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Windkanaltest: Schallentwicklung und Lastspitzen sinken durch modifizierte Rotorblätter

Unerkannte Schäden in Rotorblättern von Windenergieanlagen / Foto: HB

Wirksamkeit der Tuberkel-Technologie im Windkanal bestätigt

(WK-intern) – Die 2013 gegründete Ingenieurgesellschaft TEG GmbH aus München hat sich exklusiv die weltweiten Lizenzrechte für die aus Kanada stammende und aus der Bionik entlehnte Tuberkel-Technologie gesichert.

Nach zweijähriger Entwicklungszeit ist mit den in der letzten Woche in Braunschweig stattgefundenen Windkanaltests ein wichtiger Meilenstein erreicht worden: In ihnen konnte der Nachweis der Wirksamkeit der Tuberkel bei Rotorblättern von Windenergieanlagen belegt werden.

Was nach einem üblichen Verfahren klingt, ist konkret betrachtet eine kleine Revolution in der Windkraftgeschichte. Schon vor Abschluss aller Auswertungen lässt sich festhalten: Sowohl beim Schallverhalten als auch bei den Lastannahmen konnten im Windkanaltest signifikante Verbesserungen gemessen werden. Die Vergleichsmessungen fanden an einem herkömmlichen Rotorblatt einer 2-MW-Anlage eines deutschen Anlagenbauers statt, mal mit und mal ohne Tuberkel. Erzielt werden konnten die gemessenen Optimierungen ohne gestiegene Widerstandsbeiwerte, die im späteren Betrieb von WEA ansonsten den Ertrag geschmälert hätten.

Auf Basis der Tuberkel-Technologie lassen sich nicht nur neue Rotorblätter entwerfen; sie ist auch dazu geeignet, bestehende WEA on- und offshore dementsprechend nachzurüsten. Derzeit verhandelt TEG mit einem Kunden über die Nachrüstung einer bestehenden Anlage mit der Technologie zu Messzwecken. Absichtserklärungen weiterer Kunden sind bereits gezeichnet worden.

Laut Achim Fischer, dem technischen Geschäftsführer der Firma, sind die Vorteile der Tuberkel-Technologie noch nicht ausgeschöpft: „Ich bin mir sicher, dass wir durch eine noch bessere Anpassung der Tuberkel noch niedrigere Schallemissionen und Lastspitzen realisieren können.“ Zu den weiteren Pluspunkten zählt der Diplom-Ingenieur nicht nur die Verlängerung der Lebensdauer von Komponenten, sondern auch Materialeinsparungen bei der Auslegung neuer Blätter sowie hervorragende Bedingungen im Offshore-Einsatz.

Auf der Messe WindEnergy 2016 in Hamburg ist TEG in Halle 7/B7.112 am Gemeinschaftsstand mit der Övermöhle Consult GmbH zu finden, die TEG bei der Markteinführung der Tuberkel-Technologie beratend und aktiv zur Seite steht.

„Wir sind von der Technologie und deren Nutzen für die Windenergie überzeugt. Deshalb haben wir die anspruchsvolle Aufgabe übernommen, das Start-up TEG gemeinsam mit den Initiatoren erfolgreich im Markt zu platzieren“, erklärt Klaus Övermöhle, der Geschäftsführer der ÖCM. Auf der gleichzeitig in Hamburg stattfindenden EWEA-Konferenz wird die Technologie von Aero Dynamik Consult GmbH, einem der Gesellschafter der TEG, vorgestellt.

TEG gründet gerade mit einer deutschen Werft ein Gemeinschaftsunternehmen, um die Tuberkel-Technologie im maritimen Bereich zum Einsatz zu bringen. Erste Vertragsverhandlungen laufen gerade mit etablierten, international tätigen Firmen. Im Grunde nach kehrt die Technologie dorthin zurück, woher sie gekommen ist: aus dem Meer. Buckelwale nutzen die Tuberkel seit vielen hunderttausend Jahren, um besser jagen zu können.

PM: TEG The Energy Generators GmbH und die Övermöhle Consult & Marketing GmbH

Schallentwicklung und Lastspitzen sinken durch modifizierte Rotorblätter / Foto: HB

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