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Eines der größten Finanzierungsvorhaben zur Lieferung von Offshore-Windenergie in Deutschland

Wind-Turbine GE Haliade 150-6MW / Pressebild: General Electric

Finanzierung für Windparkprojekt Merkur bestätigt

(WK-intern) – Deutsches Projekt zur Errichtung eines Offshore-Windparks mit einer Leistung von 396 Megawatt sichert Finanzierungsmittel in Höhe von 1,6 Milliarden Euro

Das Projekt ist eines der größten Finanzierungsvorhaben zur Lieferung von Offshore-Windenergie in Deutschland

  • Starkes Kapitalgeber-Konsortium bestehend aus Partners Group, InfraRed Capital Partners, DEME und GE
  • Erste großangelegte kommerzielle Nutzung der Turbine GE Haliade 150-6MW

Hamburg, Deutschland: Die Merkur Offshore GmbH freut sich, im Auftrag ihrer Anteilseigner bekanntgeben zu dürfen, dass die Finanzierungsverträge für den Windpark Merkur Offshore mit einer Leistung von 396 Megawatt erfolgreich bestätigt wurden. Bei Merkur handelt es sich um einen baureifen, 45 Kilometer nördlich von Borkum in der deutschen Nordsee gelegenen Windpark. Dieser wird aus 66 Turbinen bestehen und soll nach der Fertigstellung jährlich etwa 1.750 GWh Strom produzieren. Damit liefert das Projekt ausreichend saubere Energie, um circa 500.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Eigen- und Fremdkapitalgeber stellen ein Investitionskapital von insgesamt etwa 1,6 Milliarden Euro auf Basis einer Projektfinanzierung zur Verfügung.

Ein aus fünf globalen Sponsoren bestehendes Konsortium stellt Eigenkapital in Höhe von nahezu 500 Millionen Euro bereit. Die Partners Group, ein globaler Manager von Privatmarktanlagen, stellt im Auftrag ihrer Kunden einen Eigenkapitalanteil von 50% bereit. InfraRed Capital Partners, eine Verwaltungsgesellschaft für Infrastruktur und Immobilien, kommt im Namen ihrer Infrastrukturinvestoren für 25% des Eigenkapitals auf. Zu den weiteren Sponsoren gehören DEME Concessions Wind, eine für Infrastrukturinvestitionen zuständige Tochter der DEME Group (12,5%); die GE Energy Financial Services, eine mit Energieinvestitionen betraute Tochter des Industriekonzerns (6,25%) und die L’Agence de l’environnement et de la maîtrise de l’énergie (ADEME), eine Organisation, die im Namen und Auftrag des französischen Staates handelt (6,25%).

„Da in Deutschland bis 2020 mehrere Kohle- und Atomkraftwerke stillgelegt werden, ist Merkur ein zeitgemäßes Projekt, das einen beträchtlichen Beitrag zur Energiewende hin zu erneuerbaren Energien bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Energieversorgungssicherheit leistet“, so Brandon Prater, Partner bei Partners Group und Leiter des Bereichs Private Infrastructure. „Dieses Projekt kombiniert leistungsfähige und bewährte Anlagen, qualifizierte Anlagenbauer sowie erfahrene Kapitalgeber. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Fertigstellung des Projekts Merkur“, erklärt Prater.

„Mit unserem Investment in das Merkur Projekt ist DEME weiterhin an vorderster Stelle, wenn es um die Entwicklung von Offshore Wind in Deutschland und darüber hinaus geht“, sagt Alain Bernard, Director und Chief Executive Officer der DEME Gruppe. „DEMEs Spezialist für technisch komplexe Offshore-Projekte, GeoSea, wird den Bau von Merkur Offshore umsetzen. Unser Team von Spezialisten in Bremen wird bei der Umsetzung des Projekts eine wichtige Rolle spielen und damit erheblich zu den Plänen der Energiewende in Deutschland beitragen.“

„Dies ist ein bedeutender Meilenstein für das Offshore-Projekt Merkur sowie für Europas Offshore-Windindustrie. Die Sicherung dieser Finanzierung ermöglicht die erste großangelegte kommerzielle Nutzung unserer hochmodernen Offshore-Windturbine Haliade 150-6MW in Europa. Das Merkur-Projekt signalisiert außerdem unser anhaltendes Engagement bei der Entwicklung von Offshore-Windparks auf der ganzen Welt“, erklärt Jérôme Pécresse, President und CEO von GE Renewable Energy.

„InfraRed freut sich, dieses für den Bereich der erneuerbaren Energien wegweisende Projekt in Zusammenarbeit mit starken Partnern zu realisieren“, so Stephane Kofman, Leiter der Infrastrukturabteilung bei InfraRed. „Der Offshore-Windbereich ist ein besonders geeignetes Feld für erfahrene Infrastruktur-Investoren wie InfraRed. Hier können wir – als Experten für die Gestaltung komplexer Strukturen – ein europäisches Großprojekt auf den Weg bringen, das zu einer nachhaltigen Energieversorgung beiträgt und so die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sowie von Atomenergie verringert. InfraRed ist nicht nur europaweit, sondern auch in Schlüsselmärkten wie Nordamerika und Australasien aktiv, um ähnliche Geschäftsmöglichkeiten strategisch zu erschließen.“

Der Offshore-Windpark Merkur wird nach seiner Fertigstellung deutschlandweit zu den größten seiner Art zählen. GE wird dort 66 Offshore-Windturbinen vom Typ Haliade 150-6MW errichten. Merkur Offshore ist zuständig für den Aufbau und den Betrieb der Turbinen, während DEME die Montage durchführt. Der Baubeginn unter Federführung von GeoSea, einer Tochtergesellschaft von DEME, wird unmittelbar beginnen.

Dank überzeugender Projektgrundlagen mit vertraglich gesicherter Netzanbindung, wurde die Finanzierung in einer Rekordzeit von vier Monaten gesichert. Ein Konsortium aus zehn Kreditgebern – internationale Großbanken ebenso wie Finanzanstalten der Region – hat eine erstrangig besicherte Summe von etwa 1,2 Milliarden Euro zugesichert. Die KfW Mittelstandsbank beteiligt sich im Rahmen ihres Förderprogramms für Offshore-Windenergie in Deutschland. Die anderen Kreditgeber sind ABN Amro, Commerzbank (Modelling and Tax Bank), Deutsche Bank (Account Bank, Facility & Security Agent, Joint Hedge Coordinator und Sole Book Runner), KfW IPEX (Technical Bank und Markets Bank), Natixis, Rabobank (Insurance Bank), SEB (KFW Applicant Bank), SMBC und Société Générale (Documentation Bank und Joint Hedge Coordinator).

Die Beratungstätigkeiten für das Merkur-Projekt erfolgten durch Amsterdam Capital Partners (Finanz- und Kapitalberatung), Deutsche Bank (Fremdkapital-Strukturberatung), Hogan Lovells (Rechtsberatung), EY (Steuerberatung), Marsh (Versicherungsberatung) und PMC (Hedging-Beratung). Die Beratung der Kreditgeber erfolgte durch Clifford Chance (Rechtsberatung), Sgurr (technische Beratung), JLT (Versicherungsberatung), Poÿrÿ Management Consulting (Marktberatung) und Operis (Modellberatung). CMS, Norton Rose Fulbright sowie Allen & Overy waren als Rechtsberater für die Eigenkapitalgeber tätig.

PM: General Electric

Wind-Turbine GE Haliade 150-6MW / Pressebild: General Electric

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