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Studie: Energiepolitik der Bundesregierung konterkariert wirksamen Klimaschutz

Bürgerenergie: Klimaschützer in Aktion. Quelle: Bündnis Bürgerenergie e.V., Jörg Farys

Bündnis Bürgerenergie fordert energiepolitische Kurskorrektur – Zweitägiger Bürgerenergiekonvent startet

(WK-intern) – Deutschland wird aufgrund der Energiepolitik der Bundesregierung seine Klimaschutzverpflichtungen dramatisch verfehlen.

Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Berliner Hochschule für Technik und Berlin, die Studienleiter Prof. Dr. Volker Quaschning heute auf dem 3. Bürgerenergiekonvent des Bündnis Bürgerenergie (BBEn) vorstellt.

Laut Studie müsste der Ausbau von Erneuerbare-Energie-Anlagen deutlich beschleunigt werden, damit Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen kann. Voraussetzung ist eine vollständig regenerative Stromerzeugung. Ein hoher Handlungsdruck besteht gemäß Studie in den Bereichen Wärme und Mobilität. Hier ist eine rasche Elektrifizierung die einzig realistische Option eines verantwortungsvollen Klimaschutzes. Stattdessen hat die Große Koalition im Sommer 2016 beschlossen, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien radikal abgewürgt werden soll.

Vor diesem Hintergrund richtet das Bündnis Bürgerenergie einen eindringlichen Appell an die Politik: „Auch wenn es dann schon fast zu spät ist: Die nächste Bundesregierung muss die dramatischen energiepolitischen Fehlentscheidungen der schwarz-roten Koalition sofort korrigieren“, sagt René Mono, Vorsitzender des BBEn-Vorstands. Hierüber werden VertreterInnen der Bürgerenergie im Anschluss an die Studienvorstellung mit dem für die Energiepolitik verantwortlichen Staatssekretär des Bundeministeriums für Wirtschaft und Energie Rainer Baake diskutieren.

Trotz des politischen Gegenwinds bleibt die Bürgerenergie-Community optimistisch. Unter dem Motto „Bürgerenergie hat Zukunft“ kommen Bürgerenergie-Akteure aus ganz Deutschland heute und morgen zusammen, um in Impulsvorträgen, Diskussionen und Workshops die wichtigsten Perspektiven einer dezentralen Energiewende in Bürgerhand zu diskutieren. „Bürgerenergie ist eine Quelle der sozialen, technischen und ökonomischen Innovationen. Egal ob Mieterstrom, regionale Sektorkopplung oder Energieeffizienz-Contracting – die zukunftsweisenden Lösungen der Energiewende kommen aus der Bürgerenergie“, so René Mono weiter.

Der große gesellschaftliche Wert der Bürgerenergie wird auch in einem neuen Projekt des Bündnis Bürgerenergie deutlich: dem Bremer Manifest. „Wir wollen den Strom selbst erzeugen – umweltfreundlich und sozial“, ist die Kernthese des Manifests. Das Bündnis hält die dezentrale und demokratische Energiewende für ein zentrales gesellschaftliches Vorhaben, das den Interessen des Klimaschutzes und dem Gemeinwohl dient. Das Projekt wird auf dem Konvent vorgestellt, gleichzeitig wird die zugehörige Website veröffentlicht.

Das Bündnis Bürgerenergie ruft die Konvent-TeilnehmerInnen zur Teilnahme an der TTIP-Demonstration am Samstag, den 17.9. auf. Im Anschluss um 17:30 Uhr wird in der Berliner Stadtbibliothek der Film „POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion“ mit anschließender Diskussion mit dem Rat für Bürgerenergie gezeigt, der Eintritt ist frei.

Das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) e.V. setzt sich für die dezentrale Energiewende in Bürgerhand ein. Mit rund 150 Mitgliedern vereint es über 500.000 Energiebürger aus ganz Deutschland, die sich einzeln als Privatpersonen oder gemeinschaftlich als Genossenschaftsmitglieder oder als Mitglieder in Organisationen für eine Stärkung der Energiewende in Bürgerhand engagieren. Diese Menschen eint die Überzeugung, dass die Energiewende nur mit breiter Verankerung der Bürgerenergie erfolgreich fortgeführt werden kann.

PM: Bündnis Bürgerenergie

Pressebild: Bürgerenergie: Klimaschützer in Aktion. Quelle: Bündnis Bürgerenergie e.V., Jörg Farys

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