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Hybridisierung: Hightech im Teilelektrifiziertem Dieselmotor senkt Betriebskosten

Hannover/Stuttgart – Bosch macht den Lkw zum Technologieträger. Auf der 66. Internationalen Automobilausstellung für Nutzfahrzuge in Hannover präsentiert das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen seine Ideen und Lösungen für die vernetzten, automatisierten und elektrifizierten Nutzfahrzeuge von morgen. Sie finden Bosch in Halle 17, Stand B12. / Pressebild

Bosch steigert Transparenz und Effizienz

  • Hohe Wirtschaftlichkeit des Dieselmotors wird durch Teil-Elektrifizierung weiter gesteigert
  • Automatisiertes Fahren in Form von Platooning bietet für Spediteure eine deutliche Effizienzsteigerung und mehr Sicherheit
  • Vernetzung macht die Logistikkette transparent – zum Vorteil der Speditionen und deren Kunden

(WK-intern) – Stuttgart – Für Spediteure dreht sich alles um TCO, Total Cost of Ownership.

Jede Investition wird darauf hin geprüft. Auch Cent-Beträge summieren sich schnell aufgrund der Zahl an Fahrzeugen in der Flotte und der vielen gefahrenen Kilometer.

Angesichts des immer schärferen Wettbewerbs hat die Senkung aller Kosten über die Gesamtlaufzeit eines Fahrzeugs hinweg höchste Priorität für die Unternehmer. „Neue Technik für Nutzfahrzeuge ist erfolgreich, wenn sie Wirtschaftlichkeit und Effizienz steigert“, sagt Dr. Markus Heyn, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Besonders wichtig für Spediteure ist die Senkung der Kraftstoffkosten, die fast ein Viertel der Gesamtausgaben ausmachen, sowie die Vermeidung unrentabler Standzeiten. Lösungsansätze für beide Aspekte präsentiert Bosch auf der IAA mit der Konzeptstudie VisionX. Die visionäre Konzeptstudie zeigt, wie durch den Einsatz vernetzter Informationen und innovativer Lösungen der Verbrauch weiter gesenkt sowie Kosteneffizienz und TCO signifikant verbessert werden können.

Dieselmotor steht für Effizienz und Zuverlässigkeit im Fernverkehr

Viele Entwicklungen von Bosch haben den Dieselantrieb in Nutzfahrzeugen bereits effizienter gemacht. So sind die Common-Rail-Einspritzung und das Abgasnachbehandlungssystem Denoxtronic zwei wichtige technische Meilensteine. Helmut Weißbeck, Vertriebsleiter Nutzfahrzeuge und Motoren im Bereich Commercial Vehicle and Off-Road bei Bosch, ist sich sicher: „Auch auf absehbare Zeit bleibt der Dieselmotor für den Schwerlastverkehr eine tragende Säule.“ Zudem besitzt der Antrieb das Potenzial, in Zukunft mit Hilfe neuer Technologien von Bosch noch wirtschaftlicher zu werden. So verfügt der Lkw der Zukunft über elektrifizierte Nebenaggregate wie Wasser- und Hydraulikpumpen, die den Gesamtwirkungsgrad des Dieselmotors weiter verbessern. Auch die Hybridisierung des Antriebs, also die Einbeziehung von Elektromotoren für bestimmte Fahrsituationen, wird den Kraftstoffverbrauch von schweren Nutzfahrzeugen um bis zu sechs Prozent senken und damit die Gesamtkostenbilanz weiter verbessern.

Platooning senkt Kraftstoffverbrauch und Unfallrisiko

Automatisiertes Fahren hat viele Facetten. Eine spezifische Nutzfahrzeug-Lösung ist Platooning, bei dem auf Autobahnen mehrere Lkw im Konvoi einem Leitfahrzeug folgen. Dieser Ansatz bietet technische Vorteile: Sobald der Leit-Lkw die Führungsaufgabe übernimmt, werden die Fahrbewegungen der folgenden Fahrzeuge dank Vernetzung aufeinander abgestimmt und sie fahren hochautomatisiert. Muss das erste Fahrzeug bremsen, wissen dies auch die folgenden Trucks sofort und verzögern ebenso. Dies erhöht die Sicherheit wesentlich und ermöglicht gleichzeitig geringere Abstände. „Platooning entlastet den Fahrer und spart dem Spediteur Kosten“, erklärt Heyn. Denn das automatisierte Folgefahren im Windschatten senkt zudem den Kraftstoffverbrauch um bis zu zehn Prozent und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Senkung der TCO. Und noch unter einem anderen Aspekt ist Platooning vorteilhaft: Durch die geringere Zahl an Unfällen sinken Unfall-Folgekosten und Fahrzeugausfälle.

Vernetzter Fuhrpark optimiert die Kosten

Der Lkw der Zukunft sichert dem Spediteur jederzeit verschlüsselten Zugriff auf seine Daten. Diese Transparenz bietet die Möglichkeit, das Fahrzeug noch effizienter einzusetzen. Dank der Vernetzung des Trucks über die Bosch IoT Cloud kennt der Disponent den momentanen Aufenthaltsort, den weiteren Routenverlauf und die geplanten Zielorte der Ladung. Mit diesem Wissen lässt sich das Fahrzeug flexibler für neue Ladeziele disponieren. Das ist ein wichtiger Schritt, um unerwünschte Leerfahrten zu vermeiden. Auch können auf diese Weise die verfügbare Tonnage und der Frachtraum bestmöglich ausgenutzt werden.

Frachtüberwachung erhöht die Sicherheit

Mit der Vernetzung von Fahrzeug und Spedition lässt sich der Gütertransport auf der Straße sicherer machen. Frachtdiebstähle an parkenden Lkw richten in Europa jährlich einen Schaden von mehr als 16 Milliarden Euro an. Die Überwachung des Frachtraums per Bosch IoT Cloud schiebt kriminellen Machenschaften einen Riegel vor: „Eine Sensorbox registriert und meldet jedes Öffnen des Laderaums. Geschieht dies zu einem ungeplanten Zeitpunkt, wird ein Alarm bei Spediteur und Fahrer ausgelöst“, beschreibt Dr. Johannes-Jörg Rüger, Vorsitzender des Bereichs Commercial Vehicle and Off-Road bei Bosch, den Nutzen der Trailer Control Unit. „Genauso kann die Technik auch zur Ladungsverfolgung für Versender, Spediteur und Empfänger eingesetzt werden.“ Art, Ort und Zustand des Frachtguts sind jederzeit abrufbar. Konkret können etwa die Temperatur oder auftretende Erschütterungen beobachtet werden – eben alles, was Zustand und Qualität der Fracht beeinflussen kann. Mit TraQ wird Bosch die Verfolgung der Waren von 2017 an sogar für jede einzelne Palette ermöglichen. Diese vernetzten Lösungen schaffen wesentlich mehr Transparenz in der Logistikkette, mehr Geschwindigkeit in der Auslieferung und eine höhere Flexibilität bei ungeplanten Ereignissen.

Reduzierung von Standzeiten mit Predictive Maintenance

Standzeiten von Nutzfahrzeugen sind für Spediteure naturgemäß unrentabel. Um Reparatur- und Serviceaufenthalte auf ein Minimum zu reduzieren, hilft Predictive Maintenance. Hierbei werden alle relevanten Fahrzeugdaten wie der Kilometerstand oder der Status aller wichtigen Lkw-Parameter fortlaufend und verschlüsselt an ein Rechenzentrum übermittelt. Dieses wertet den Fahrzeugzustand aus und sendet einen Bericht an den Spediteur. Stehen fällige Wartungsarbeiten an, kann der Lkw so disponiert werden, dass seine Inspektion perfekt in die Tourenplanung passt. Auch das Risiko unvorhergesehener Schäden, verbunden mit kostspieligen Ausfallzeiten, lässt sich so reduzieren.

  • Vernetzte Technologie für Logistikprofis
  • Lösungen von Bosch entlasten Lkw-Fahrer im Alltag
  • Neue Anzeige- und Bedienelemente in Lkw sind intuitiv wie Smartphones und lenken Fahrer weniger ab
  • Vernetzung ermöglicht schnelle Parkplatzsuche, einfache Ladungsüberwachung und sicheres Windschattenfahren
  • Beim Platooning sind Lkw auf der Autobahn mit 10 bis 15 Metern Abstand im Konvoi unterwegs

Stuttgart – Fernfahrerromantik?

Davon ist in der Branche schon lange nichts mehr zu spüren: eigenhändiges Be- und Entladen, Rangieren auf engstem Raum, immer wieder stundenlanges Warten und das Abspulen vieler Kilometer. Lkw-Fahrer und ihre Trucks müssen Tag für Tag harte Arbeit leisten, um in immer straffer organisierten Logistikketten ihre Aufgabe zu bewältigen. Unterstützung bekommen die Fahrer dabei von Bosch. „Unsere vernetzten Technologien sind wie gute Copiloten und entlasten die Fahrer in ihrem Arbeitsalltag“, sagt Dr. Markus Heyn, in der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH verantwortlich für das Nutzfahrzeug-Geschäft. Die Bosch-Lösungen verbessern die Arbeitsbedingungen, die Verkehrssicherheit und den Fahrkomfort. Die auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 präsentierte Konzeptstudie des Bosch VisionX gibt einen Ausblick auf die Zukunft hinter dem Lkw-Steuer: Vernetzung in Kombination mit modernen Anzeige- und Bedieninstrumenten ist die Basis für intelligentes Ladungs- und Routenmanagement ebenso wie für automatisiertes Fahren. Sogenanntes Platooning wird in Zukunft die Fahrer auf langen Strecken entlasten.

Intelligente Displays schaffen besseren Überblick

Diese Entlastung beginnt bereits im Fahrerhaus: „Der Arbeitsplatz von Lkw-Fahrern ist heute geprägt von einem Meer an Schaltern und Hebeln“, sagt Heyn, „das ist weit weg von einer intuitiven Bedienung.“ Damit steigt ausgerechnet in der Fahrerkabine, dem Hauptarbeitsplatz von Fernfahrern, die Gefahr von Fehl-griffen. Das Cockpit der Zukunft wird sich radikal verändern. „Wir wollen eine Bedienoberfläche schaffen, die so einfach ist wie ein modernes Smartphone“, skizziert Heyn die Vision. Klare hierarchische Bedienstrukturen für seltener genutzte Funktionen sowie situativ angepasste Darstellungen – etwa für das Fahren im Platoon – verbessern die Arbeitsbedingungen. Dafür arbeitet im Hintergrund ein elektronischer Ressourcen-Manager. Dieser reduziert Anzeigen und Informationen auf ein sinnvolles Mindestmaß, um den Fahrer so wenig wie möglich vom Blick auf die Straße abzulenken. Ergänzt wird der Arbeitsplatz der Zukunft um ein System aus Displays und Kameras, die den rückwärtigen Verkehr beobachten und die Außenspiegel ersetzen. Das sorgt nicht nur für eine bessere Übersicht bei Spurwechseln, sondern löst auch das Problem des toten Winkels. Ein Nachtmodus verbessert außerdem die Sicht bei Dunkelheit.

Platooning entlastet den Fahrer künftig auf langen Strecken

„Automatisierte Nutzfahrzeuge sind die Zukunft – und wir werden einen wichtigen Teil dazu beisteuern“, ist Heyn sicher. Im Segment der Nutzfahrzeuge legt Bosch den Fokus momentan auf das automatisierte Fahren auf der Autobahn. „Wir kon-zentrieren uns auf die realen Anwendungsfälle, bei denen automatisiertes Fahren den größten Nutzen bringt.“ Dazu gehört auch das sogenannte Platooning: Im Abstand von 10 bis 15 Metern folgen dabei mehrere Lkw einem vorausfahren-den Fahrzeug, mit dem sie entlang einer virtuellen Längsachse elektronisch vernetzt und gekoppelt sind. Gas-, Brems- und Lenkeingriffe erfolgen synchron. Das automatisierte Windschattenfahren reduziert in erster Linie den Kraftstoffverbrauch um bis zu 10 Prozent. Zudem erleichtert es auch dem Fahrer die Fahraufgabe und erhöht die Sicherheit. Bis der Lastzug nach Auffahrt auf die Autobahn per Datenaustausch einen geeigneten Konvoi gefunden hat, wird er vom Fahrer gesteuert. Das gilt auch, wenn der Lkw aus dem „Platoon“ genannten Konvoi ausschert, um etwa bei einer Ausfahrt die Autobahn zu verlassen. Bis Platooning serienreif ist, vergehen je nach Ausbaustufe noch mindestens fünf bis zehn Jahre. Bis dahin helfen künftig Assistenzsysteme von Bosch Lkw-Fahrer im immer dichter werdenden Verkehr etwa beim Staufahren, beim Halten und Wechseln der Spur sowie beim Abbiegen. So können nach Einschätzung der Bosch-Unfallforscher in Zukunft 90 Prozent aller von Trucks verursachten Unfälle mit Personenschaden verhindert werden.

Vernetzung unterstützt den Fahrer bei der Parkplatzsuche

Nicht nur das hohe Verkehrsaufkommen, sondern auch der Mangel an geeignetem Parkraum entlang der Fernstraßen trägt zum Stress für die Fahrer bei. Alleine in Deutschland fehlen etwa 21 000 Lkw-Parkplätze. Der vorhandene Parkraum wird überdies bislang nicht effizient genutzt. Auch hier hilft Technologie von Bosch: „Mit Secure Truck Parking nutzt Bosch die Möglichkeiten der Vernetzung im Kampf gegen die Parkplatznot“, erläutert Dr. Johannes-Jörg Rüger, Vorsitzender des Bereichs Commercial Vehicle and Off-Road bei Bosch. „Ab Herbst ist dieser Service verfügbar.“ Die Fahrer werden aus der Bosch IoT Cloud mit Informationen über freie Parkplätze versorgt und können bereits vorab einen Stellplatz an Autohöfen oder ausgewiesenen Parkarealen reservieren. Dank Schranke, Kameraüberwachung und Einfahrkontrolle bieten die Standorte während Nacht- und Ruhezeiten des Fahrers Sicherheit vor Diebstahl und Sachbeschädigungen.

Logistikprozesse werden endgültig digital

Klemmbretter mit Frachtpapieren, die in vielen Speditionen noch immer zum Alltag gehören, haben bald ausgedient. Denn auch hier ist die Zukunft digital. Dank der Vernetzung erfolgt im Truck das Ladungsmanagement künftig einfach und vollelektronisch per App dank gesichertem Datenaustausch ausschließlich unter beteiligten Personen. Spedition, Kunde und Fahrer bleibt damit viel Papierkram erspart: Service-Center haben die Ladung des vernetzten Fahrzeugs immer im Blick – das schützt vor Diebstählen und damit auch den Fahrer vor Überfällen.

Predictive Maintenance verhindert ungeplante Standzeiten

Entlastung für den Fahrer bedeutet auch, dass er sich weniger Gedanken um die Wartung seines Lkws machen muss. Dieses Stück Sorgenfreiheit schafft künftig Predictive Maintenance von Bosch. Dazu überträgt der Lkw verschlüsselt alle für Inspektions- und Reparaturarbeiten relevanten Daten an ein Rechenzentrum, das wiederum den ausgewerteten Fahrzeugzustand an den Spediteur übermittelt. Er kann daraufhin die Fahrzeuge entsprechend der Werkstatttermine disponieren. Der Vorteil für den Fahrer: In seine Lenkzeit fallen keine Wartungsarbeiten, sodass er sich ganz auf seine Tour konzentrieren kann. „Predictive Maintenance ist ein wunderbares Beispiel, wie Fahrer und Spediteur gleichermaßen von der neuen Bosch-Technik profitieren“, so Rüger.

PM: Bosch

Hannover/Stuttgart – Bosch macht den Lkw zum Technologieträger. Auf der 66. Internationalen Automobilausstellung für Nutzfahrzuge in Hannover präsentiert das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen seine Ideen und Lösungen für die vernetzten, automatisierten und elektrifizierten Nutzfahrzeuge von morgen. Sie finden Bosch in Halle 17, Stand B12. / Pressebild

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