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Gene Drive: Moratorium ist wichtiges Signal

Wuchsgebiete sind Landschaftsräume mit vergleichbaren Wuchsbedingungen, die sich besonders gut für räumliche Darstellungen zu Waldwachstum sowie Stoff- und Wasserflüssen in Wäldern eignen. / Foto: HB

Zum Moratorium für die „Gene Drive“-Technik, das beim Kongress der Weltnaturschutzunion (IUCN) auf Hawaii beschlossen wurde, erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik:

(WK-intern) – Das Moratorium ist ein wichtiges Signal.

Es ist nicht zu verantworten, gentechnisch veränderte Tiere oder Pflanzen in die Umwelt zu entlassen, ohne alle Folgen absehen zu können.

Auch wenn die Ziele wie Kampf gegen Krankheiten zweifellos gut und wichtig sind, dürfen wir eine derartige Technik nicht anwenden, bevor nicht umfassend erforscht ist, welche Langzeitfolgen so eine Freisetzung für das ganze Ökosystem hat. Denn so eine Freisetzung ist unkontrollierbar und unumkehrbar. Das Moratorium muss auch genutzt werden, um intensiv und gezielt nach alternativen Methoden zu forschen, die den Einsatz dieser Risikotechnologie von vornherein überflüssig machen könnten. Auch wenn das IUCN-Moratorium keine rechtlich bindende Wirkung hat, ist es wichtig, dass EU, Bundesregierung und alle anderen Staaten der Welt es respektieren und in entsprechende Gesetze und Vorschriften umsetzen.

Hintergrund
Der IUCN-Kongress findet vom 1.-10. September auf Hawaii statt. Ein Ziel der „Gene Drive“-Technik ist es, durch gentechnisch manipulierte Tiere oder Pflanzen unerwünschte Arten gezielt auszurotten, zum Beispiel Mücken, die Krankheiten wie Malaria oder Zika übertragen. Dazu sollen beispielsweise Mücken freigesetzt werden, die gentechnisch so verändert sind, dass sie sich nicht fortpflanzen können zugleich so dominant, dass sie „herkömmliche“ Mücken schnell verdrängen würden.

PM: Die Grünen

Es ist nicht zu verantworten, gentechnisch veränderte Tiere oder Pflanzen in die Umwelt zu entlassen, ohne alle Folgen absehen zu können. / Foto: HB

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