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Forschungsprojekt: (Greif-)Vögel im Spannungsfeld von Windkraft und Naturschutz

Foto: HB

IfAÖ schließt Forschungsprojekt PROGRESS nach fünf Jahren ab

(WK-intern) – Institut ist an der Ermittlung der Kollisionsrate von (Greif-)Vögel im Spannungsfeld von Windkraft und Naturschutz beteiligt

Unter Mitarbeit des Instituts für Angewandte Ökosystemforschung (IfAÖ) wurde das Forschungsprojekt zur Ermittlung der Kollisionsraten von (Greif-)Vögeln und Schaffung planungsbezogener Grundlagen für die Prognose und Bewertung des Kollisionsrisikos durch Windenergieanlagen (PROGRESS) erfolgreich abgeschlossen.

Dabei sind die Forscher auf ein Konfliktfeld zwischen dem Ausbau der Windenergienutzung und dem Naturschutz eingegangen. Das Projekt hatte eine Laufzeit von November 2011 bis Juni 2015 und ist ein Kooperationsprojekt der drei Gutachterbüros BioConsult SH GmbH & Co. KG, der ARSU GmbH, der IFAÖ GmbH sowie dem Lehrstuhl für Verhaltensforschung der Universität Bielefeld. Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms als Forschungsvorhaben (FKZ 0325300 A-D). Insgesamt wurden in der Projektzeit 46 Windparks im gesamten Norddeutschen Raum untersucht.

IfAÖ übernahm Teilprojektleitung

Zu den Aufgaben des Instituts gehörte die regionale Teilprojektleitung, die Implementierung der Methodik und Leitung der Feldarbeit, Dateneingabe und die GIS-gestützte Auswertung der Kollisionsopfersuche. Das IfAÖ hat sich zudem intensiv am fachlichen Austausch mit den Projektpartnern beteiligt sowie mit den Akteuren verwandter BMU-Projekte zum Thema Vogel- und Fledermauskollision zusammengearbeitet. In den fünf Jahren Projektzeit war das IfAÖ unter anderem Teilnehmer verschiedener Workshops, internationalen Konferenzen und war Hauptorganisator eines gemeinschaftlichen Experiments in Mecklenburg-Vorpommern.

Forschungsergebnisse können sofort umgesetzt werden

Die im Projekt PROGRESS entstandenen Daten können nun unmittelbar in lokalen Projekten zur Optimierung der Standortfindung für Windparks genutzt werden. Durch PROGRESS sind überregionale Aussagen zum naturverträglichen Ausbau der Windenergienutzug möglich geworden.

Die in PROGRESS gesammelten Referenzen eröffnen dem IfAÖ bereits neue Aufgaben. So ist das IfAÖ bis 2018 beauftragt in Anlehnung an die Methodik der Kollisionsopfersuche von PROGRESS einen Windpark im MV hinsichtlich (Greif)vögeln zu untersuchen.

Downloads:

Kompletter Schlussbericht – PDF

Zusammenfassung und Fazit – PDF

PM: IfAÖ

Foto: HB

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