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Siemens baut erstmals Offshore-Installation der Windturbine SWT-7.0-154

Offshore-Installation der Windturbine SWT-7.0-154 / Pressebild: Siemens

Siemens baut Offshore-Windkraftwerk mit neuartigen Fundamenten und Verkabelung

  • „Gravity Jacket“-Konzept für kostengünstige Fundamente
  • Erstmals Offshore-Installation der Windturbine SWT-7.0-154 mit 66-kV-Transformator, Kabelung und Schaltanlage
  • „Cable in Pipe“ für kosteneffiziente Kabelsysteme

(WK-intern) – Vier Windturbinen einschließlich der dazugehörigen Ausrüstung werden einen großen Schritt in die Zukunft der Offshore-Windtechnologie machen:

Nissum Bredning Vindmøllelaug und Jysk Energi haben die Ausschreibung der dänischen Energieagentur (DEA) zum Bau des Pilotprojekts Nissum Bredning Vind mit einer Leistung von 28 Megawatt gewonnen.

Die endgültige Investitionsentscheidung für das Projekt im Norden Dänemarks ebnet den Weg für wichtige Tests für künftige Offshore-Windenergietechnologie: Der Lieferumfang von Siemens umfasst nicht nur die neue, direkt angetriebene Windturbine mit sieben Megawatt Leistung, sondern mit Gravity Jackets auch kostengünstige Fundamentlösungen. Neben einer neuen 66-Kilovolt (kV)-Lösung mit verbessertem Transformator, Kabel und Schaltanlagen kommen auch weitere Innovationen bei den Türmen und Controller-Einstellungen zum Einsatz.

Die wirtschaftliche Perspektive der Offshore-Windenergietechnologie die im Rahmen des Projekts erprobt wird, soll erhebliche, positive Auswirkungen auf die Stromgestehungskosten aufzeigen. Die DEA rechnet damit, dass die in Nissum Bredning getesteten Bauteile erhebliche Einsparungen bei Investitions- und Betriebskosten erzielen können. Einen wichtigen Beitrag wird hierzu das innovative Konzept der Gravity Jacket Fundamente von Siemens liefern. Dieses ermöglicht den im Vergleich zu Monopiles kostengünstigeren Bau von Fundamenten. Bis zu 20 bis 30 Prozent der Kosten eines Offshore-Windkraftwerks entfallen auf die Fundamente. Siemens wird weiterhin Forschung- und Entwicklungsarbeit in Brande und Vejle (beide Dänemark) zur weiteren Senkung der Kosten für Offshore-Windenergie vorantreiben.

Der Netzanschluss der vier Windturbinen des Typs SWT-7.0-154 erfolgt durch ein neues Kabel- und Turbinenkonzept mit einer Spannung von 66 kV. Künftig könnte dies die Standardspannung für Offshore-Windkraftwerke sein. Höhere Spannungen bedeuten niedrigere Kosten für die Verkabelung sowie weniger Verluste. Zusätzlich trägt die „Cable in Pipe“-Lösung dazu bei, dass eine einfachere Verkabelung zwischen den Turbinen eingesetzt werden kann. Weitere Materialeinsparungen erfolgen durch ein verschlanktes Turmkonzept. Hier sollen Prototypen mit weniger Gewicht installiert werden, die speziell für Jacket Konzepte geeignet sind.

„Wir sind stolz über unsere Beteiligung am Offshore-Windkraftwerk Nissum Bredning Vind,“ sagt Michael Hannibal, CEO Offshore der Siemens Wind Power and Renewables Division. „Seit das dänische Energieministerium das Projekt offiziell als Testanlage für neue Technologien und integriertes Design ausgeschrieben hat, freuen wir uns darauf. Es gestattet uns, unsere Innovationen zu testen und gleichzeitig die damit verbundenen Möglichkeiten zur Kostensenkung der Offshore-Windenergie hervorzuheben.“

Für die ersten 50.000 Stunden im Volllastbetrieb erhält das Offshore-Windkraftwerk Nissum Bredning Vind in den ersten zehn Jahren eine Förderung in Form eines garantierten Einspeisetarifs von 0,7 DKK pro kWh (0,09 EUR pro kWh). Die Installation der Windturbinen ist für Sommer 2017 vorgesehen. Die Inbetriebnahme erfolgt im dritten Quartal des nächsten Jahres.

PM: Siemens

Offshore-Installation der Windturbine SWT-7.0-154 / Pressebild: Siemens

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