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Stralsund: Landesenergie- und Klimaschutzagentur feierlich eröffnet

Gestern wurde die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA) in Stralsund an der dortigen Hochschule feierlich eröffnet.

(WK-intern) – Seit 1. August ist das Kern-Team um den Geschäftsführer Gunnar Wobig im Dienst.

Mit einem Fördermittelbescheid über 500.500 Euro institutionelle Förderung im Gepäck sagte der Energieminister des Landes Christian Pegel heute:

„Bereits im Rahmen des öffentlichen Beteiligungsverfahrens zum Landesenergiekonzept wurde aus allen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bereichen eine solche Agentur gefordert. Mit der heutigen feierlichen Eröffnung bringen wir einen langen Weg zum erfolgreichen Ende. Neben aller Organisation einer solchen Gründung mussten vorher Fragen der Finanzierung und der Rechtsform geklärt werden. Alles Dinge, die viel Zeit beanspruchen und juristisch sauber abgearbeitet werden müssen“.

„Die LEKA wird Erstberatung bieten und Informationen zu anderen Beratungsstellen vorhalten. Die Beratungsangebote werden sich zunächst an Kommunen, aber auch an Unternehmen richten und Private in der Öffentlichkeitsarbeit mit einbeziehen“, so der Minister weiter.

Bis die Finanzierung und der Rechtsrahmen dieser landeseigenen Agentur geklärt waren, wurde übergangsweise beim Städte- und Gemeindetag eine Beratungsstelle finanziert. Dort wurden Gemeinden beraten, die sich im Bereich der Erneuerbaren Energien wirtschaftlich betätigen wollten.

Neben der institutionellen Förderung, welche die LEKA grundsätzlich finanziert, kann die Agentur im Rahmen zusätzlicher Projekte weitere Aufgaben und entsprechende Unterstützung erhalten.

Die räumliche Anbindung an die Hochschule in Stralsund sichert den Zugang zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich von Erneuerbaren Energien und Klimaschutz. Die Agentur wiederum soll auch eine Bindeglied- und Vermittlungsfunktion erfüllen. Durch die mit der Zeit wachsende Vernetzung der Agentur in allen Bereichen der Erneuerbaren Energien kann sie helfen, dass Forschungsergebnisse der Hochschulen zur Umsetzung und Anwendung kommen, indem Wirtschaft und Wissenschaft zusammengebracht werden.

Neben Stralsund wird es zunächst zwei weitere Standorte der LEKA geben. So werden noch Büros am Leea in Neustrelitz und eines in Schwerin bezogen werden. Diese Standorte werden im Rahmen von noch ausstehenden Inhouse-Vergaben mit Personal besetzt, so dass dort zusätzliche Projekte der LEKA bearbeitet werden.

Auszug aus dem Gesellschaftsvertrag:

Gegenstand des Unternehmens ist die Koordinierung der Beratung, Information, Motivation, Kommunikation und Netzwerkarbeit in allen Bereichen des Klimaschutzes für die Wirtschaft, öffentliche Einrichtungen, Wissenschaft und Verbraucher im Land. Hierzu zählen insbesondere erneuerbare Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz, Energiespeicherung, Elektromobilität, energetische Systemlösungen sowie Akzeptanz, wirtschaftliche Teilhabe und Wertschöpfung.

Es ist zentraler Zweck der nicht gewinnorientiert arbeitenden Gesellschaft den Klimaschutz zu fördern sowie die Umsetzung der Energiewende und der energiepolitischen Konzeption im Land und des Aktionsplans Klimaschutz mitzugestalten. Sie soll wirtschaftliche Impulse zur Erhöhung der Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Energien auslösen, ohne selbst investiv tätig zu werden. Dazu soll sie Beratungsaktivitäten und technische Fachkompetenz in Mecklenburg-Vorpommern im Bereich des Klimaschutzes, der Energieeffizienzverbesserung und der Energiespeicherung koordinieren.

Zielgruppen der Geschäftstätigkeit sind insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die öffentliche Verwaltung auf allen Ebenen (insbesondere Kommunen, das Land, andere Körperschaften öffentlichen Rechts) sowie andere Einrichtungen, die eine Vorbildfunktion im Klimaschutz übernehmen können.

PM: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung

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