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Offshore-Wind hebt den Anteil der Erneuerbaren im Strommix auf 66 Prozent

Entwicklung der Erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr 2016 - Grafiken und Tabellen / BEE

Halbjahresbilanz 2016: Dekarbonisierung noch in weiter Ferne

(WK-intern) – Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland stagniert in der ersten Hälfte des Jahres 2016 in den Bereichen Wärme und Mobilität.

Gestützt auf Inbetriebnahmen einiger Offshore-Windparks, verzeichnet der Stromsektor leichte Zuwächse.

Dabei wäre die Energieversorgung aus Sonne, Wind, Bioenergie Wasserkraft und Geothermie die Basis für eine klimaverträgliche Weltwirtschaft, wie sie auf internationalem Parkett Ende des vergangenen Jahres auf dem Klimagipfel in Paris beschlossen wurde. „Die Bundesregierung hat die Ratifizierung des Abkommens zwar bereits auf den Weg gebracht, leitet aber gleichzeitig Schritte ein, die dem Ausbau der Erneuerbaren Energien entgegen stehen“, sagt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) e.V.

Zu 15 Prozent trugen die Erneuerbaren Energien von Januar bis Juni in diesem Jahr zum Endenergieverbrauch bei.

„15 Prozent Erneuerbare Energien – im Umkehrschluss heißt das, bis zur Dekarbonisierung liegen noch 85 Prozent vor uns.“

Die jüngste Novellierung des EEG, die erst am 8. Juli von Bundestag und Bundesrat verabschiedet wurde, zeige, dass es eine offensichtliche Diskrepanz zwischen politischen Versprechungen und realer Politik gibt, kritisiert Falk.

Saubere Energieversorgung stagniert bei Wärme und Verkehr, Zuwächse nur im Stromsektor

Der Anteil der Erneuerbaren Wärme liegt fast gleichbleibend bei gut 13 Prozent, die klimafreundliche Mobilität ist leicht rückläufig bei rund fünf Prozent.

Im Stromsektor tragen Erneuerbare Energien nach einem kleinen Anstieg zu rund einem Drittel zur Energieversorgung bei.

„Es zeigt sich, dass die jahrelangen Versäumnisse zur sauberen Energieversorgung im Wärme- und Mobilitätsbereich lange Arme haben. Eine Besserung ist auch nicht in Sicht, da nach wie vor durchschlagende Ideen von der Bundesregierung fehlen.“ Der Ökostromausbau, einst Wegbereiter der Energiewende und international dutzendfach kopiertes Beispiel, habe im Zuge der vergangenen EEG-Novellen zu stark an Dynamik verloren, so Falk. Nach starken Einschnitten in der Photovoltaik und Bioenergie wird das auch die Windenergie zu spüren bekommen, für die jüngst die bislang stärkste Novellierung beschlossen wurde.

„Über Jahre hinweg haben die Erfolge der Windenergie im Stromsektor die rückläufigen Marktanteile sowohl der anderen Erneuerbaren Energieträger, vor allem bei Photovoltaik und Bioenergie, als auch den mangelnden Ausbau im Wärme- und Verkehrssektor kaschiert“, sagt Falk. „Doch nun wird auch der Windausbau eingebremst, was nach und nach in künftigen Erneuerbaren-Bilanzen zu sehen sein wird.“ Folglich drohe Deutschland noch stärker als bislang die Klimaschutzziele ebenso zu verfehlen wie die verpflichtenden europäischen Ausbauziele für Erneuerbare Energien.

Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 42 Verbänden und Unternehmen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Zu unseren Mitgliedern zählen u. a. der Bundesverband WindEnergie, der Bundesverband Solarwirtschaft, der Fachverband Biogas und der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke. Wir vertreten auf diese Weise 355 400 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.

PM: Bundesverband Erneuerbare Energie

Entwicklung der Erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr 2016 – Grafiken und Tabellen / BEE

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