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EEX-Börsenrat genehmigt Pläne zur Einführung eines Floor Futures

Am 14. September fand in Rom unter dem Vorsitz von Dr. Michael Redanz, Vorsitzender der Geschäftsführung der EWE Trading AG, die dritte Börsenratssitzung der European Energy Exchange (EEX) im Jahr 2016 statt.

(WK-intern) – Neben der Anpassung der Auszahlungsschwelle („Cap“) für den EEX Cap Future Kontrakt lag der Fokus in der Sitzung auf der Einführung des Floor Future sowie der Erweiterung des Straight-Through-Processings (STP) auf die Spotmärkte und der Einführung zusätzlicher Fälligkeiten für die Stromoptionen.

Der Börsenrat diskutierte die geplante Anpassung des Caps für den EEX Cap Future Kontrakt, wobei diese Obergrenze einen wesentlichen Parameter für den Wert des Kontraktes bildet. Als die EEX den Kontrakt im September 2014 zur Absicherung gegen Preisspitzen einführte, bildete der Cap von 60 €/MWh die obersten 2 % der im Vorjahr (2013) festgestellten Preise ab. Seither sind die Preise sowohl auf dem Day-Ahead als auch auf dem Intraday-Markt kontinuierlich gesunken. Die EEX hat nach Rücksprache mit den Marktteilnehmern die Entscheidung getroffen, den Cap ab November 2016 auf 40 €/MWh zu senken. Michael Redanz betont: „Wir begrüßen diesen Schritt sehr, da er die enge Zusammenarbeit mit den Marktteilnehmern sowie die Flexibilität der EEX bei der Weiterentwicklung des Angebots in Abhängigkeit von den Marktbedingungen widerspiegelt.“

Desweiteren genehmigte der Börsenrat die Einführung von Floor Futures für den Intraday-Markt. Im Gegensatz zum Cap Future ermöglicht der Floor Future den Teilnehmern die Absicherung gegen niedrige Preise am deutschen Intradaymarkt, insbesondere bei negativen Preisen. Nach Rücksprache mit den Marktteilnehmern stimmte der Börsenrat einer Untergrenze von 10 €/MWh zu.

Überdies hat der Börsenrat die Ausdehnung der Straight-Through-Processing (STP) Funktionalität auf den Spotmarkt beschlossen. Aktuell ist das Straight-Through-Processing über Broker nur für Terminmarktgeschäfte verfügbar. Die STP-Funktionalität wird aufgrund steigender Volumina in den zum Clearing registrierten Geschäften auch auf Transaktionen am Spotmarkt erweitert. Dies führt zu Effizienzverbesserungen für die Marktteilnehmer der EEX-Gruppe, da die handelnden Unternehmen die außerbörslich geschlossenen Geschäft nicht mehr manuell ins Clearing überführen müssen.

Zudem hat der Börsenrat den Ausbau der handelbaren Fälligkeiten von Monatsoptionen am Strom-Terminmarkt genehmigt. Seit 2015 hat die EEX ihre Produktpalette für Stromoptionen in enger Zusammenarbeit mit ihren Kunden stetig erweitert. Im Einklang mit dem Kundenfeedback wird die maximale Anzahl handelbarer Fälligkeiten von Monatsoptionen auf Stromfutures nunmehr von 5 auf 9 Monate erweitert. Damit werden die Fälligkeiten an die der Phelix Futures angepasst, die ebenfalls bis zu 9 Monate im Voraus gehandelt werden können. Der Börsenrat stimmte der Erweiterung von 5 auf 9 handelbare Fälligkeiten im vierten Quartal 2016 zu.

Der Börsenrat der EEX ist ein Börsenorgan im Rahmen des Börsengesetzes. Er besteht aus insgesamt 24 Mitgliedern, die die verschiedenen Interessenverbände und Wirtschaftskreise angemessen repräsentieren: Neben den Handelsteilnehmern mit 19 gewählten Mitgliedern aus fünf verschiedenen Wahlgruppen gehören vier Verbandsvertreter sowie ein Vertreter der Energiewissenschaft dem Börsenrat an. Der Börsenrat verabschiedet vor allem das Regelwerk der Börse und seine Änderungen. Darüber hinaus bestellt und überwacht das Gremium die Börsengeschäftsführung und beruft den Leiter der Handelsüberwachungsstelle.

PM: European Energy Exchange AG

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