Selbsttätiger hydraulischer Abgleich von Fußbodenheizungen

So methodisch schlicht kann neuerdings der hydraulische Abgleich von Fußbodenheizungen sein:

(WK-intern) – Mit den ab sofort lieferbaren thermostatischen RTB-Ventilen zur Begrenzung der Rücklauftemperatur der einzelnen Heizkreise stehen Komponenten zur Verfügung, die die Hydraulik selbsttätig und exakt auf die Leistung der Heizfläche einregulieren.

Bekanntlich besteht der Sinn des hydraulischen Abgleichs darin, jeder Heizfläche entsprechend ihrer Leistung die richtige Wassermenge zur Verfügung zu stellen.

Ist der Durchfluss zu gering, fehlt es im Raum an Wärme, ist er zu groß, fehlt es in anderen Räumen an Wärme, weil die vordere überhitzte Teilfläche zu viele Kilokalorien weggesaugt beziehungsweise in den Rücklauf verschoben hat. Eine gleichmäßige Wärmeverteilung kommt ohne relativ komplizierten und zeitaufwändigen Abgleich nicht zustande.

Die Firma HG Baunach, Hückelhoven, die vor Jahren mit ihrem Rendemix-Mischer zur Hintereinanderschaltung einer hochtemperaturigen Radiator- mit einer niedertemperaturigen Fußbodenheizung auf sich aufmerksam gemacht hat, dachte jetzt auch über eine effektive Lösung zur korrekten Einregulierung der Durchsätze von Heizkreisen/Wärmetauschern nach. Das beinahe verblüffende Ergebnis ist ein simples thermostatisches Ventil zur Erfassung/Begrenzung der Rücklauftemperatur der einzelnen Heizkreise. Verblüffend wegen der Einfachheit.

Wie funktioniert’s? Zur Grundeinstellung am RTB dienen, wie üblich bei Thermostatventilen, raumbezogene Erfahrungswerte.

Ein Beispiel: Im Schlafzimmer soll es 18 °C warm sein. Das herkömmliche Raumthermostatventil am Verteiler – oder ein alternativer Einzelraum-Temperaturregler – steht dafür auf Stufe 3. Durchsatzseitig korrespondieren diese 18 °C mit beispielsweise einer Rücklauftemperatur von 23 °C auf der Skala des RTB. Wie gesagt, die Einstellung richtet sich nach den thermischen Eigenschaften des Gebäudes. Gegen Abend fallen Außen- und Raumtemperatur. Das Raumthermostatventil öffnet. Ohne RTB würde beinahe spontan der volle Nenndurchsatz durch die Heizfläche rauschen und so andere Kreise in Mitleidenschaft ziehen. Das RTB dagegen wartet ab. Es öffnet leicht, wenn wegen der fallenden Außentemperatur die Rücklauftemperatur die Tendenz hat zu sinken, und es verschlankt den Durchsatz, wenn der Raumthermostat komplett aufgemacht hat, der Messwert am RTB-Fühler jetzt also über den Sollwert klettern will. Den anderen Heizkreisen wird dadurch kein Heizungswasser vorenthalten. Deren RTBs reagieren natürlich ebenfalls dynamisch durch Veränderung der Querschnitte. Das gesamte System schwingt sich selbständig ein.

Am Prinzip der Leistungsregelung der hocheffizienten, selbstregelnden Umwälzpumpen ändert sich nichts. Die passen ihre W

att automatisch dem Differenzdruck an. Im Handel sind derzeit Rücklauftemperturbegrenzer für Fußbodenheizkreise (RTB-Fbh) sowie eine Ausführung mit Fernfühler für den thermisch-hydraulischen Abgleich von Wärmetauschern an Trinkwarmwasserspeichern, Lufterhitzern, Schwimmbadwärmetauschern und raumlufttechnischen Anlagen (RTB-Abgleich-Set). Armaturen ausschließlich für Radiatorheizungen befinden sich derzeit im Test.

PM: HG Baunach GmbH & Co. KG

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