Anzeige:


Energieversorger Steag richtet sich neu aus

STEAG Windpark Süloglu Türkei

„STEAG 2022“: Strategische Perspektive in der Energiewirtschaft

  • Ganzheitliche Betrachtung und Analyse aller Geschäftsfelder
  • Frühzeitiger aktiver Umgang mit veränderten Marktbedingungen
  • Weichenstellung für die Ausrichtung in diesem veränderten Marktumfeld
  • Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Unternehmens

(WK-intern) – Die Rahmenbedingungen für die Stromerzeugung in konventionellen Großkraftwerken haben sich durch die energiepolitische Neuausrichtung in Deutschland substanziell und nachhaltig geändert.

Die vorrangige Behandlung der Erneuerbaren Energien löst Mengen- und Preiseffekte aus, die speziell Eigner und Betreiber fossiler Kraftwerke unter erheblichen Ergebnisdruck setzen.

Der STEAG-Konzern hat hierauf frühzeitig mit einer Optimierung der Kosten- und Erlösstruktur reagiert. Mit einem gesamtheitlichen Projekt, das alle Geschäftsfelder betrachtet, stellt sich STEAG nun noch umfassender auf diese Auswirkungen des politisch determinierten Energiemarktes ein. Im Rahmen des Projekts STEAG 2022 wurde die aktuelle Positionierung des Unternehmens überprüft und Felder zur zukünftigen Ausrichtung festgelegt. Zielsetzung von STEAG 2022 ist die Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ebenso wie die Entwicklung einer mittelfristigen Wachstumsperspektive.

Das Projekt STEAG 2022 beinhaltet sechs Kernelemente, die STEAG künftig verstärkt auszeichnen:

Betreiber und Optimierer eigener Kraftwerke in dynamischer Marktumgebung
Diversifizierter Akteur in den für STEAG relevanten Energiehandelsmärkten
Wettbewerber im internationalen Markt für Energiedienstleistungen und Kraftwerksbetriebe
Anbieter für den sicheren Rückbau von Nuklearanlagen
Wachsender Entwickler und Betreiber im Bereich dezentraler Energieversorgung
Fokussierter Wettbewerber bei Neuprojekten, Akquisitionen und regionaler Projektentwicklung in attraktiven Wachstumsmärkten

Mit STEAG 2022 reagiert das in Essen ansässige Energieunternehmen auf ein Marktumfeld, das sich national wie international rasant und nachhaltig verändert. Dieser absehbaren Entwicklung konnte STEAG in den vergangenen Jahren mit aktiven Optimierungs- und Flexibilisierungsmaßnahmen erfolgreich begegnen. Die finanziellen Kennzahlen geraten nun jedoch zunehmend unter Druck. „STEAG wird daher durch Erhöhung der Effizienz, Maßnahmen im Portfolio sowie Wachstumsprojekte das Ergebnis verbessern, Kosten senken und Freiräume für Investitionen schaffen. Künftig werden verstärkt Dienstleistungen zur Weiterentwicklung beitragen. Internationale Aktivitäten behalten hohe Bedeutung, da sie bessere Chancen bieten als das rückläufige Deutschlandgeschäft“, sagt Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH.

Mit der Umsetzung von STEAG 2022 wird sich das Unternehmen als technologieoffener, innovativer und agiler Anbieter für den Betrieb von Energieerzeugungsanlagen, Energiedienstleistungen und Handel im In- und Ausland positionieren.

Kraftwerksbetreiber

STEAG verfügt über jahrzehntelange Erfahrungen im Betrieb eigener Kraftwerke. In den vergangenen Jahren hat sich das Unternehmen durch die Kombination von Kompetenzen und technischen Fähigkeiten, wie beispielsweise Maßnahmen zur Absenkung der Mindestlast, Flexibilisierung im Brennstoffeinsatz sowie dem Zusammenspiel der Geschäftsaktivitäten, Wettbewerbsvorteile erarbeitet. Diese haben es dem STEAGKonzern ermöglicht, seine Kraftwerke im Markt zu halten. Trotz dieser fortlaufenden Optimierungen und gleichbleibender Auslastung führt die Verschärfung der Marktsituation nun aber zu deutlichen Mindereinnahmen. Daher ist es Teil der Überlegung, Kraftwerke, die keinen positiven Ertrag mehr erwirtschaften, zeitweise oder endgültig aus dem Markt zu nehmen. In der Folge wird der STEAG-Konzern mehrere hundert Arbeitsplätze abbauen müssen.
Zudem wird geprüft, Assets wie die Fernwärme in Deutschland und Windkraftanlagen im Ausland, die jetzt auf dem Zenit ihrer Wertschöpfung stehen, zeitnah zu veräußern – also den entstandenen Verkäufermarkt nutzen, um Liquidität zu generieren.

Energievermarkter

Nach Auslaufen der langfristigen Stromliefer- und Leistungsvorhaltungsverträge mit RWE hat sich STEAG in kürzester Zeit auf die Asset-basierte Vermarktung der eigenen Kraftwerksleistung eingestellt und eine eigene Handelsorganisation aufgebaut. Dieses Geschäftsmodell, bei dem individuelle Markteinschätzungen vorgenommen sowie Marktentwicklungen unter Einhaltung eines definierten Risikorahmenkonzepts frühzeitig antizipiert und bei den eingesetzten Strategien und Produkten berücksichtigt werden, wurde stetig und erfolgreich weiterentwickelt. Der Rückgang der inländischen Kraftwerksleistung wird im Handelsbereich jedoch zu einer Neuausrichtung führen müssen. Im Rahmen von STEAG 2022 erfolgt eine gezielte und sukzessive Ausweitung der Vermarktung von ausländischen Erzeugungskapazitäten.

Energiedienstleister

Im Mittelpunkt der Ausrichtung auf Wachstum stehen Dienstleistungen, Investitionen und Akquisitionen – in vielen verschiedenen Märkten, und vielfach auch in Zusammenarbeit mit Partnern. Dienstleistungen sind aufgrund der besonderen Kompetenz der STEAG ein außerordentlich attraktives Wachstumsfeld. STEAG verfügt über ein ausgeprägtes Know-how auf vielen Feldern der Kraftwirtschaft, das künftig nicht nur den eigenen Kraftwerken zu Gute kommen, sondern verstärkt auch dritten Unternehmen und Kraftwerkseignern auf dem nationalen Markt, aber auch international, angeboten werden soll. Dazu gehören Planung und Bau, Betrieb, Instandhaltung sowie Vermarktung von Kraftwerken und Kraftwerksnebenprodukten.

Anbieter für den Rückbau von Nuklearanlagen

Neue erfolgversprechende Projekte finden sich beispielsweise im Rückbau von Kerntechnik. Dieser Markt wächst in Deutschland, aber auch international, sehr stark und bietet somit große Marktpotenziale. STEAG ist hier bereits ein gesuchter Servicepartner für den sicheren Rückbau von Nuklearanlagen. Dies gilt es, weiter zu entwickeln – in den eigenen Kompetenzen wie auch mit spezialisierten Partnern.

Entwickler und Betreiber von dezentraler Energieversorgung

Im Segment der dezentralen Energien hat STEAG mit den Projekten Ford Saarlouis und TU Darmstadt im vergangenen Jahr im Markt viel beachtete Erfolge erzielt. Mit Projekten dieser Art plant das Unternehmen im Rahmen von STEAG 2022 seine Positionierung für dezentrale Contracting-Projekte weiter auszubauen. Im Vordergrund stehen dabei die Erschließung zusätzlicher Marktpotenziale in kleineren Anlagengrößen sowie neuer Kundengruppen.

Akquisiteur von Neuprojekten

In den vergangenen zwei Jahren hat STEAG rund 600 Millionen Euro investiert und das Erzeugungsportfolio damit um etwa 450 MW – vor allem im Bereich der Erneuerbaren Energien – ausgebaut. Eindeutiger Schwerpunkt waren Windparks mit einem Investitionsvolumen von rund 500 Millionen Euro. Die Geschäftsaktivitäten im Bereich Wind-Onshore sollen im Rahmen von STEAG 2022 weiter ausgebaut werden. Dabei soll der Fokus in Deutschland und Frankreich stärker auf einen Einstieg in frühere Projektphasen und ggf. die wertsteigernde Veräußerung der Projekte an Dritte gelegt werden. Des Weiteren bilden Fernwärmeprojekte in Polen attraktive Wachstumsmöglichkeiten. Bei Neuprojekten wird STEAG technologieoffen am Markt agieren. Steinkohle-, Wind, Goethermie und MHKW sind dabei aufgrund des vorhandenen Know-hows Schwerpunkte. Und auch Projekte für den Regelenergiemarkt – wie die sechs innovativen Großbatterie-Systeme, die STEAG an Standorten im Ruhrgebiet und im Saarland installiert hat – sollen weiter verfolgt werden. Zudem gewinnen Akquisitionen deutlich an Gewicht, um kurzfristige Ergebnisund Liquiditätsbeiträge zu erzielen.

All diese Hebel sollen dazu beitragen, den Konzern umfassend zu transformieren, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von STEAG sicher zu stellen und eine zukunftsfähige und werterhaltende Struktur für den Gesamt-Konzern zu entwickeln.

PM: Steag GmbH

Pressebild: STEAG Windpark Süloglu Türkei / In den vergangenen zwei Jahren hat STEAG rund 600 Millionen Euro investiert und das Erzeugungsportfolio damit um etwa 450 MW – vor allem im Bereich der Erneuerbaren Energien – ausgebaut. Eindeutiger Schwerpunkt waren Windparks mit einem Investitionsvolumen von rund 500 Millionen Euro.

Weitere Beiträge:



Top