Anzeige:


Ökostromproduktion im Wasserkraftwerk Stiepel wird ausgebaut

Die Ökostromproduktion im Wasserkraftwerk Stiepel wird weiter ausgebaut. Nach aktuellen Planungen sollten dort pro Jahr 5,4 Mio. Kilowattstunden Strom aus Wasserkraft erzeugt werden. / Pressebild: Stadtwerke Bochum

Arbeiten sollen im Frühjahr 2017 starten

(WK-intern) – Die Wasserbeschaffung Mittlere Ruhr GmbH (WMR), eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Bochum und der Gelsenwasser AG, wird die Ökostromproduktion im Wasserkraftwerk Stiepel weiter ausbauen.

Statt wie bisher zwei sollen nun vier der vorhandenen Kaplanturbinen mit Generatoren zur regenerativen Stromerzeugung ausgestattet werden.

Auf diese Weise wird die WMR am Standort Bochum-Stiepel pro Jahr rund 5,4 Mio. Kilowattstunden Strom aus Wasserkraft erzeugen, in den bisherigen Planungen war das Unternehmen noch von rund 3,6 Mio. Kilowattstunden pro Jahr ausgegangen.

Das ehemalige Wasserwerk Stiepel verfügt über insgesamt sechs Kaplanturbinen. Davon wurden bis zur Einstellung der Trinkwasserförderung im November 2015 vier Turbinen zum Antrieb der Trinkwasserförderpumpen genutzt. Zwei Turbinen wurden bereits 1995 auf Generatorbetrieb umgestellt, um regenerativen Strom aus Wasserkraft zu gewinnen. Diese beiden Turbinen werden nun ertüchtigt und zwei weitere Turbinen mit Generatoren zur Stromerzeugung ausgestattet, so dass künftig vier Kaplanturbinen zur Stromproduktion genutzt werden können.

„Gemeinsam investieren Stadtwerke Bochum und Gelsenwasser am Standort Stiepel rund 2,6 Mio. Euro in die Modernisierung der Stromerzeugung. Der Ökostromanteil im Strommix der Stadtwerke Bochum wird damit weiter ausgebaut“, freut sich Dietmar Spohn, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum.
„Nach Abschluss der Arbeiten können wir mit dem Ökostrom aus Stiepel umgerechnet mindestens 2.000 Haushalte ein Jahr lang versorgen. Der Ausbau stellt sowohl wirtschaftlich als auch technisch die beste Lösung dar“, berichtet Frank Thiel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum und der WMR.
„Alle Erweiterungsoptionen wurden umfassend geprüft. In der nun gewählten Variante können die vier Turbinengeneratoren optimal ausgelastet und Reparaturen oder Maschinenausfälle besser kompensiert werden“, erläutert Dr. Dirk Waider, Mitglied des Vorstandes der Gelsenwasser AG und Geschäftsführer der WMR.
Die Arbeiten zur Modernisierung des Wasserkraftwerks starten voraussichtlich im Frühjahr 2017 und sollen bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Parallel ist die Errichtung einer Fischaufstiegsanlage geplant.
Nach mehr als 100 Jahren zuverlässigem Betrieb war im November 2015 die Trinkwasserförderung im Wasserwerk Stiepel eingestellt worden. Die Bochumer Bürgerinnen und Bürger werden seitdem vollständig aus den Wasserwerken Witten und Essen versorgt.

PM: Stadtwerke Bochum

Die Ökostromproduktion im Wasserkraftwerk Stiepel wird weiter ausgebaut. Nach aktuellen Planungen sollten dort pro Jahr 5,4 Mio. Kilowattstunden Strom aus Wasserkraft erzeugt werden. / Pressebild: Stadtwerke Bochum

Weitere Beiträge:



Top