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Kernkraftwerk Brunsbüttel: Leckage im Kühlsystem für die Notstromdiesel

Pressebild: Robert Habeck © Staatskanzlei

Im abgeschalteten Kernkraftwerk Brunsbüttel ist am 2. September bei einem Anlagenrundgang im Maschinenhaus eine Leckage von Elbwasser festgestellt worden.

(WK-intern) – Die Leckagestelle befindet sich an einem Entlüftungsstutzen, der an einer Vorlaufleitung des Kühlsystems für die Notstromdiesel angebracht ist.

BRUNSBÜTTEL/KIEL. Der betroffene, derzeit in Betrieb befindliche, Strang des Kühlsystems und die erforderliche Kühlwassermenge waren durch die Leckage nicht beeinträchtigt und standen zur Verfügung.

Das schadhafte Rohr wurde mit einer Schelle abgedichtet. Die Instandsetzung wird vorbereitet, die Ursachenklärung erfolgt im Zuge der Instandsetzung.

Die Betreibergesellschaft hat die Störung der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde heute, 08.09.2016, fristgemäß als Meldepflichtiges Ereignis der Kategorie N “Normal” gemeldet.

Die Behörde hat zur Bewertung des Ereignisses Sachverständige hinzugezogen.

In den Jahren 2005, 2008 und 2013 war es bereits zu Leckagen an Rohrleitungen im Nebenkühlwassersystem des Kernkraftwerks Brunsbüttel gekommen. Die atomrechtliche Aufsichtsbehörde prüft verstärkt die Systematik der Befunde. Dabei kommt auch das sogenannte Alterungsmanagementsystem des Kernkraftwerks auf den Prüfstand.

Hintergrund
Orientiert an sicherheitstechnischer Bedeutung und Eilbedürftigkeit von Abhilfemaßnahmen werden Meldepflichtige Ereignisse in Deutschland in drei Kategorien eingeteilt: Normalmeldung (N) = Meldefrist fünf Arbeitstage, Eilmeldung (E) = Meldefrist 24 Stunden und Sofortmeldung (S).

Das Kernkraftwerk Brunsbüttel ist bereits seit 2007 dauerhaft abgeschaltet und befindet sich im Nachbetrieb. Die Stilllegung wird vorbereitet.

PM: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume S-H

Robert Habeck / Pressebild © Staatskanzlei

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