Neue Perspektiven für die Photovoltaik: Fraunhofer CSP lädt ein zu den PV Days 2016

Der 2015 in Betrieb genommene »Green Energy Park« in Ben Guerir/Marokko ist die größte Photovoltaik-Testplattform Afrikas. © Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP

Die Trends der globalen Märkte in der Photovoltaikindustrie sowie neuste Forschungsergebnisse werden internationale Experten am 27./28. September bei den PV Days 2016 am Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle diskutieren.

(WK-intern) – Ein Schwerpunkt der Fachtagung liegt in diesem Jahr auf Einsatzmöglichkeiten von Photovoltaik in extremen Klimaten.

Die PV Days des Fraunhofer CSP finden zum dritten Mal statt und bringen führende Fachleute aus Forschungseinrichtungen und der Industrie zusammen.

Das Programm der zweitägigen Konferenz umfasst insgesamt 13 Sessions, zu den Themen zählen unter anderen Wafertechnologie, Plasmatexturierung, gebäudeintegrierte Photovoltaik, neue Konzepte für Schaltverbindungen oder Passivierung und lichtinduzierte Degradation. Gleich zwei Sessions widmen sich den Einsatz- und Ertragsmöglichkeiten von Photovoltaikanlagen in extremen Klimaten.

»In Deutschland wurden im vergangenen Jahr neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1,3 Gigawattpeak errichtet. Das entspricht ungefähr zwei Prozent des weltweiten Zuwachses und verdeutlicht, wie wichtig es beim Blick auf die Entwicklung der Industrie ist, die globale Perspektive zu betrachten«, sagt Dr. Matthias Ebert, der die Tagung am Fraunhofer CSP organisiert. Während die jährlichen Zubauzahlen in Deutschland zuletzt deutlich zurückgegangen sind, wachsen die Märkte beispielsweise in China, den USA und Japan weiter in hohem Tempo. »Ein besonderes Potenzial für die Solarenergie bieten die Länder im Sonnengürtel der Erde zwischen Südspanien und Südafrika. Allerdings müssen die Module dort auch mit extremen Bedingungen hinsichtlich Temperaturen, Temperaturunterschieden, Strahlungsbelastung oder Feuchtigkeitsbildung durch Nebelkondensation fertig werden. Dafür wollen wir Lösungsansätze diskutieren«, so Ebert.

Höhepunkt der Tagung wird eine Podiumsdiskussion sein, die sich den Herausforderungen für Materialien und Bauteile von Solarmodulen für Wüstengebiete widmet. Zudem werden Forscher des Institut de Recherche en Energie Solaire et en Energies Nouvelle IRESEN in Marokko über die Erfahrungen im dort errichteten Green Energy Park berichten.

In weiteren Sessions wird beispielsweise Prof. Dr. Hans-Joachim Möller, Fraunhofer-Technologiezentrum Halbleitermaterialien in Freiberg, neuste Erkenntnisse für die Siliziumwafer-Fertigung mittels Multidrahtsägen vorstellen. Die Hintergründe von Bor-Sauerstoff-Defekten in monokristallinen Siliziumzellen beleuchtet Axel Herguth vom International Solar Energy Research Center ISC Konstanz. Die Teilnehmer können zudem an Touren durch die Labore des Fraunhofer CSP teilnehmen.

Anmeldungen sind noch bis 13. September möglich unter www.pv-days.com. Bis 30. August läuft die Early-Bird-Registrierung mit reduzierter Teilnahmegebühr.

Über das Fraunhofer-Center für Siliziumphotovoltaik CSP

Das Fraunhofer CSP betreibt angewandte Forschung in den Themengebieten der Siliziumkristallisation, der Solarmodultechnologie und Solarwaferfertigung. Mit höchster Kompetenz entwickelt es neue Technologien von der Ingotherstellung bis zur Modulfertigung und beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer Materialien entlang der Wertschöpfungskette. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bewertung von Solarzellen und Modulen sowie die elektrische, optische und mikrostrukturelle Material- und Bauteilcharakterisierung. Hierfür stehen hochmoderne Forschungs- und Analysegeräte zur Verfügung. Das Fraunhofer CSP ist eine gemeinsame Einrichtung des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.

PM: Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Der 2015 in Betrieb genommene »Green Energy Park« in Ben Guerir/Marokko ist die größte Photovoltaik-Testplattform Afrikas.

© Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP

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