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Ein Jahr EU-Energieeffizienzlabel: Wo steht die Branche?

http://www.label-pack-a-plus.eu/deutschland/

Ein Jahr nach der Einführung des Energieeffizienzlabels für Verbundanlagen für Warmwasser und Raumheizungen ziehen Vertreter der Solarbranche aus sechs Ländern, die die Verbreitung des Labels fördern, ein erstes Resümee:

(WK-intern) – Bis das Label beim Verbraucher ankommt, ist noch ein langer Weg zurückzulegen.

Vor einem Jahr wurde mit der Einführung der Labelpflicht die Möglichkeit für Endkunden geschaffen, über neue Energieeffizienzlabel Heizgeräte und Warmwasserbereiter anhand des Energieverbrauchs auszuwählen.

Das neu eingeführte Verbundanlagenlabel umfasst auch Heizsysteme, die mit solarthermischen Anlagen ausgerüstet sind und dadurch eine höhere Gesamteffizienz erreichen.

„Um die laufenden Energiekosten zu senken und CO2-Emissionen zu reduzieren, benötigen wir Heizgeräte und Warmwasserbereiter, die deutlich weniger Brennstoff oder Strom benötigen, aber den gewohnten Komfort bieten”, so Robin Welling, Präsident der Europäischen Solarthermie-Industrie-Föderation ESTIF. „Das Verbundanlagenlabel ist ein geeignetes und leicht verständliches Instrument, das es dem Verbraucher ermöglicht, besser informiert Entscheidungen über ein neues und saubereres Heiz- oder Warmwasserbereitungssystem mit Solarthermie zu treffen.”

Obwohl relativ neu, ist das Label leicht verständlich, da es mittlerweile zahlreiche andere Produkte gibt, die nach ähnlichen Skalen gelabelt sind, beispielsweise Waschmaschinen oder Kühlschränke. Die Effizienz der Labels reicht von G, der niedrigsten Kategorie, bis hin zu A+++, der effizientesten Lösung. Die Kategorien von A+ oder besser sind nur unter Einsatz erneuerbarer Energien erreichbar.

Das Verbundanlagenlabel wird direkt durch den Hersteller, den Fachhändler oder den Installateur bereitgestellt. Es muss bereits dem Angebot beiliegen. Der Verbraucher hat das Anrecht auf diese Information, während der Inverkehrbringer diese Information bereitstellen muss.

Damit Installateure einfacher ihrer Pflicht zur Labelausstellung nachkommen können, gibt es ein Projekt der Branche, das den Heizungsinstallateuren online eine Software bereitstellt, die sie hierfür nutzen können. Das Projekt LabelPack A+, das von der EU-Kommission finanziert wird, stellt auch Schulungen und Informationen für Installateure bereit. Am EU-Projekt beteiligt sind neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich und Portugal. Informationen zu den Aktivitäten in jedem der Länder finden sich unter www.label-pack-a-plus.eu/.

„Das von uns entwickelte Onlinetool und die Materialien vereinfachen Verständnis und Erstellung des Verbundanlagenlabels für Heizgeräte und Warmwasserbereiter“, so Pedro Dias, Projektkoordinator des LabelPack A+ Projekts. „Im vergangenen Jahr haben wir jedoch gesehen, dass das Label noch nicht im Bewusstsein der Verbraucher angekommen ist. Europaweit sehen wir noch großen Schulungs- und Informationsbedarf bei Installateuren zum Verbundanlagenlabel”, fügt er hinzu.

In Deutschland haben im vergangenen Jahr erste Aktivitäten begonnen. Neben der Einbindung der Industrie und der Heizungsinstallateure zum Projekt wurden auch Endkunden über die Informationskampagne „Woche der Sonne und Pellets” über das Label aufgeklärt. Darüber hinaus müssen in Deutschland ab 2017 alle Schornsteinfeger Heizungsanlagen, die bis 1991 in Betrieb genommen wurden, mit einem Altanlagenlabel versehen. „Die Vergleichsmöglichkeit des Alt- und Neuanlagenlabels bietet eine weitere Chance für den Kunden, den Nutzen einer Heizungssanierung zu erkennen. Wenn die neue Heizung dann noch mit Solarthermie versehen ist, findet im eigenen Keller eine kleine Energiewende statt, die auch noch Brennstoffkosten spart”, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V.

PM: Bundesverband Solarwirtschaft e.V.

Internetseite: Infos

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