Anzeige:


Windenergie an Land bleibt Leistungsträger der Energiewende

Gurit beliefert europäische Windblatthersteller bereits seit 2010 mit qualitativ hochwertigen, kosteneffizienten Windblattformen und zugehöriger Ausrüstung. / Foto: HB

GRÜNE Forderung zu besserer Gemeindebeteiligung auf Bundesebene aufgegriffen

(WK-intern) – Zu den in Berlin bekannt gegebenen Ausbauzahlen für Windenergie an Land im 1. Halbjahr 2016 erklärt Johann-Georg Jaeger, energiepolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Mecklenburg-Vorpommern:

„Mit 1.819 Windenergieanlagen und einer Gesamtleistung von über 3.000 MW stellt M-V jetzt rund die Hälfte des seiner Landesfläche entsprechenden Windenergieanteils am bundesweiten Stromverbrauch bereit.

Mit ca. 2.200 Anlagenstandorten wäre aus unserer Sicht das Endausbauziel für unser Land dauerhaft erreicht. Hierfür müssen zukünftige Anlagen verstärkt darauf ausgerichtet sein, eine deutlich höhere Volllaststundenzahl und damit eine kontinuierliche Energieproduktion zu erzielen. Auf diese Weise würde eine Erhöhung der Gesamt-Anlagenzahl in unserem Bundesland um ca. ein Viertel bis ein Drittel genügen, um die benötigte Verdopplung der Gesamtleistung und damit den angestrebten Endausbau zu erreichen.

Ich begrüße ausdrücklich, dass der Bundesgesetzgeber im Rahmen der jetzt beschlossenen EEG-Novelle offenbar in letzter Minute unsere wiederholt erhobene Forderung aufgegriffen hat, die direkt betroffen Kommunen stärker an der Wertschöpfung aus der Windenergieproduktion zu beteiligen. Zumindest bei Bürgerenergiegesellschaften muss nunmehr der Gemeinde, in der die geplante Windenergieanlage errichtet werden soll, eine finanzielle Beteiligung von 10 Prozent angeboten werden. Damit hat das Bürger- und Gemeindebeteiligungsgesetz M-V seinen aus unserer Sicht wesentlichen Zweck bereits ein Stück weit erfüllt – nämlich den Standortgemeinden in Windkraftausbaugebieten bundesweit zu einer besseren Beteiligung zu verhelfen.

Positiv sind die im neuen EEG enthaltenen ersten Ansätze für eine bessere Verknüpfung der Bereiche Strom und Wärme (Sektorenkopplung). Dies eröffnet die Möglichkeit, zeitweilig lokal auftretende Stromspitzen sinnvoll im Wärmebereich zu nutzen, anstatt Anlagen abzuschalten. Allerdings sollte dies überall im Bundesgebiet gelten und nicht nur auf sogenannte ‘Netzausbaugebiete’ – zu denen Mecklenburg-Vorpommern nicht gehört – beschränkt werden. Bei bundesweit rund 3 Prozent sog. Einspeisemanagement-Maßnahmen handelt es sich durchaus um signifikante Energiemengen, die wir gut dafür verwenden können, die Energiewende auch im Wärmemarkt weiter voranzutreiben. Für eine entsprechende schnellstmögliche Anpassung des EEG sollte sich eine zukünftige Landesregierung daher stark machen. Gleichzeitig sollten wir in unserem Bundesland verstärkt Maßnahmen ergreifen, um die Sektorenkopplung zu fördern und deren Anforderungen bereits bei der Planung von Fern- und Nahwärmenetzen beachten.“

PM: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Mecklenburg-Vorpommern

Windenergie an Land bleibt Leistungsträger der Energiewende / Foto: HB

Weitere Beiträge:



Top