Anzeige:


Brennstoffzellen-Heizgerät für ein Einfamilienhaus deckt erforderlichen Bedarf an Strom- und Wärme

Das NIP fördert die Marktvorbereitung von Brennstoffzellensystemen durch die Vergrößerung der Produktvielfalt

(WK-intern) – Brennstoffzellensysteme in der stationären Anwendung wie Heizgeräte für Privathäuser oder in der industriellen Energieversorgung mit Kraft-Wärme-Kopplung erhöhen die Energieeffizienz, schonen das Klima und unterstützen die Energiewende.

Um die nächsten erforderlichen Entwicklungsschritte in Richtung Markt gehen zu können, wurden im Jahr 2015 weitere 11,3 Millionen Euro Fördermittel aus dem Nationalen Innovationsprogramm (NIP) Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie bewilligt, die in Projektvorhaben mit einem Gesamtumfang von 25,3 Millionen Euro geflossen sind.

Im NIP-Projekt „Elcore 2,5 kW“ wird ein verfügbares Brennstoffzellen-Heizgerät der Mikro-KWKKlasse zur Sortimentserweiterung weiterentwickelt, um damit den höheren Leistungsanforderung des Segments der Mehrfamilienhäuser und Gewerbebetriebe erschließen zu können. Darüber hinaus wird die Möglichkeit der Weiterentwicklung zu noch größeren Modulen konzeptionell berücksichtigt.

Basis für die Produktentwicklung ist das bereits auf dem Markt verfügbare Brennstoffzellen-Heizgerät für ein Einfamilienhaus. Für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern oder Gewerbebetrieben bedarf es eines Brennstoffzellen-Heizgeräts, welches den dort erforderlichen Bedarf an Strom- und Wärme decken und regeln kann. Der Schwerpunkt im Fördervorhaben liegt dementsprechend auf der Neuentwicklung des Brennstoffzellensystems einschließlich Stack, Gasumwandlungsprozess, Wärme- und Wassermanagement, um bei hoher Effizienz möglichst hohe Betriebslaufzeiten zu erreichen.

Hohe Betriebslaufzeiten verbessern die Wirtschaftlichkeit der Geräte und sind neben Effizienz und Klimafreundlichkeit ein weiterer Vorteil von Brennstoffzellensystemen in der Hausenergieversorgung.

Konstruiert und gebaut werden die KWK-Module sowie dazugehörige Komponenten in Eigenleistung von dem Münchener Unternehmen Elcore GmbH. Das Projektvorhaben mit einer Laufzeit von März 2015 bis Dezember 2016 erhält vom Ministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen des NIP-Programms eine Förderung von rund 4,53 Millionen Euro. Die zweite Hälfte des Projektes mit einem Gesamtvolumen von etwa 9,43 Millionen Euro, trägt die Firma Elcore GmbH bei. Die Koordination des Projektes obliegt der NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

Programmbereich Stationäre Energieversorgung mit Brennstoffzellen im NIP
Der Programmbereich Stationäre Energieversorgung umfasst die Anwendungsfelder Hausenergie und Industrie. Im unteren Leistungsbereich umfassen die stationäre Energieversorgung Anlagen von einem bis fünf Kilowatt elektrisch in der Hausenergie bis hin zu Anlagen von einigen Zehn Kilowatt bis wenige Megawatt im Industrieeinsatz. Die Anlagen in der Hausenergieversorgung arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und verbrennen Erdgas aus den bestehenden Leitungen. Die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme durch Brennstoffzellen ermöglicht hohe Gesamtnut-zungsgrade von mehr als 85 Prozent bei gleichzeitig zwischen 25 und 35 Prozent Kohlendioxideinspa-rungen gegenüber modernen konventionellen Versorgungssystemen. Durch die Nutzung von Erdgas bedarf es keiner zusätzlichen Investitionen in den Ausbau der umliegenden Infrastruktur.

Für die stationäre Nutzung von Brennstoffzellensystemen in der Hausenergie werden sowohl Poly-merelektrolyt-Brennstoffzellen (PEMFC) sowie Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC) verwendet. Im In-dustrie- und Schiffsbereich wird hauptsächlich die SOFC-Technologie verwendet. Insgesamt sind heu-te weltweit bereits mehrere Hundert Brennstoffzellen-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) ab 100 Kilowatt im Einsatz.

Marktvorbereitung seit 2006 – Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzel-lentechnologie (NIP)

Die Marktvorbereitung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie betreiben Bund, Industrie und Wissenschaft seit 2006 gemeinsam im Rahmen des gleichnamigen Nationalen Innovationspro-gramms. Das Programm, mit den Schwerpunkten auf angewandter Forschung und Entwicklung so-wie Demonstrationsvorhaben, läuft bis 2016. Zum Gesamtvolumen des Programms von 1,4 Milliar-den Euro tragen öffentliche Hand und Industrie je die Hälfte bei. Seitens des Bundes tragen das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur 500 Mio. Euro, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 200 Mio. Euro bei. Zur ganzheitlichen Koordinierung des Programms wurde 2008 die NOW gegründet.

PM: Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW)

Weitere Beiträge:



Top