Energiewende 2.0: Nur mit intelligenter Kopplung der Bereiche Strom, Wärme und Mobilität

Pressefoto der Veranstaltung

250 Expertinnen und Experten bei der Tagung „Sektorübergreifende Transformation unseres Energiesystems“

(WK-intern) – Wer die Pariser Klimabeschlüsse ernst nimmt und eine Dekarbonisierung unseres Energiesystems vorantreiben will, wird um die Verbindung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität nicht herum kommen.

Grund genug für das NRW-Klimaschutzministerium diesen ganzheitlichen Ansatz mit dem neu gegründeten Kompetenzzentrum für Systemtransformation bei der EnergieAgentur.NRW voranzutreiben.

Vor diesem Hintergrund hat die EnergieAgentur.NRW Expertinnen und Experten aus der Branche heute (20.9.2016) zu einer Fachtagung zum Thema „Sektorübergreifende Transformation unseres Energiesystems“ eingeladen, um klare Definitionen, Strategien und Rahmenbedingungen zur Sektorenkopplung vorzustellen und zu diskutieren.

„Diese Systemtransformation vollzieht sich in technischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht.“ konstatierte Johannes Remmel, NRW-Klimaschutzminister. „Und sie ist umfassend, da sie sich nicht nur auf den Strombereich bezieht, sondern alle Sektoren des Energiesystems betrifft. NRW ist in besonderer Weise in der Lage, Strom auch in den Wärme- und Verkehrssektor zu leiten. Im Verbund mit den vielen innovativen Unternehmen und der sehr dichten Forschungs- und Hochschullandschaft kann Nordrhein-Westfalen so zu einem Zentrum für Sektorkopplungs-Technologien werden. Dies wird sowohl den kleinen und mittleren Unternehmen als auch der energieintensiven Industrie zu Gute kommen.“

Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, betonte in seiner Begrüßung der rund 250 Expertinnen und Experten aus den Bereichen Energieversorgung, Netzbetrieb, Energiedienstleistung, Wissenschaft, Verbandswesen, Beratung und Politik die Wichtigkeit der Flexibilisierung von Stromerzeugung und Verbrauch. „Die gesamtsystemische Betrachtung aller Bereiche und Sektoren ist notwendig, um langfristig eine Dekarbonisierung der Energieversorgung zu erreichen.“

Professor Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts unterstrich, dass für die Umsetzung der Vorgaben des Paris Agreement 2015, „die klimapolitischen Anstrengungen deutlich erhöht werden müssen. Das setzt eine stärkere Integration der erneuerbaren Energien in unser gesamtes Energieversorgungssystem voraus. Statt den Ausbau zu drosseln, ist es zukünftig erforderlich, den Umstieg von einem zentralen, fossilen und nuklearen Energiesystem hin zu einem dezentralen, auf erneuerbaren Energien fußendem System zu intensivieren. Hierzu bedarf es mehr Flexibilität auf der Erzeugungs- und Nachfrageseite und eines stärker sektorübergreifenden Ansatzes.“

Erneuerbare Energien können und müssen nicht nur zur Dekarbonisierung der Stromerzeugung beitragen, sie sind auch der Schlüssel für eine schrittweise klimaverträgliche Aufstellung der Wärmeversorgung, der Mobilität und der Industrie. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen alle technisch verfügbaren Technologien zeitnah umgesetzt werden, betonte Frank Schäfer, Leiter des neu gegründeten Kompetenzzentrums für Systemtransformation (KST) bei der EnergieAgentur.NRW.
Insgesamt beleuchteten 25 Referenten in den Fachforen die Chancen und Herausforderungen der Sektorenkopplung zum Gelingen der Energiewende. Die vielzähligen vorgestellten Projekte zeigen auf, dass NRW schon heute einen innovativen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Nur dur

ch eine deutliche Intensivierung der vorhandenen Aktivitäten auf allen Ebenen wird sich NRW perspektivisch als Energieland halten und positionieren können.

Informationen: www.energieagentur.nrw/systemtransformation

PM: EnergieAgentur.NRW

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