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EnBW erweitert Servicesgeschäft für Windenergieanlagen in Nordeuropa und Deutschland

EnBW Windpark / Foto: HB

EnBW baut mit dem Kauf des unabhängigen Dienstleisters Connected Wind Services A/S das Wartungsgeschäft für Windenergieanlagen aus

  • Große Wachstumschancen für das Geschäft mit Wartung und Instandhaltung
  • Starke Marktposition in Nordeuropa und Deutschland
  • Höhere Wettbewerbsfähigkeit durch Kompetenzzuwachs

(WK-intern) – Mit dem Kauf des herstellerunabhängigen Dienstleisters Connected Wind Services A/S (CWS) mit Firmensitz in Dänemark treibt die EnBW Energie Baden-Württemberg AG den Ausbau des Geschäftsfelds Erneuerbare Energien konsequent voran.

EnBW steigt damit schlagartig zu einem bedeutenden Akteur im stark wachsenden Bereich der Wartung und Instandhaltung von Windenergieanlagen auf.

Zusammen mit CWS sollen insbesondere neue Kundenpotentiale in Nordeuropa und Deutschland erschlossen werden. Gleichzeitig stärkt EnBW die Position als Komplettanbieter für Planung, Bau, Betrieb, Wartung und Instandhaltung von Windkraftanlagen. Der Kaufvertrag wurde gestern mit dem CWS-Mehrheitseigentümer Polaris Private Equity unterzeichnet. Über den Kaufpreis haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart. Der Erwerb steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamts. Das Verfahren zur Prüfung soll in den nächsten Wochen erfolgen und der Vollzug der Transaktion wird für das vierte Quartal 2016 erwartet.

Mit Service-Teams in Dänemark, Schweden und Deutschland zählt CWS zu den führenden unabhängigen Dienstleistern für Turbineninstandhaltung in Europa und bietet deshalb eine hervorragende Ausgangsposition für weiteres künftiges Wachstum gemeinsam mit EnBW. CWS wird dabei als eigenständige Marke erhalten bleiben und mit den Aktivitäten der EnBW zum weiteren Ausbau der Windenergie verzahnt.

Mit 336 Megawatt Offshore in Betrieb, über 1.600 Megawatt genehmigte Offshorekapazität und einer gesicherten Onshorepipeline von rund 1.100 Megawatt sind wir beim Ausbau unserer Erneuerbaren Energien auf gutem Weg. Wir sind seit Jahren erfolgreich im Planen, Bauen und Betreiben von Windenergieanlagen. Dieses Leistungsspektrum erweitern wir jetzt um die Instandhaltung und Wartung. Denn wir wollen weiter – und schneller – wachsen. CWS eröffnet uns dabei die Möglichkeit, auch in neuen Märkten eine aktive Rolle zu spielen“, so Dr. Hans-Josef Zimmer, Vorstand Technik der EnBW. „CWS verfügt über eine erfahrene Mannschaft mit hoher Expertise. Zusammen mit der energiewirtschaftlichen Kompetenz und Kapitalkraft der EnBW schaffen wir gemeinsames Wachstum durch das Angebot von Servicedienstleistungen in den europäischen Märkten. EnBW und CWS ergänzen sich ganz hervorragend. Zusammen sind wir stärker“, so Zimmer weiter.

„Wir sind überzeugt, dass der künftige Eigentümer EnBW ein ausgezeichneter Partner ist, der uns neue Wachstumschancen eröffnen wird, um CWS erfolgreich weiterzuentwickeln. In der europäischen Windindustrie ist EnBW eines der wachstumsorientiertesten Energieversorgungsunternehmen. Die Größe und Expertise, die wir durch den neuen Eigentümer gewinnen, werden allen unseren Kunden zugutekommen. Im Gegenzug sichert sich die EnBW mit CWS eine solide Expertise im Bereich Wartung und Instandhaltung. Damit ergibt sich für beide Seiten eine klare Win-Win-Situation“, betont Carlos Christensen, CEO von CWS.

Henrik Bonnerup, Partner Polaris Private Equity: „Seit dem Erwerb von CWS im Jahre 2012 haben wir die Expansion des Unternehmens ausgehend von einer starken Basis in Dänemark hin zu einem Unternehmen mit lokaler Präsenz in Dänemark, Deutschland und Schweden und mit europaweiten Aktivitäten unterstützt. Unter unserer Eigentümerschaft ist die Zahl der Windenergieanlagen, für die CWS Dienstleistungen erbringt, um mehr als 300 Prozent gestiegen und das Unternehmen hat sich vollumfänglich industriell ausgerichtet, um auch die größten und anspruchsvollsten europäischen Energieversorgungsunternehmen, die Services im Bereich Wartung und Instandhaltung nachfragen, mit höchster Qualität und unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards zufrieden zu stellen. Wir sind stolz darauf, dass mit dem Erwerb die EnBW als namhafter Energieversorger den hohen Standards der CWS Respekt zollt und wir sind überzeugt, dass EnBW der richtige künftige Eigentümer der CWS ist und beiden Unternehmen Wachstumschancen eröffnet.“

Polaris Private Equity:

Polaris Private Equity ist ein dänischer Private Equity Fonds, der in etablierte kleine und mittlere Unternehmen in Dänemark und Schweden investiert. Im Fokus stehen hierbei Unternehmen mit großem Entwicklungspotential und einem Umsatzvolumen zwischen 200 und 1.500 Millionen dänische Kronen. Der erste Fonds von Polaris mit einem Volumen von 1,4 Milliarden dänischen Kronen wurde vollumfänglich realisiert. Derzeit hat Polaris Kapitalzusagen von über 7,7 Milliarden dänischen Kronen, verteilt auf die Fonds II, III und IV. Bis heute hat Polaris in 33 Unternehmen investiert, 19 davon wieder veräußert und 58 Erweiterungsakquisitionen für Portfoliounternehmen abgeschlossen.

Connected WindServices A/S:

Die Wurzeln von CWS reichen ins Jahr 1987 zurück. Das Unternehmen mit Firmensitz in Balle/Dänemark und Landesgesellschaften in Deutschland (Rantrum) und Schweden (Falkenberg) verfügt über eine 29-jährige Erfahrung als herstellerunabhängiger Dienstleister im Bereich Wartung und Instandhaltung. Mit insgesamt 190 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen 2015 einen Umsatz von ca. 35 Millionen Euro. Rund 50 Service-Teams betreuen circa 1.800 Windkraftanlagen; darüber hinaus führt CWS europaweit komplexe Serviceprojekte an Windenergieanlagen durch. CWS betreibt am Firmensitz in Balle eine moderne Werkstatt für die Aufarbeitung von Komponenten für Windkraftanlagen, darunter Getriebe der Megawatt-Klasse, und zeichnet sich dabei durch eine sehr hohe Verfügbarkeit und schnelle Lieferzeiten aus.

EnBW Energie Baden-Württemberg AG:

Die EnBW plant, die Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 zu einer der tragenden Säulen des Unternehmens und seines Konzernergebnisses auszubauen. Insgesamt sind dazu Investitionen in Höhe von 3,5 Milliarden Euro vorgesehen. Dabei spielt der Ausbau der Windkraft eine zentrale Rolle. Ziel ist, die Onshore-Windkraft bis zum Jahr 2020 auf 1.000 Megawatt auszubauen. Hierzu hat die EnBW auch ihre regionale Präsenz deutlich ausgeweitet und bundesweit vier Niederlassungen für Projektentwicklung gegründet. Aktuell befindet sich die EnBW mit Onshore-Projekten in der Größenordnung von über 500 Megawatt im Genehmigungsverfahren. Die Erteilung der Genehmigungen für mindestens 300 Megawatt erwarten wir noch vor Jahresende 2016. Im Offshorebereich ist die EnBW bereits auf dem dänischen Markt aktiv und hat sich für die Teilnahme an einem Ausschreibungsverfahren des dänischen Staates für das Offshore-Windkraftprojekt Kriegers Flak in der Ostsee präqualifiziert. Ein finales Gebot für die Ausschreibung ist bis zum 8. November 2016 abzugeben.

Nach der erfolgreichen Realisierung der beiden Offshore-Windparks EnBW Baltic 1 (48 Megawatt) und EnBW Baltic 2 (288 Megawatt) steuert die EnBW aktuell nun mit ihrem dritten und nochmals größeren Windpark EnBW Hohe See die deutsche Nordsee an. Insgesamt verfügt die EnBW in der deutschen Nordsee mit der Projekt-Pipeline für die Windparks Albatros, Hohe See und He Dreiht über mehr als 1.600 Megawatt genehmigte Offshore-Kapazität.

PM: EnBW Energie Baden-Württemberg AG

EnBW Windpark / Foto: HB

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