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18. Energietag: Energie künftig noch effizienter nutzen

18. Energietag debattiert Synchronisation der Energiewende und Herausforderungen für konventionelle und erneuerbare Energien

(WK-intern) – Erster Brandenburger Energieeffizienzpreis verliehen

„Die Energieeffizienz weiter zu steigern, ist eines der zentralen Ziele der brandenburgischen Energiestrategie 2030.

Denn je weniger Energie Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verbrauchen, umso wirtschaftlicher können sie arbeiten.“ Das sagte Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber heute bei der Verleihung des erstmals ausgelobten Brandenburger Energieeffizienzpreises auf dem 18. Brandenburger Energietag in Cottbus. Preisträger sind die Stadt Prenzlau, die Hermann Römmler Kunststofftechnik GmbH & Co KG aus Strausberg und die Nechlin GmbH & Co KG. Sie erhalten ein vom Ministerium bereit gestelltes Preisgeld von je 5.000 Euro.

Auf dem vom Energieministerium in Zusammenarbeit mit der IHK Cottbus veranstalteten Brandenburger Energietag diskutierten rund 350 Teilnehmer im Cottbuser Radisson Blu Hotel über die Synchronisation der Energiewende- und die Herausforderungen für konventionelle und erneuerbare Energien. „Die Braunkohlenutzung und die Integration der erneuerbaren Energien sind in Brandenburg von großer Bedeutung“, so Minister Gerber in seinem Vortrag. „Die Strompreise sind in den vergangenen zehn Jahren um 60 Prozent gestiegen. Der ungezügelte weitere Ausbau der erneuerbaren Energien erscheint fragwürdig, wenn der Netzausbau den Erfordernissen nicht Stand hält. Beide Arten der Energieerzeugung müssen besser aufeinander abgestimmt werden.“

Dr. Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, erklärte in seinem Grußwort: „Die Energiebranche ist das traditionelle wirtschaftliche Rückgrat Südbrandenburgs. Deshalb ist die Umsetzung der Energiewende für den Standort Lausitz von besonderer Bedeutung. In der Lausitz erleben wir die praktische Umsetzung der Energiewende hautnah mit all ihren Problemen. Der Energietag soll einen Beitrag dazu leisten, Wege aufzuzeigen, wie eine versorgungssichere, klimafreundliche und bezahlbare Energieversorgung organisiert werden kann.“

Der Präsident der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg, Professor Jörg Steinbach, erklärte: „Die BTU Cottbus-Senftenberg ist ein Innovationsmotor für die Region und nimmt eine wichtige Rolle im Strukturwandel ein. Mit attraktiven Studienangeboten holen wir junge Nachwuchskräfte in die Region. Forschergeist, neue Entwicklungen und eine solide Wirtschaft tragen dazu bei, sie hier zu halten. Der Brandenburger Energietag ist ein Forum für den Austausch von Erfahrungen aller Akteure auf dem Gebiet der Energieerzeugung. Gemeinsam können wir die Herausforderungen der Energiewende gestalten.“

Am Nachmittag standen den Besuchern des Energietages sechs Foren offen, um die aufgeworfenen Fragen im Gespräch mit Fachleuten aus Praxis und Wissenschaft zu vertiefen. Dabei ging es um Fördermöglichkeiten durch die REN-Plus Richtlinie des Landes und die Themen Wärmemarkt, Netze und Speicher. Die Lausitz im Strukturwandel und die Herausforderungen an Energieerzeugung und Energieverbrauch waren weitere Schwerpunkte. In einer Ausstellung präsentierten sich 30 Unternehmen.

Hintergrund zu den Gewinnern des Energieeffizienzpreises:

Prenzlau überzeugte mit einem Energieeffizienzprojekt an der Oberschule Grabow. Durch eine intelligente Heizungssteuerung in Klassenräumen und Lehrerzimmern konnten von 2012 bis 2014 22,16% der Heizwärme eingespart werden. Das zeigt, dass auch ohne energetische Gebäudesanierung Erfolge bei der Heizwärme erreicht werden können.

Die Hermann Römmler Kunststofftechnik GmbH & Co KG wurde für ihr Projekt „Kraft-Wärme-Kopplung für die Kunststofftechnik“ ausgezeichnet. Der Einsatz einer neuen modernen KWK-Anlage ermöglicht 40% weniger Energieverbrauch und damit 35% Kosteneinsparung bei 40% weniger CO2-Emissionen.

Der Sonderpreis ging an die Wärme für Nechlin GmbH & Co KG mit dem Projekt „Nechlin – Ein Dorf voller Energie“. Das Dorf in der Uckermark erzeugt heute mit 60 Mio. kWh Energie jährlich fast das Hundertfache des eigenen Verbrauches, davon den größten Teil im Windfeld Nechlin, aber auch mittels Solaranlagen und Blockheizkraftanlagen. Damit entstehen auch Überschüsse aus dem Verkauf der erzeugten Energiemengen, die wiederum der Gemeinde und dem Dorf zugute kommen.

PM: Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE)

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