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Vorjahresvergleich: Meyer Burger steigert Nettoumsatz um 75 Prozent

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Meyer Burger Technology AG – Deutliche Ergebnisverbesserungen im 1. Halbjahr 2016

  • Auftragseingang +20.4% auf CHF 267.8 Mio.
  • Umsatz +75.0% auf CHF 217.8 Mio.
  • Turnaround mit positivem EBITDA von CHF 6.2 Mio.
  • Operativer Cashflow von CHF 15.4 Mio.
  • Langfristige Wachstumschancen weiterhin positiv

Meyer Burger Technology AG (SIX Swiss Exchange: MBTN) hat im ersten Halbjahr 2016 deutliche Ergebnisverbesserungen erzielt.

So erhöhte sich der Auftragseingang im Vorjahresvergleich um 20.4% auf CHF 267.8 Mio. (VJ CHF 222.6 Mio.).

Der Nettoumsatz stieg um 75.0% auf CHF 217.8 Mio. (VJ CHF 124.4 Mio.). Mit dem höheren Umsatz und tieferen operativen Betriebskosten wurde auf Stufe EBITDA der Turnaround mit einem positiven Ergebnis von CHF 6.2 Mio. (VJ CHF -32.7 Mio.) erreicht. Gleichzeitig hat sich auch der operative Cashflow deutlich verbessert und belief sich auf einen positiven Wert von CHF 15.4 Mio. (VJ CHF -28.0 Mio.).

Mit dem guten Auftragseingang, einem Auftragsbestand von CHF 307.4 Mio. sowie den Ergebnisverbesserungen im ersten Halbjahr 2016 ist Meyer Burger auf Kurs, die Zielsetzungen für das Gesamtjahr 2016 – solides Umsatzwachstum und Break-even auf Stufe EBITDA – zu erreichen bzw. zu übertreffen.

Details zum Halbjahresergebnis 2016

Auftragseingang, Auftragsbestand

Das Volumen an neu erteilten Aufträgen stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 20% auf CHF 267.8 Mio. (H1 2015 CHF 222.6 Mio.). Diese erneut deutliche Erhöhung des Auftragseingangs ist eine Fortsetzung des Trends, der sich bereits im Berichtsjahr 2015 abzeichnete und widerspiegelt vor allem die hohe Nachfrage diverser Wafer- und Solarzellhersteller und ihr Bedürfnis, durch Upgrades die bestehenden Produktionslinien zu erneuern bzw. gänzlich neue Produktionskapazitäten aufzubauen.

Insgesamt hat sich die Basis des „normalen Geschäfts“ (ohne grössere Aufträge) mit einer durchschnittlichen monatlichen Run-rate von CHF 29 Mio. gegenüber der Vorjahresperiode 2015 um 23% erhöht (H1 2015 CHF 23.5 Mio.). Zusätzlich konnten im Segment Photovoltaik diverse grössere Aufträge für Diamantdrahtschneidetechnologie, Heterojunction Technologie, SmartWire Connection und MB PERC / MAiA Technologie in einem Gesamtwert von rund CHF 93 Mio. (H1 2015 CHF 82 Mio.) gewonnen werden. Besonders erfreulich ist hierbei, dass sowohl auf Hersteller- wie auch auf Endkundenseite nach Ecosolifer, CSEM und Genossenschaft Migros Aare (alle im Jahr 2015) mit Hevel LLC nun ein weiterer Kunde auf Heterojunction Technologie und SmartWire Zellverbindungstechnologie für hochleistungsfähige Solarmodule setzt. Im Segment Specialised Technologies gelang es ebenfalls in den verschiedenen Spezialmärkten wichtige Aufträge zu gewinnen.

Der Auftragsbestand erreichte per 30. Juni 2016 CHF 307.4 Mio. (31.12.2015 CHF 257.5 Mio.) und bildet eine gute Basis für die Umsatzerreichung in der zweiten Jahreshälfte 2016. Die Book-to-Bill Ratio (Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz) lag im ersten Halbjahr 2016 bei 1.23 (H1 2015: 1.79).

Nettoumsatz

Der Nettoumsatz stieg im ersten Halbjahr 2016 um 75% auf CHF 217.8 Mio. (H1 2015 CHF 124.4 Mio.). Bereinigt um leicht positive Währungseffekte und die Devestition der Roth & Rau Ortner Gesellschaften per August 2015 belief sich das organische Umsatzwachstum auf einer like-for-like Vergleichsbasis auf 84%.

Asien war im ersten Halbjahr 2016 mit 70% des Nettoumsatzes (H1 2015 49%) erneut der wichtigste Absatzmarkt. Auf Europa entfielen 23% (H1 2015 27%) und auf Amerika 7% (H1 2015 24%) des Nettoumsatzes.

Betriebsleistung

Die Betriebsleistung nach Materialaufwand und Vorleistungen erhöhte sich um 51% auf CHF 107.2 Mio. (H1 2015 CHF 70.9 Mio.). Die Betriebsleistungsmarge lag in der Berichtsperiode 2016 bei 49.2% (H1 2015 57.0%). Die überdurchschnittlich hohe Marge in der Vorjahresperiode war vor allem auf positive Einmaleffekte (erfasste Umsätze im Zusammenhang mit GTAT und positive Materialkosteneffekte) zurückzuführen. Die normalisierte Marge lag in beiden Vergleichsperioden bei rund 48%.

Betriebskosten

Die in den Vorjahren getätigten Massnahmen zur Reduktion der operativen Kosten entfalteten im ersten Halbjahr 2016 erwartungsgemäss ihre volle Wirkung. Der Personalaufwand lag bei CHF 74.9 Mio. und damit um CHF 5.7 Mio. unter der Vorjahresperiode (H1 2015 CHF 80.6 Mio.). Mit 1‘547 Vollzeitstellen war der Personalbestand in etwa auf dem Niveau per Jahresende 2015, jedoch 98 Stellen tiefer als per 30. Juni 2015 (31.12.2015 1‘525 FTE; 30.06.2015 1‘645 FTE).

Der sonstige Betriebsaufwand lag bei CHF 26.1 Mio. (H1 2015 CHF 23.1 Mio.). Trotz des Umsatzanstiegs um 75% und dem deutlich angestiegenen Geschäftsvolumen hat sich der sonstige Betriebsaufwand nur moderat um rund 13% erhöht.

Turnaround auf Stufe EBITDA erreicht

Für das erste Halbjahr 2016 konnte beim Betriebsergebnis EBITDA mit CHF 6.2 Mio. erstmals seit 2012 wieder ein positives Ergebnis erzielt werden (H1 2015 CHF -32.7 Mio.). Die deutliche Verbesserung des operativen Betriebsergebnisses ist auf die höheren Umsätze und die erwähnten Kostenoptimierungen zurückzuführen.

Das Ergebnis auf Stufe EBIT belief sich auf CHF -20.8 Mio. (H1 2015 CHF -68.5 Mio.). Die Abschreibungen betrugen insgesamt CHF 27.0 Mio. (H1 2015 CHF 35.8 Mio.) und teilten sich wie folgt auf: CHF 9.0 Mio. für planmässige Abschreibungen auf Sachanlagen und CHF 18.0 Mio. für planmässige Amortisationen auf immateriellen Werten, die im Wesentlichen aus den M&A Aktivitäten in 2011 und früher stammen.

Finanzergebnis, Steuern

Das Finanzergebnis netto betrug im ersten Halbjahr 2016 CHF -7.9 Mio. (H1 2015 CHF -25.3 Mio.). Die Veränderung gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 ist grösstenteils auf Bewertungseffekte bei der Stichtagsbewertung von Konzerndarlehen an ausländische Tochtergesellschaften zurückzuführen. Im ersten Halbjahr 2016 hatten diese Bewertungen praktisch keinen Einfluss auf die Erfolgsrechnung, während in der Vorjahresperiode, aufgrund der damals starken Aufwertung des Schweizer Frankens, ein Finanzaufwand an nicht realisierten Wechselkursverlusten von CHF -13.2 Mio. enthalten war.

Für das erste Halbjahr 2016 fiel ein Steuerertrag von CHF 3.2 Mio. an (H1 2015 CHF 0.8 Mio.). Das Steuerergebnis im ersten Halbjahr 2016 begründet sich mehrheitlich durch die Reduktion von latenten Steuerverbindlichkeiten auf immateriellen Anlagen.

Konzernergebnis

Der Verlust auf Stufe Konzernergebnis konnte ebenfalls deutlich reduziert werden und belief sich auf CHF -25.6 Mio. (H1 2015 CHF -93.0 Mio.). Pro Aktie beläuft sich das Ergebnis auf CHF -0.28 (H1 2015 CHF -1.03).

Bilanz

Die Bilanzsumme hat sich im ersten Halbjahr 2016 leicht erhöht und erreichte per 30. Juni 2016 CHF 585.8 Mio. (31.12.2015 CHF 572.3 Mio.). Die flüssigen Mittel per Bilanzstichtag betrugen CHF 113.5 Mio. und haben sich gegenüber dem Jahresende 2015 um CHF 12.1 Mio. erhöht. Die Warenvorräte lagen bei CHF 128.0 Mio. Das Anlagevermögen bestand mehrheitlich aus Sachanlagen CHF 114.0 Mio., immateriellen Anlagen CHF 60.6 Mio. und latenten Ertragssteuerguthaben CHF 95.1 Mio.

Auf der Passivseite der Bilanz belief sich das Fremdkapital auf CHF 435.7 Mio. Davon betrugen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen CHF 50.9 Mio., Kundenanzahlungen CHF 68.9 Mio., Rückstellungen CHF 11.5 Mio. und Finanzverbindlichkeiten CHF 252.0 Mio. Das Eigenkapital betrug CHF 150.1 Mio., was mehrheitlich auf den noch zu verzeichnenden Reinverlust des ersten Halbjahres 2016 zurückzuführen war (31.12.2015 Eigenkapital CHF 175.0 Mio.). Die Eigenkapitalquote per Bilanzstichtag belief sich auf 25.6% (31.12.2015 30.6%).

Das Refinanzierungsprojekt der im 2017 fällig werdenden Obligationenanleihe ist in vollem Gange. Meyer Burger bearbeitet derzeit konkret diverse Alternativen und führt hierzu intensive Gespräche mit den relevanten Parteien. Weitere Informationen diesbezüglich werden veröffentlicht, wenn die entsprechenden Gespräche und Verhandlungen abgeschlossen sind.

Positiver operativer Cashflow

Mit einem positiven operativen Cashflow in Höhe von CHF +15.4 Mio. (H1 2015 CHF -28.0 Mio.) konnte im ersten Halbjahr 2016 ein weiteres wichtiges Ziel im Turnaround der Meyer Burger Gruppe erreicht werden. Cash EPS (cash earnings per share) beliefen sich auf CHF +0.17 pro Aktie (H1 2015 CHF -0.31 pro Aktie).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug CHF -2.9 Mio. (H1 2015 CHF -2.9 Mio.) und beinhaltete übliche zurückhaltende Investitionen in das Anlagevermögen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf CHF -0.5 Mio. (H1 2015 CHF -1.4 Mio.) und umfasste vor allem den Erwerb weiterer Aktien der Meyer Burger (Germany) AG.

Ausblick

Meyer Burger ist im Wachstumsmarkt der Photovoltaik mit dem breitesten und fortschrittlichsten Technologie- und Produktportfolio sowie ihrer starken Sales und Service Organisation hervorragend positioniert und profitiert von der langfristigen Dynamik dieses Marktes.

Mit dem guten Auftragseingang und -bestand sowie den deutlichen Ergebnisverbesserungen im ersten Halbjahr 2016 ist Meyer Burger auf Kurs, die Zielsetzungen für das Gesamtjahr 2016 – solides Umsatzwachstum und Break-even auf Stufe EBITDA – zu erreichen bzw. zu übertreffen.

PM & PB: Meyer Burger

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