Anzeige:


TenneT: Solide Halbjahresergebnisse und hohe Versorgungssicherheit

Insel für Windstrom / Pressebild: TenneT

TenneT investiert 875 Mio. Euro in das deutsche und niederländische Höchstspannungsnetz (1. Halbjahr 2016), um die Versorgungssicherheit zu stärken und dem schnell steigenden Aufkommen der erneuerbaren Energien gerecht zu werden

(WK-intern) – Das operative Ergebnis (nachhaltiges EBIT) liegt unternehmensweit bei 414 Mio. Euro

TenneT gibt Green Bonds und grünen Schuldschein im Wert von 1,5 Mrd. Euro aus

Der deutsch-niederländische Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat auch in der ersten Jahreshälfte 2016 die Verfügbarkeit seines Höchstspannungsnetzes dauerhaft auf einem sehr hohen Niveau von 99,999 Prozent gehalten. Das Unternehmen hat darüber hinaus sowohl die Energiewende in Deutschland als auch die Integration des europäischen Strommarkts weiter voran getrieben. Dies wurde ergänzt durch solide Finanzergebnisse.

Offshore

Die Energiewende ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Niederlanden in vollem Gang. So wurden in der ersten Jahreshälfte in den Niederlanden die rechtlichen und regulatorischen Weichen gestellt, damit TenneT die Offshore-Netzanschlüsse im niederländischen Teil der Nordsee entwickeln und betreiben kann. Im deutschen Teil der Nordsee verantwortet TenneT bereits die Anbindung von Offshore-Windkraftanlagen.

Im Juni präsentierte der Übertragungsnetzbetreiber seine Vision der weiteren Integration und Zusammenarbeit der Nordsee-Anrainerstaaten im Hinblick auf das Erreichen der mittel- bis langfristigen Nachhaltigkeitsziele. Im Mittelpunkt des Nordsee-Infrastrukturkonzepts von TenneT steht dabei die Erschließung einer künstlichen Insel in der Nordsee als Drehkreuz für ein nachhaltiges europäisches Energieversorgungssystem. Mel Kroon, CEO von TenneT, erklärte: „In diesem Teil Europas bedeutet die Energiewende, dass das Angebot von und die Nachfrage nach erneuerbarer Energie über große Entfernungen miteinander verbunden werden müssen. Dies erfordert eine entsprechende Infrastruktur. Darüber hinaus ist die weitere europäische Integration und Zusammenarbeit im Rahmen der Energiewende wichtig, wenn wir auch in Zukunft gesellschaftliche Nachhaltigkeitsziele erreichen wollen.“

Stabile finanzielle Entwicklung in der ersten Jahreshälfte 2016

Während der ersten Hälfte 2016 investierte TenneT weiter in die Strominfrastruktur in Deutschland und den Niederlanden, um die hohe Verfügbarkeit des TenneT-Netzes zu sichern und die erneuerbaren Energien in das Übertragungsnetz zu integrieren. Die Investitionen lagen in der ersten Hälfte dieses Jahres bei 875 Mio. Euro (1. Halbjahr 2015: 1,196 Mio. Euro). „Die Energiewende in Deutschland braucht den Netzausbau, damit der grüne Strom auch die Verbraucher erreicht. Daher müssen jetzt alle Anstrengungen dahin gehen, den Netzausbau, das Rückgrat der Energiewende, zu beschleunigen“, sagte Urban Keussen, Vorsitzender der Geschäftsführung der TenneT TSO GmbH (TenneT Deutschland).

Wesentliche Kennzahlen zum nachhaltigen1 Ergebnis

(Zahlen in Millionen Euro) 30. Juni 2016 30. Juni 2015
Umsatzerlöse 1.546 1.395
EBIT 414 490
Investitionen in Sachanlagen 875 1.196
(Zahlen in Millionen Euro) 30. Juni 2016 30. Juni 2015
Vermögenswerte gesamt 16.881 15.424
Bereinigte verzinsliche
Nettoverschuldung
6.682 5.703
Eigenkapital 3.736 3.803

Der nachhaltige Umsatz von TenneT erhöhte sich von 1.395 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2015 auf 1.546 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten 2016. Dieser Anstieg des nachhaltigen Umsatzes beruht auf dem Wachstum der Vermögenswerte von TenneT und dem Ausgleich der gestiegenen Kosten für Systemdienstleistungen. Das nachhaltige Ergebnis (EBIT) sank leicht von 490 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2015) auf 414 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2016). Ursache für den Rückgang war vor allem der Entfall von positiven Sondereffekten, die sich auf das nachhaltige Ergebnis des ersten Halbjahres 2015 ausgewirkt hatten (z.B. Fusion der Strombörsen APX und EPEX sowie teilweise Auflösung von Rückstellungen für Offshore-Haftung).

Die Regulierungsbehörden in den Niederlanden und in Deutschland kündigten Pläne zur Reduzierung der Umsatzrendite für Netzbetreiber an. In den Niederlanden wurde eine Reduzierung der Eigenkapitalrendite von 5,6 Prozent auf 4,9 Prozent (nach Steuern) und in Deutschland von 9,05 Prozent (7,4 Prozent nach Steuern) auf 6,91 Prozent (5,6 Prozent nach Steuern) vorgeschlagen. Eine Entscheidung wird jeweils im Herbst erwartet.

Otto Jager, CFO von TenneT, erklärte: „Unsere Geschäftsentwicklung entspricht unseren Gesamtinvestitionen und unterstützt unser Kreditportfolio, das derzeit 5,8 Mrd. Euro umfasst. Es ist jedoch ein stabiler Regulierungsrahmen erforderlich, um weiterhin die Kapitalbeschaffung für unsere umfassende Investitionsagenda zu ermöglichen.“

Finanzierung

TenneT emittierte im Juni 2016 sogenannte „Green Bonds“ (nachhaltige Anleihen) im Wert von 1 Mrd. Euro für Investitionen in die Übertragung erneuerbarer Energien aus Offshore-Windparks. Darüber hinaus begab TenneT im Mai 2016 in Deutschland einen „grünen Schuldschein“ in Höhe von 500 Mio. Euro. Die Ausgabe der Green Bonds und des grünen Schuldscheins unterstreicht das Bestreben von TenneT, in Zusammenarbeit mit den relevanten Marktteilnehmern kontinuierliche Verbesserungen und Innovationen für eine nachhaltigere Energiezukunft vorzunehmen.

Im Juli gab der niederländische Staat bekannt, dass er eine zusätzliche Eigenkapitaleinlage in Höhe von 1,2 Mrd. Euro über die Jahre 2017 bis 2020 zur Finanzierung der erforderlichen Investitionen in das niederländische Stromnetz beabsichtigt.

Die vorrangigen unbesicherten Kreditratings bleiben in der ersten Jahreshälfte 2016 unverändert:

Ratings für vorrangige unbesicherte Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2016

Langfristiges Rating Kurzfristiges Rating
Standard & Poor’s A– (stabile Aussichten) A-2
Moody’s A3 (stabile Aussichten) P-2

 

Fortschritte beim Netzausbau

In den Niederlanden verläuft der Bau einer Reihe großer Höchstspannungs-Infrastrukturprojekte nach Plan. TenneT hat mit dem Bau einer vierten grenzübergreifenden Verbindung zwischen Doetinchem in den Niederlanden und Wesel in Deutschland begonnen. Der Bau des sogenannten Nord-Rings der Randstad-380-kV-Verbindung (zur Versorgung des nördlichen Teils des Ballungsraums Randstad) schreitet ebenfalls nach Plan voran.

In Deutschland hat TenneT aufgrund des nach Isar verlagerten Endpunktes der Gleichstromverbindung zwischen Sachsen-Anhalt und Bayern (SuedOstLink) Planung und Bau des bayerischen Teils dieser Verbindung übernommen. Damit verantwortet TenneT neben SuedLink nun eine weitere der drei in Deutschland geplanten Gleichstromverbindungen. Für diese müssen aufgrund des seit Anfang des Jahres gesetzlich festgelegten Erdkabelvorrangs für Gleichstromverbindungen die Planungen neu aufgesetzt werden. Die großen Entfernungen der Gleichstromverbindungen, die große Anzahl an Ansprechpartnern sowie die Komplexität von Technologie und Genehmigung machen diese Projekte herausfordernd und kostenaufwändig.

Offshore-Entwicklungen

Der niederländische Senat genehmigte im März 2016 die Novelle des Elektrizitätsgesetzes, das die Rolle von TenneT als Entwickler und Betreiber des Offshore-Stromnetzes formalisiert. TenneT wird in den nächsten Jahren fünf identische Offshore-Plattformen mit einer Gesamtkapazität von 3.500 Megawatt in der niederländischen Nordsee bauen, um die auf See erzeugte Windenergie anzubinden. In Deutschland arbeitet TenneT an den Offshore-Netzanschlüssen DolWin3, BorWin3 und Nordergründe, die zusammen eine Kapazität von rund 2.800 Megawatt haben werden. Aktuell stellt TenneT rund 4.300 Megawatt Anbindungskapazität in der deutschen Nordsee zur Verfügung. Mit den drei genannten Projekten wird sich die Anbindungskapazität bis 2019 auf über 7.100 MW erhöhen.

TenneT hat darüber hinaus mit den Vorbereitungen für den Bau des NordLink-Projekts begonnen. Dieser erste Interkonnektor zwischen Norwegen und Deutschland wird eine Länge von 623 Kilometer und eine Kapazität von 1.400 Megawatt haben und überwiegend als Seekabel verlegt. NordLink – das „grüne Stromkabel“ zum Austausch erneuerbarer Energien – ergänzt die bestehenden Seekabel-Verbindungen von TenneT zwischen den Niederlanden und Norwegen sowie Großbritannien und die drei bestehenden Onshore-Verbindungen zwischen den Niederlanden und Deutschland. Eine vierte deutsch-niederländische Onshore-Verbindung befindet sich bereits in Bau. Im Herbst 2016 wird TenneT mit dem Bau des COBRACable beginnen. Diese Seekabel-Verbindung wird eine Übertragungskapazität von 700 Megawatt haben und das niederländische und dänische Stromnetz verbinden.

PM: TenneT

Insel für Windstrom / Pressebild: TenneT

Weitere Beiträge:



Top