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Die Preisträger des Windkunstfestival 8. „bewegter wind“

Foto: A. und M. Rofka

(WK-intern) – Das Thema des 8. Kunstwettbewerbs des Kunstvereins „bewegter wind“ in Nordhessen ist „changing horizons“. Zwei Wochen lang lud der Verein dazu ein 74 Objekte, Installationen, Aktionen und Videos in verschiedenen Landschaftssituationen in Hofgeismar und Trendelburg zu erleben. Bei wunderbarem Sommerwetter folgten sehr viele Besucher dieser Einladung und ließen sich von den Arbeiten der Künstler und der heiteren Atmosphäre des Windkunstfestivals faszinieren.

Foto: A. und M. Rofka

Die Veranstalter sind sehr erfreut über Feedback und Besucheransturm von Sonnenaufgang am Offenberg bis Sonnenuntergang an der Friedenseiche und nachtleuchtenden Objekten am Burgberg und dem erfolgreichen Rahmenprogramm. Ihr herzlicher Dank geht an alle Förderer, Partner, Kulturvereine und Helfer, ohne die diese Landschaftsausstellung nicht stattfinden könnte.

Wind ist grenzenlos, steht für Erneuerung, Ambivalenz und viel Energie. Zu dem Wettbewerbsthema „changing horizons“ waren Interpretationen gefragt: Wechselnde Sichten und Erfahrungen, Ungewissheit und Bereicherung, Aufbruch und Verschwinden thematisierten die Künstlerinnen und Künstler mit ihren Arbeiten.

Die Kuratorin Reta Reinl führte eine Fachjury durch die Ausstellungsorte. Engagierte Juroren für Landschaftskunst konnten gewonnen werden:

        • Joachim Römer: Künstler, Fotomonteur, Flaschenpostsammler, Landartist, Bewegtbildner, Telefonkrackler, Flussgeher und Preisträger 2010 www.unterblicken.de
        • Daniel Sprenger: Landschaftsarchitekt, Diplom über den Naturbegriff. In der internationalen Workshop- und Ausstellungsreihe Temporäre Gärten© untersucht Daniel Sprenger die Akzeptanz und Perspektiven öffentlicher Räume in der Stadt und die vielsprachigen Möglichkeiten der Landschaftsarchitektur. www.sprenger-landschaftsarchitekten.de
  • Ralf Witthaus: studierte Kunst, Gestaltung und Internationales Kunstmanagement .
    Er verbindet spartenübergreifend Zeichnung, Bildhauerei, Aktionskunst, Community Art und Landschaftsarchitektur. 2010 veranstaltete er in Köln eine „Bundesrasenschau“ – eine sieben Kilometer lange Zeichnung rund um die Stadt. Er kuratierte das deutsche EuroLandArt Festival und war Autor für die Künstlerzeitschrift „atelier“. www.bundesrasenschau.info

Die Auswahlkriterien wurden an Hand der Ausschreibung festgelegt: Idee und Umsetzung, thematischer Bezug, Originalität, Kontext- und Landschaftsbezug, Funktionalität u.a.. Die Juroren waren beeindruckt von den Ansätzen und der Vielfalt der Arbeiten. Nach Diskussionen und Abwägen der Kriterien wurden folgende Preise vergeben:

  1. Preis
    Kirsten Sauer, kisa. für „Lost Horizon“ am Offenberg
    Sie hat in einem großen Rahmen Geschenkbänder in Landschaftsfarben gespannt, was eine Installation schafft, die visuell und hörbar ist. Der Betrachter kann dabei bis zum Horizont hindurchschauen, und die Farbigkeit der gespannten Bänder nimmt sensibel Bezug auf zur umgebenden Landschaft. Das Faszinierende an dieser Landschaftsdarstellung ist die ungewöhnliche Kombination und Materialität – bei aller Einfachheit können sich die Betrachter kaum der Wirkung entziehen. www.kisa.de
  1. Preis
    Anna und Michael Rofka „Black cloud, white cloud“ am Burgberg
    Schwarz und weiß gestrichene Hölzer sind hängend installiert. Sie reagieren auf den Wind und laden zum Bespielen mit Klöppeln ein. Spielerisch bis poetisch entsteht dadurch ein sozialer Erlebnisraum innerhalb der Installation. http://www.europeanatelier-michaelrofka.de/
  1. Preis

Der 3. Preis wurde geteilt, weil die Jury von die Gegensätzlichkeit der Arbeiten unter einem Thema für preiswürdig erklärte. Die größte und die kleinste Arbeit im Bezug zum Horizont bekamen einen Preis.

Michael Klant „Wer tanzen kann mit Winden“, Burgberg

Ein gechartertes Flugzeug schleppt den Schriftzug zur Eröffnung des Windkunstfestivals durch den Himmel. Bei aller Größe klein in der unendlichen Weite der Wolken. Später stellt der Künstler die Buchstaben in der Landschaft auf: die Buchstaben drehen sich im Wind. www.michaelklant.de

Katri Pekri und Alide Zvorovski „Auditorium“, Offenberg

An die 300 Miniaturstühle sind ganz systematisch rechteckig aufgestellt. In eine Richtung ausgerichtet, wie in einem Kino. Bückt man sich bemerkt man, wieviel Bewegung der Wind innerhalb der niedrigen Flora auslöst. Die Installation betont den Wind auf eine ganz andere Weise, durch sein direktes kleines Umfeld. Und es werden mehr Fragen aufgeworfen: Wer schaut hier? Für wen ist dieser schöne Ort geschaffen? Für uns Menschen? Der Ausblick auf die umliegende Landschaft ist wundervoll. https://emotsionaalsedmaastikud.wordpress.com/

Die Preisverleihung findet im Rahmen des Hofgeismarer Kulturfestivals mit einem Konzert der Trendsingers statt. Wegen der kurzfristigen Benachrichtigung können nicht alle Preisträger anwesend sein. Während des Konzerts der Trendsinger vermittelt eine Bilderschau der Ausstellung einen Überblick über diese gelungenen zwei Wochen in Landschaft und Sommerwind.

Der Katalog zu “changing horizons” mit wunderbaren Ausstellungsfotos ist erschienen und kann unter mail@bewegter-wind.de für 4,00 € + Porto bestellt werden.

Der nächste „bewegte wind“ findet vom 19.8.-2.9.2018 statt.

PM: bewegter wind e.V.

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