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Architektur: So geht energieeffizientes Sanieren, Handwerker und Planer lernen gemeinsam

Holzfeuer / Foto: HB

Gewerke übergreifende Baustellenschulung der EnergieAgentur.NRW

(WK-intern) – Wenn der Tischler mit dem Maurer über die Baustelle geht und sich dann noch Architekt und Ingenieur anschließen, dann funkt’s:

Aachen/Düsseldorf – Die erste Gewerke übergreifende Baustellenschulung, die am 5. Juli bei der Handwerkskammer Aachen stattfand, sorgte für reichlich kontroverse und konstruktive Diskussionen.

Die EnergieAgentur.NRW organisierte die fachgebietsübergreifende Veranstaltung mit anschließender Baustellenbegehung im Rahmen eines aktuellen Vorzeige-Sanierungsprojektes in Aachen. Bei diesem wird eine Doppelhaushälfte aus den 1950er Jahren durch Dr.-Ing. Bernd Steinmüller, der unter anderem Preisträger des Passivhaus-Pionier-Awards ist, in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Rongen und Partner energetisch anspruchsvoll saniert.

Nach der Fertigstellung wird das Gebäude nur noch ein Zehntel des jetzigen Heizenergiebedarfs haben. „Das ist keine Sanierung von der Stange, sondern ein hochenergieeffizientes Projekt. Es ist schön, wenn mehr Leute etwas davon haben“, sagt Joachim Decker von der EnergieAgentur.NRW über die Hintergründe der Schulung. Die Baustellenarbeiten werden von der EnergieAgentur.NRW live über Facebook und Instagram begleitet. Die Sanierung auf den klimaschonenden und energiesparenden Gebäude-Standard soll auch dazu genutzt werden, um Handwerkern und Planern aus der Region das Fachwissen zugutekommen zu lassen.

„Es ist nicht so leicht mit einer großen Gruppe Fachleute auf eine Baustelle zu kommen. Hier in Aachen hatten wir Glück, dass die Baufamilie uns Einlass gewährt hat und den Teilnehmern praktisch erklärt werden konnte, wie die Detailplanung in die Umsetzung kommt und eine hochenergieeffiziente Sanierung abläuft“, so Decker.

In zwei parallelen Sessions schulten zwei Referenten jeweils 15 Handwerker und Architekten/Ingenieure drei Stunden lang kostenlos. Anschließend hatten diese die Möglichkeit, die aktuelle Bauphase zu begutachten und kommentieren. „Die Innendämmung des Kellers und die Erneuerung der erst zehn Jahre alten Gas-Brennwert-Heizung löste große Diskussionen aus“, berichtet Decker, das sei allerdings so auch gewollt, um einen Gedankenaustausch voranzutreiben. Dass die Veranstaltung bereits zwei Tage nach Ankündigung ausgebucht war, bestätigt das rege Interesse an einem Erfahrungsaustausch bei Altbau-Sanierungen. Die EnergieAgentur.NRW möchte in Zukunft auch in anderen Regionen Gewerke übergreifende Schulungen anzubieten, wenn sich das bei einem beispielhaften Sanierungsprojekt anbietet.

PM: EnergieAgentur.NRW

Nach der Fertigstellung wird das Gebäude nur noch ein Zehntel des jetzigen Heizenergiebedarfs haben / Foto: HB

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