Windindustrie aus Deutschland“, sagt Dr. Tacke. „Der Abbau von Handelsbarrieren eröffnet die Chance, wettbewerbsfähige Produkte schneller auf dem Weltmarkt anzubieten.“
Recht verbreitet sind nationale Energiegesetze mit Local Content Anforderungen. Sie legen fest, dass ein gewisser Teil der Wertschöpfung eines Windenergieprojekts im Land erbracht werden muss. „Lokale Wertschöpfung ist gut, der Maschinenbau ist es gewohnt in der ganzen Welt zu produzieren und dies schafft auch Arbeitsplätze in Deutschland. Starre Local Content Anforderungen führen aber häufig zu höheren Projektkosten“, sagte Dr. Tacke weiter, „Local Content sollte sinnvollerweise mit dem Markt und der Reife der Industrie vor Ort mitwachsen.“

Kostenreduktion geht nur mit leistungsstarker Windindustrie
Der internationale Trend zu Ausschreibungen für erneuerbare Energien prägt die Nachfrage nach kostenoptimierten, verlässlichen Anlagen. Industrielle Fertigung, innovative Wertschöpfungsketten, Investitionen in Forschung und Entwicklung, die auf die Wind- und Wetterverhältnisse optimiert ist – so konnten die Stromerzeugungskosten in zwanzig Jahren um 60 Prozent gesenkt werden. Heute liegen sie in Deutschland zwischen 5,3 und 9,6 Euro-Cent je Kilowattstunde. In Exportmärkten mit idealen Bedingungen wurden unter 4 Euro-Cent erreicht. Auf See hat die Industrie in Europa die Ambition, die Kosten in Projekten mit finaler Investitionsentscheidung im Jahr 2025 inklusive Netzanschluss im Durchschnitt auf unter 8 Euro-Cent je Kilowattstunde zu bringen. Hierfür braucht Europa aber 4 Gigawatt Marktvolumen. Für diese Ziele investiert die Industrie etwa 5-6 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. „Damit die Kosten weiter sinken, bedarf es einer innovativen und leistungsstraken Windindustrie“, sagte Zelinger.

Windindustrie schafft Technologie für den nächsten Schritt der Energiewende
Deutschland hat einen Anteil von weit über 30 Prozent erneuerbaren Energien an der Bruttostromproduktion, etwa die Hälfte davon Windenergie. Die Stromversorgung in ganz Deutschland ist mit nur 15 Minuten Ausfall im Jahr Weltklasse. Das liegt an einer guten Infrastruktur, aber auch an systemdienlichen Windenergieanlagen, die zunehmend auch das Netz stabilisieren. Diese müssen vollen Zugang zum Markt für Systemdienstleistungen erhalten. Perspektivisch wird Windenergie auch in den Wärme- und Mobilitätssektor gelangen müssen, um die Energiewende in diesen Sektoren fortzuführen. „Technisch sind wir oftmals schon so weit. Doch fehlt noch dases an einem Geschäftsmodell für Systemdienstleistungen und Flexibilitätsoptionen wie Speicher. Dennoch investiert die Windindustrie in systemdienliche Technologien, denn es ist klar, dass ein funktionierendes Energiesystem auf fortschrittliche Windturbinen und Netztechnik angewiesen sein wird”, sagte Markus Tacke.

PM: VDMA

Bild: VDMA PS PK WindEnergy 2016-09-28 presentation fin.pdf

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